Kommentar zur Absage 2019

Nachtumzug-Ende: Darum ist die Entscheidung richtig

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In diesem Hexenkessel wurde die 18-Jährige beim Eppinger Nachtumzug am 3. Februar verbrüht.
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Der Eppinger Nachtumzug fällt 2019 aus. Das ist hart, kann aber positive Folgen haben.

Der beliebte Eppinger Nachtumzug ist nun also Geschichte. Zumindest vorerst. Das ist zunächst einmal hart: Schließlich ist die Veranstaltung Tradition, erfreut nicht nur Tausende Narren – und das weit über den Kraichgau hinaus.

Verbrühungen auf Eppinger Nachtumzug: Ausnahmefall

Der Grund für das Ende ist ein Ausnahmefall: Offenbar übertrieb es ein Einzelner mit dem Spaß – und deshalb erlitt eine junge Frau schlimme Verbrennungen. Wegen eines Chaoten kommen viele Buntgeschminkte in der nächsten Faschingszeit um ihren Spaß – und die "Fachwerkstadt mit Pfiff" um eines ihrer Aushängeschilder.

Haltet ihr das Vorerst-Aus des Eppinger Nachtumzugs für die richtige Entscheidung?

Aber dennoch war die Absage des Nachtumzugs 2019 die richtige Entscheidung. Schließlich setzt sie ein Signal: Einfaches Weitermachen geht nicht! Vielleicht setzt der Ausfall den einen oder anderen Gedankenstrom in Gang. Ein friedlicher und fairer Umgang miteinander sollte IMMER selbstverständlich sein. Wenn nicht, hat es eben Konsequenzen. Für alle. Eben auch für jene, die sich anständig verhalten haben.

Absage Eppinger Nachtumzug: Wie bei Rowdys im Stadion

Und wie so oft bekommt die Untat eines Chaoten mehr Aufmerksamkeit als die friedlich feiernde Masse. Ähnlich wie im Stadion, wenn 100 Rabauken Zehntausenden die Stimmung vermiesen. Durch die überregionale Aufmerksamkeit denken Übermütige in Zukunft vielleicht zwei Mal nach, bevor sie sich zu lebensgefährlichem Leichtsinn durchringen. Es wäre schade, wenn der öffentliche Spaß wegen Einzelner immer kürzer treten müsste. Aber jeder Festlesbesucher hat es selbst in der Hand.

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