100 Mal hoch und wieder runter

Extremsportler aus Schwaigern gewinnt krassen Wettkampf - und muss dafür 14 Stunden schwitzen

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Petru Muntenasu aus Schwaigern konnte seinen Titel beim "Mount Everest Treppenmarathon" in Radebeul erfolgreich verteidigen.
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Petru Muntenasu aus Schwaigern gewinnt zum zweiten Mal in Folge den "Mount Everest Treppenmarathon" in Radebeul.

Die einen hoffen damit fit zu bleiben, für andere ist es die reinste Qual: Treppensteigen. Nach ein paar Stufen werden die meisten Menschen schon kurzatmig, Petru Muntenasu hingegen powert problemlos eine 88 Meter hohe und 850 meter lange Treppe 100 Runden hoch und runter. Und das hat sich bei einem ganz besonderen Sport-Event so richtig ausgezahlt!

Denn: Der 49-Jährige aus Schwaigern holte am 14. April zum zweiten Mal in Folge den Sieg beim "Mount Everest Treppenmarathon" in Radebeul. Für 100 Runden hat Muntenasu rund 14 Stunden gebraucht: "Begonnen habe ich um 16 Uhr und fertig war ich am nächsten morgen zwischen sieben und acht Uhr." 100 mal durchlaufen - das ergibt einen kompletten Aufstieg zum Gipfel des Mount Everest und zurück!

Mount Everest Treppenmarathon: Petru Muntenasu läuft Ultradistanzen

Was macht man aber, wenn man währenddessen Durst oder Hunger bekommt? "Es gibt die Möglichkeit, jede Runde etwas zu trinken und zu essen. Ich habe jede dritte bis vierte Runde etwas getrunken und auch mal eine Suppe gegessen." 

100 Runden läuft Petru Muntenasu beim "Mount Everest Treppenmarathon" in knapp 14 Stunden.

Im Jahr 2000 beginnt Muntenasu mit dem intensiven Lauftraining. 2005 spezialisiert er sich auf Ultradistanzen. Auf unterschiedlichen Höhen und unebenen Böden legt Muntenasu bis zu 100 Kilometer in den Alpen zurück.

Die Sportskanone hält außerdem seit 2009 den Streckenrekord beim Chiemgauer 100 Kilometer Lauf. Darüber hinaus hat er schon an unzähligen Langstrecken-Läufen teilgenommen. "Der Mount-Everest Treppenmarathon war für mich nur ein 'Ersatztraining' für die Alpenläufe."

So trainiert Petru Muntenasu für den "Mount Everest Treppenmarathon"

Den Wunsch beim "Mount Everest Treppenmarathon" teilzunehmen, hatte Muntenasu das erste Mal vor 15 Jahren. Ein Bekannter hat ihm damals aber davon abgeraten. "Es braucht eine gewisse Vorbereitungszeit und gezieltes Training. Das habe ich gemerkt, als ich vergangenes Jahr zum ersten Mal teilgenommen habe. Vor 15 Jahren hätte ich das ganz sicher nicht geschafft." 

Der Treppenmarathon erfordert hartes Training.

Doch wie bereitet man sich überhaupt auf einen Treppenmarathon vor? "Am Michaelsberg in Cleebronn trainiere ich einmal die Woche. 20 Mal laufe ich dann hoch und runter. Außerdem gehe ich regelmäßig laufen." Und was spornt Muntenasu an? "Sowas könnte man nicht machen, wenn man keinen Spaß dabei hätte. Mir fällt es leicht zu laufen. Es freut mich auch, wenn ich mit meinem Alter junge Athleten besiegen kann."

"Mount Everest Treppenmarathon": Petru Muntenasu mit Lebensgefährtin am Start

Muntenasus Lebensgefährtin Hella Schmidt lief dieses Jahr zum ersten mal den Treppenmarathon mit.

Muntenasus Lebensgefährtin und Trainingspartnerin Hella Schmidt ist dieses Jahr zum ersten Mal beim "Mount Everest Treppenmarathon" mitgelaufen. Aufgrund von Gelenk und Muskelschmerzen musste sie aber in Runde 93 vorzeitig aussteigen. "Es ist einfach der Reiz, die eigenen Grenzen zu testen. Was kann der Körper, wie reagiert er, was macht man wenn man weiter will." 

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