Brandursache weiter ungeklärt

Nach Brand in Neudenau: Was wird aus dem Unglückshaus?

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Kommt das Gerüst bald weg?
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In Neudenau brannte es Ende November in der Altstadt. Die Gerüste, die den einsturzgefährdeten Giebel stützten, können nun weg.

  • Ende November ist ein Großbrand in einem Wohnhaus in Neudenau ausgebrochen.
  • Drei Bewohner wurden tot aufgefunden.
  • Die Gerüste können nun zum Teil weg.

Update 10. Dezember: Ende November sorgte eine verheerende Brandkatastrophe, bei der drei Personen ums Leben kamen, für tiefe Trauer in Neudenau. Bis heute ist die Ursache des Brandes in dem Fachwerkhaus in der Altstadt des Orts nicht geklärt

Der Schaden an dem Gebäude ist jedoch immens, sodass das Wohnhaus in Neudenau wegen Einsturzgefahr mit Gerüsten gestützt werden musste. Da der Giebel des historischen Bauwerks inzwischen zurückgebaut wurde, können laut SWR nun Teile des Gerüstes entfernt werden. 

Nach Wohnhausbrand in Neudenau: Gerüst am Haus bleibt

Gegenüber dem SWR äußerte sich der Neudenauer Bürgermeister Manfred Hebeiß: "Nach den Informationen, die die Stadt Neudenau bekommen hat, werden voraussichtlich imLaufe dieser Woche die großen Stützgerüste, die den einsturzgefährdeten Giebel gesichert haben, abgebaut." Alle Gerüste werden jedoch nicht entfernt werden. Die Stützen direkt am Gebäude werden dort zunächst verbleiben. Hebeiß betont allerdings, dass die Entscheidung bei den Eigentümern des Altbaus liegt.

Möglicherweise entsteht durch den Brand im alten Stadtkern von Neudenau – das ist zumindest die Einschätzung eines Experten – eine Lücke in der über Jahrhunderte gewachsenen Bausubstanz.

Nach Wohnhausbrand in Neudenau: Bewohner werden beigesetzt 

Die Opfer der Brandkatastrophe – ein 72-jähriger Mann, seine 69-jährige Frau sowie der 62-jährige Untermieter – werden am heutigen Dienstag beigesetzt.

Nach Wohnhausbrand in Neudenau: Opfer konnten identifiziert werden

Update vom 2. Dezember: Am 26. November kam es in Neudenau zu einem verheerenden Gebäudebrand. Für drei Menschen kam dabei jede Hilfe zu spät - sie konnten nur noch tot aus dem Haus geborgen werden. Schnell stand die Vermutung im Raum, dass es sich dabei um Hausbewohner handelt. Nun ist dies traurige Gewissheit.

Wie der SWR berichtet, handelt es sich bei den drei Toten um Bewohner des Hauses in Neudenau: ein 71-Jähriger und seine 69-jährige Ehefrau sowie ein 62-jähriger Untermieter. Das bestätigte eine gerichtsmedizinischen Untersuchung.

Nach Wohnhausbrand in Neudenau: Fachwerkhaus einsturzgefährdet

Update vom 28. November: Nach dem verheerenden Brand an einem Wohnhaus in Neudenau, bei dem drei Menschen ums Leben gekommen sind, mussten in der Nacht zum Donnerstag Helfer des Technischen Hilfswerks am verbrannten Gebäude erschienen. Wie ein Pressesprecher der Polizei gegenüber echo24.de erklärte, soll das alte Haus aufgrund des massiven Brands stark einsturzgefährdet sein. "Bei dem Brand ist ziemlich viel kaputtgegangen. Es handelt sich dabei um ein älteres Haus, das aus Schilf, Stroh und Holz bestand. Bei dem Brand sind die Decken durchgebrochen und auch die Wände wurden instabil."

Die THW-Kräfte bauten ein Gerüst vor das einsturzgefährdete Wohnhaus in Neudenau. Heute sollte auch der Giebel abgebaut werden. Im Laufe des Nachmittags wird ein Gutachter erwartet. Ob der aber das Gebäude betreten kann, ist fraglich. "Wir müssen da sehr vorsichtig sein und nichts überstürzen. Wenn da etwas herunterfällt, überlebt das keiner."

Brand-Unglück in Neudenau: Identität der Toten soll festgestellt werden

Update 27. November, 14.41 Uhr: Nach dem furchtbaren Brand-Unglück in Neudenau, bei dem drei Menschen ihr Leben verloren haben, muss die Polizei und Staatsanwaltschaft davon ausgehen, dass es sich um die drei vermissten Anwohner handelt. Es wurde nun veranlasst, dass die Identität der Toten festgestellt wird. Das Haus ist immer noch zum Teil einsturzgefährdet, wie Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mitteilen.

Das bedeutet: Bevor ein Gutachter die Ermittlungen im Gebäude aufnehmen kann, muss deswegen der Giebel Stück für Stück abgebaut werden. Die Brandursache ist weiterhin unklar. Der entstandene Sachschaden am betroffenen Wohnhaus sowie an den beiden Nachbarhäusern und einem vor dem Gebäude geparkten Auto wird auf insgesamt 500.000 Euro geschätzt.

Nach dem Brand steht Neudenau unter Schock

Update 27. November, 12.40 Uhr: Drei Menschen sind bei dem Brand-Unglück in Neudenau am Dienstagmorgen ums Leben gekommen. Neudenau mit seinen gut 5.000 Einwohnern steht unter Schock. Vor allem, weil die Verstorbenen "Urgesteine" von Neudenau gewesen sind, sozial bestens integriert und beliebt waren.

"Die Verstorbenen waren in vielen ehrenamtlichen Bereichen aktiv. Mit ihrem Getränkehandel haben sie regelmäßig Feste beliefert und diese so mitgeprägt", erklärt Neudenaus Bürgermeister Manfred Hebeiß auf Nachfrage von echo24.de. Auch der derzeit im Urlaub weilende Schultheiß ist wegen des Brands in Neudenau geschockt, gerade weil er die Verstorbenen auch persönlich gekannt hat.

Brand in Neudenau: Verstorbene engagierten sich ehrenamtlich

Die verstorbene 69-Jährige und ihr schwerbehinderter 71-jähriger Ehemann betrieben das Weinhaus "Zum Engel". Wie Bürgermeister Hebeiß berichtet fanden dort über Jahrzehnte Bier- und Weinproben statt. Offenbar bereicherten die Betreiber des Weinhauses damit das soziale Leben in Neudenau. Trotz seiner Behinderung habe sich der 71-Jährige im Neudenauer Männergesangverein MGV engagiert.

Hebeiß: "Am kommenden Samstag hätte der MGV ein Konzert veranstaltet. Das ist nun abgesagt. Die Vereinsmitglieder stehen nicht nur unter Schock, sondern haben auch einen Sängerkameraden verloren."

Wohnhausbrand in Neudenau: Dritte Leiche entdeckt

Update 27. November, 7.45 Uhr: Nach dem Brand in einem Fachwerkhaus in Neudenau ist nun auch der dritte vermisste Mensch tot aufgefunden worden. Weitere Angaben machte die Polizei am Mittwochmorgen zunächst nicht. 

Das Fachwerkhaus war am Dienstag aus noch unbekannter Ursache in Flammen aufgegangen. Nachdem das Feuer gelöscht war, bestand Einsturzgefahr. Spezialkräfte der Feuerwehr suchten im Haus nach den Vermissten. Bei den Bewohnern handelte es sich den Angaben zufolge um einen Mann, seine Frau und eine Pflegekraft.

Brand in Neudenau: Zwei Tote, eine vermisste Person

Update 26. November, 17 Uhr: Nach dem Brand in der Neudenauer Altstadt konnten in zwei ausgebrannten Zimmern je eine tote Person von den Einsatzkräften der Feuerwehr lokalisiert werden. Aber: Die beiden Leichen konnten nicht geborgen werden, da die Decken im Gebäude großflächig durchgebrochen sind und der Rest einsturzgefährdet ist. Eine dritte Person wird bislang noch vermisst. In dem Haus wohnten ein 71-Jähriger und seine 69 Jahre alte Ehefrau sowie ein 62 Jahre alter Freund der Familie. 

Feuer in Neudenau: Einsatzkräfte können weitere Häuser vor Schaden bewahren

Der Brand wurde kurz vor 6 Uhr gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gebäude ab dem ersten Obergeschoss bereits in Vollbrand. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren aus Neudenau und den Neudenauer Ortsteilen sowie Einsatzkräften aus Bad Friedrichshall, Möckmühl und von der Berufsfeuerwehr Heilbronn konnte ein Übergreifen auf die dicht stehenden Wohnhäuser der Altstadt verhindert werden. Lediglich ein Nachbarhaus wurde am Dach in Mitleidenschaft gezogen. 

Großaufgebot an Einsatzkräften bei Feuer in Neudenau vor Ort

Im Einsatz waren neben rund 100 Feuerwehrleuten auch zwölf Streifen der Polizei sowie sechs Fahrzeuge mit über 20 Einsatzkräften des Rettungsdienstes. Notfallseelsorger waren ebenfalls vor Ort. Auch ein Baufachberater des THW und ein Statiker wurden hinzugezogen. Die beiden Nachbarhäuser wurden evakuiert. Die 13 Personen wurden zunächst vom Rettungsdienst betreut und kamen im Laufe des Tages bei Verwandten oder Freunden unter, da sie vorläufig nicht in ihre Häuser zurück konnten. 

Brandursache für Feuer in Neudenau weiter unklar

Die Brandursache ist unklar, weshalb ein Sachverständiger vom Landeskriminalamt den Brandort untersuchen soll. Aufgrund der Einsturzgefahr von Decken und Wänden und vor allem auch wegen eines labil gewordenen Giebels wurden während den notwendigen Stabilisierungsmaßnahmen durch Kräfte des THW am Nachmittag die zwei gegenüberliegenden Gebäude ebenfalls temporär geräumt. 

Wohnhausbrand in Neudenau: Polizei findet zwei tote Personen 

Update 26. November, 12 Uhr: Nach einem Wohnhausbrand in Neudenau wurden Personen vermisst. Wie die Polizei Heilbronn am Dienstagvormittag über Twitter mitteilt, kam für zwei Bewohner jede Hilfe zu spät. Zwei tote Personen wurden im Gebäude aufgefunden. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass sich noch mindestens eine Person im Wohnhaus befindet. Die Suche geht also weiter. 

Wohnhausbrand in Neudenau: Suchmaßnahmen nach vermissten Bewohnern laufen

Update 26. November, 9:50 Uhr: Aktuell laufen an dem brennenden Wohnhaus in Neudenau Suchmaßnahmen nach den drei vermissten Bewohnern. Allerdings kommt es an dem Haus auch immer wieder zu Rauchentwicklungen durch Glutnester, die die Arbeit der Feuerwehr erschweren. Der Hinweis für Bewohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wurde von der Polizei noch einmal bekräftigt. 

Neudenau: Bewohner eines brennenden Wohnhauses vermisst

Update 26. November, 8:08 Uhr: Das Gebäude, in dem am Morgen ein Feuer ausgebrochen ist, ist stark  einsturzgefährdet. Einsatzkräfte können es demnach nicht mehr betreten und nach den vermissten Bewohnern suchen, wie die Polizei über Twitter mitteilte. Ob sie sich zum Zeitpunkt des Brandes im Haus befunden haben, bleibt demnach weiter unklar.

Wohnhausbrand in Neudenau: Großaufgebot der Feuerwehr kämpft gegen Flammen

Am Dienstagmorgen kurz vor sechs Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand in der Neudenauer Hauptstraße gerufen. Die Rettungskräfte rückten umgehend mit einem Großaufgebot aus.

Am Morgen war die Lage noch etwas unklar, die Polizei rief Anwohner allerdings dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da es zu einer starken Rauchentwicklung kam. Auch Autofahrer mussten aufgrund des Feuers mit Behinderungen rechnen. Ihnen wurde empfohlen, das Gebiet möglichst weiträumig zu umfahren.

Ob Personen bei dem Brand zu Schaden kamen, konnte die Polizei am Morgen noch nicht sagen, mehrere Bewohner gelten aber als vermisst.

Weitere Feuerwehr-Meldungen aus der Region

Erst vor wenigen Tagen musste die Feuerwehr in Heilbronn zu einem mutmaßlichen Wohnhausbrand ausrücken. Dabei handelte es sich allerdings um einen ganz üblen Scherz.

In Freiburg am Neckar war kürzlich ein Fachwerkhaus in Brand geraten. Jetzt ist das Gebäude einsturzgefährdet

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