Beleidigungen und wirre Reden statt klarer Aussagen

Rentnerin-Mord: So unverschämt ist der Angeklagte

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Der Angeklagte Abubaker C. vor dem Heilbronner Landgericht.
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Der mutmaßliche Mörder verhöhnt die Angehörigen der Getöteten und beleidigt den Richter.

Auf der einen Seite sitzen die Angehörigen der getöteten Seniorin. Noch immer kann die Familie nicht fassen, was in der Nacht auf den 19. Mai 2016 in ihrem Haus in Bad Friedrichshall-Untergriesheim passiert ist. Und auf der anderen Seite? Der 26-jährige Angeklagte Abubaker C., der seit dem ersten Prozesstag am Heilbronner Landgericht den Richter verhöhnt, den Gerichtssaal zur Selbstdarstellung nutzt und völlig schamlos die Verwandten des Mordopfers anpöbelt. Als wäre die Verhandlung in einem Mordfall eine lächerliche Posse!

Zweckdienliches oder gezielte Fragen an die Zeugen sind vom Angeklagten, der seine Ausführungen von einem Dolmetscher übersetzen lässt, nicht zu hören. Stattdessen: wirre Abschweifungen und Belehrungen - vollkommen fehl am Platz. Bereits zum Prozessauftakt am Freitag erklärt sich C. mit dem zuständigen Richter Roland Kleinschroth nicht einverstanden. Stattdessen empfiehlt er ihm, die Plätze zu tauschen - er selbst könne den Prozess schließlich besser leiten.

Während der Zeugenvernehmung am Dienstag, dem zweiten Verhandlungstag, kaut der im blauen Jogginganzug erschienene und an Händen und Füßen gefesselte C. Kaugummi. Konzentriert folgt er den Ausführungen der Geladenen, macht sich nach den Übersetzungen seines Dolmetsches eifrig Notizen. Sobald der Angeklagte auf das gerade Gesagte eingehen kann, nutzt er die Plattform, um sich als Opfer darzustellen: Er sei unschuldig, Leidtragender eines Komplotts. "Wenn ihr in eurem Land keine Muslime haben wollt, dann schließt doch die Grenzen!"

Den Schwiegersohn der Toten erklärt er für verdächtig: "Der Mann gefällt mir nicht, man sollte ihn im Auge behalten. Außerdem mag ich nicht, wie er mich anschaut." Es folgen völlig wirre Ausführungen über die deutsche Sprache und die Religion. Richter Kleinschroth ist sichtlich genervt: "Allgemeine Sonntagsreden brauchen wir hier nicht!"

Am Nachmittag dann der nächste Hammer Richtung Kleinschroth: "Sie vergeuden ihre kostbare Zeit. Am Ende werde ich sowieso freigesprochen, ich habe nichts gemacht." Als eine ältere Dame als Zeugin befragt wird, erklärt der mutmaßliche Mörder im Anschluss: "An die Frau habe ich keine Fragen. Sie ist wie meine Mutter. Ihr habe ich immer die Füße geküsst. Warum haben Sie nicht die Füße der Zeugin geküsst, Herr Richter?"

Wiederholt wird C. ermahnt, er solle bei der Sache bleiben und nur zweckdienliche Fragen an die Zeugen stellen. C.s Reaktion: Er verfällt in Größenwahn und erklärt, sobald jemand auf der Welt vorhabe, Marihuana zu verkaufen, müsse man ihn, C., anrufen und informieren. Dass die Indizienlage gegen ihn erdrückend ist, scheint den Pakistani nicht besonders zu interessieren. Das Urteil soll am 28. Februar fallen.

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