Entscheidung vom Bundesgerichtshof

Mordfall Löwenstein muss neu verhandelt werden

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Der damalige Tatort: Der Parkplatz der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein.
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Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gekippt.

Das Urteil wurde vor über einem Jahr gesprochen: Das Heilbronner Landgericht hat den 63-jährigen Ehemann für seine heimtückische und brutale Tat an seiner 59-jährigen Frau zur Verantwortung gezogen. Der Angeklagte muss wegen Mordes 15 Jahre lang ins Gefängnis. Doch der Bundesgerichtshof hat nun entschieden: Der Mordfall Löwenstein wird neu verhandelt.

Wie die Heilbronner Stimme berichtet, haben die Richter aus Karlsruhe das Urteil aufgehoben. Eine DNA-Spur sei fehlerhaft dargestellt worden, heißt es in der Begründung. Nun muss das Landgericht erneut verhandeln, unter anderem mit neuen Richtern. Die Kinder des Opfers gehen von einer erneuten Verurteilung aus, die Verteidigung dagegen glaubt an einen Freispruch. 

Mordfall Löwenstein: Tatwaffe wurde nie gefunden

Bis zur Urteilsverkündung am 20. April 2018 blieb der Fall ein Indizienprozess. Die Tatwaffe wurde nie gefunden. Für die Richter ist klar, dass der Angeklagte seine Frau mit 14 Messerstichen brutal getötet hat! Jetzt steht fest: Das letzte Wort ist längst noch nicht gesprochen.

Das 59-jährige Opfer wurde am 29. März 2017 heimtückisch nach Feierabend auf dem Parkplatz der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein, wo sie in einem Kiosk arbeitete, angegriffen. Der Täter stach brutal auf sie ein, fügte ihr neun Stich- und fünf Schnittverletzungen zu. Nachdem sich die Frau noch ein paar Meter weitergeschleppt hatte, brach sie zusammen und starb auf dem Parkplatz.

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