Initiative der Kommunen

Motorradlärm: Kommen jetzt härtere Strafen?

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Oft sind Motorräder sind zu laut, das nervt nicht nur, sondern schadet auch der Gesundheit

Kommen jetzt härtere Strafen für Lärm-Sünder?

Für manchen gehört es zum Motorrad fahren einfach dazu. Doch die meisten Menschen nervt es einfach nur. Gemeint ist der satte und oftmals laute Sound der Motorräder. Immer öfter beschweren sich vor allem Anwohner über den dröhnenden Lärm, den die schweren Maschinen verursachen.

Besonders im Sommer ist von Motorrädern verursachter Lärm für viele Anwohner ein Störfaktor. Aus diesem Grund haben sich mehrere Städte und Gemeinden, sowie Landkreise zu einer Initiative gegen Motorradlärm zusammen geschlossen.

Motorradlärm: Nicht alle Maschinen sind zu laut

Wie der SWR berichtet halten viele Motorräder den EU-Grenzwert von 78 Dezibel ein, zahlreiche Maschinen erreichen aber immer noch Werte jenseits der 100 Dezibel. Für die "Initiative Motorradlärm" sind hier die Bundesregierung und die EU gefragt. In der Region Heilbronn leiden gleich zwei Orte unter Lärmbelästigung.

Unterstützung erhalten sie vom Verkehrsminister Baden-Württembergs Winfried Hermann (Grüne). Dieser stellte einen baldigen Antrag im Bundesrat in Aussicht. Auch der Bundesverband der Motorradfahrer stellt sich auf die Seite der Anwohner.

Motorradlärm: Bundesverband der Motorradfahrer begrüßen die Initiative

Gegenüber dem SWR äußerte sich der Vorsitzende des Verbands Michael Lenzen: "Wie laut ein Motorrad ist, ist gesetzlich geregelt. Es kommt sehr darauf an, wie man damit fährt."

Lenzen betont zudem, dass der Bundesverband der Motorradfahrer schon seit Jahren eine gesetzliche Lärm-Obergrenze für alle Fahrzeuge fordere.

Motorradlärm: Motorradfahren macht auch elektrisch Spaß

Für Lenzen hängt das Gefühl beim Motorradfahren nicht von der Lautstärke ab: "Das merkt jeder, der mal auf einem Elektromotorrad gefahren ist - das macht genauso viel Spaß wie ein Verbrenner. Aber es ist deutlich leiser." 

Die Infrastrukturin Heilbronn und der Umgebung verbessert sich beständig. Mit E-Mobilität ist man zudem umweltbewusster unterwegs. Aus diesem Grund ist in Heilbronn seit kurzem auch ein E-Bus unterwegs. 

Motorradlärm: Bußgelder zu niedrig

Derzeit beträgt die Strafe fürerhöhten Lärm durch Verschleiß 20 Euro. Bei manipulierten Motorrädern sind90 Euro für den Fahrer, sowie 135 Euro für den Halter, fällig. Handelt es sich um Vorsatz verdoppelt sich der Betrag. Die "Initiative Motorradlärm" übt daran scharfe Kritik: "Diese Ahndungsmöglichkeiten sind - ungeachtet der schwierigen gerichtsfesten Beweisbarkeit - völlig unzureichend." Entsprechend müssten die Vergehen durch klarere gesetzliche Vorgaben leichter nachweisbar sein.

Verkehrsminister Herrmann findet die Strafen zudem zu niedrig. Der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung, Thomas Marwein geht noch weiter und fordert gar eine Verzehnfachung des Bußgelds: "Das schreckt sonst niemanden ab."

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