Zeugen schildern die Mutter als liebevoll und fürsorglich

Prozess um Sechsfach-Mord in Rot am See: Mutmaßlicher Täter ist hochintelligent, aber...

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In Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall erschoss ein Mann sechs Angehörige. Der Angeklagte behauptet, sich unter anderem an seiner Mutter gerächt zu haben. Diese habe ihn über Jahre systematisch vergiftet. Nun äußert sich der Psychiater.

  • In Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall fallen im Januar Schüsse. Sechs Menschen sterben.
  • Der Tatverdächtige (damals 26 Jahre alt) hat die Tat gestanden. 
  • Am fünften Tag im Mord-Prozess an diesem Mittwoch spricht der psychiatrische Gutachter von einem schwierigen Fall.

Update vom 8. Juli, 15 Uhr: Am heutigen Prozesstag am Ellwanger Landgericht rund um den Sechsfach-Mord in Rot am See hat der psychiatrische Gutachter seine Einschätzung des 27-jährigen Angeklagten vorgetragen. Sein Fazit: Der mutmaßliche Mörder leidet unter Wahnvorstellungen. Dass der Mann glaube, von seiner Mutter jahrelang vergiftet worden zu sein, könne auf mangelnder Realitätskontrolle basieren. Für die Gift-Unterstellungen gegenüber der Mutter gebe es keinerlei Belege. Zudem sei der Angeklagte nach Ansicht des Psychiaters hochintelligent. Der 27-Jährige habe alle Fragen des Gutachters ausführlich beantwortet. Laut des Gutachters sei der Fall schwierig. Für die Vermutung des Staatsanwalts, der mutmaßliche Sechsfach-Mörder leide unter paranoider Schizophrenie gebe es keine Hinweise. Vielmehr habe der Angeklagte eine Beziehungsstörung. Schließlich sei die wahnhafte Störung lediglich auf den Gedanken bezogen, die Mutter habe ihm Gift verabreicht. Das berichtet der SWR.

Rot am See: Prozess um Sechsfach-Mord - hat Mutter Angeklagten vergiftet?

Update vom 8. Juli, 9.45 Uhr: Hat die Mutter des mutmaßlichen Sechsfach-Mörders von Rot am See bei Schwäbisch Hall wirklich versucht, ihren Sohn über Jahre hinweg zu vergiften? Wie der 27-jährige Angeklagte beim Mord-Prozess am Landgericht Ellwangen betont hat, seien die Intrigen seiner Mutter die Grundlage für sein Hass-Motiv und die Schießerei im Januar gewesen. Die Einsichten in Krankenakten, zu Untersuchungen des 27-Jährigen in der Vergangenheit sollen Klarheit darüber bringen, ob die Behauptungen des jungen Mannes, der die Tat in Rot am See bereits gestanden hat, auf nachprüfbaren Grundlagen fußen - oder ob er möglicherweise unter einer psychischen Krankheit leidet.

Die Aussagen eines Arztes, der im Mord-Prozess um die Geschehnisse in Rot am See am gestrigen Dienstag am Landgericht Ellwangen ausgesagt hat, zeichnen jedoch ein anderes Bild des Angeklagten: Der leitende Neurologe aus Lahr zieht Krankenunterlagen aus dem Jahr 2012 heran. Sein Urteil: Der Angeklagte leide mutmaßlich unter Migräne. Eine Untersuchung auf erhöhte Östrogen-Werte, die Bestandteil der Vergiftungen der Mutter gewesen sein sollen, habe - mangels Notwendigkeit - nicht stattgefunden. Das berichtet der SWR. Zeugen schildern die Mutter des 27-Jährigen - entgegen  der Darstellung des Angeklagten - als fürsorglich und liebevoll.

An diesem Mittwoch soll zur weiteren Klärung der Umstände um den Sechsfach-Mord in Rot am See das Gutachten eines Psychiaters am Landgericht Ellwangen zur Sprache kommen, der den Angeklagten untersucht hat. Laut Staatsanwaltschaft liegt bei dem 27-Jährigen möglicherweise eine paranoide Schizophrenie vor.

Rot am See: Prozess um Sechsfach-Mord - Hass-Schreiben des Täters schockiert

Update vom 7. Juli: Der Prozess gegen den mutmaßlichen Sechsfach-Mörder von Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall geht weiter - am heutigen vierten Prozesstag gelangen weitere Details des Familiendramas an die Öffentlichkeit. Am Dienstagnachmittag sollen Klinikärzte aussagen. Denn: Der 27-jährige Angeklagte sagte von Beginn an, dass Hass auf seine Mutter das Motiv für den Mord  gewesen sei - weil sie ihn mehrfach vergiftet habe. Ärzte einer Klinik müssten davon noch wissen.

Neben seiner Mutter habe der mutmaßliche Sechsfach-Mörder in Rot am See zudem seine Schwester als Komplizin der Mutter und den Vater umbringen wollen, da dieser ihr hörig gewesen sei. Das berichtet der SWR. In einem Schreiben, das der 27-Jährige wohl vor dem Familiendrama verfasst hatte, wird seine Mutter als Monster bezeichnet, das getötet werden müssen. Ebenso Vater und Schwester - "Brut" und "Diener" der Mutter.

Ermittler nach der Bluttat in Rot am See im Einsatz. 

Mutmaßlicher Mörder von Rot am See: Drei Angehörige seien dem Angeklagten "in die Waffe gelaufen"

Und mit diesem Plan schien es dem Angeklagten mehr als ernst gewesen zu sein. Ein geladener Sachverständiger des Landeskriminalamts bestätigte, dass die Tatwaffe "von guter Qualität" und neuwertig sei. Die verwendete Munition: Deformationsgeschosse. Diese Art von Munition richtet im Körper des Opfers einen "möglichst großen Schaden" an.

Doch warum mussten die anderen drei Angehörigen sterben? Der mutmaßliche Mörder sagte selbst vor Gericht, dass er den Tod seines Bruders, Onkels und seiner Tante nicht geplant habe. Er habe auf alles geschossen, was sich bewegte. Wie der SWR weiter berichtet, bestätigte das heute ein Polizist. Der Beamte hatte den Angeklagten noch am Tag der Bluttat vernommen. Die drei Verwandten seien dem 27-Jährigen wohl "in die Waffe gelaufen".

Mordprozess Rot am See: Mutter soll Angeklagten zuvor vergiftet haben

Update vom 6. Juli: Der vierte Prozesstag um den Sechsfach-Mord in Rot am See könnte neuen Schwung in die Gerichtsverhandlung bringen. Am morgigen Dienstag wird vor dem Landgericht Ellwangen Hinweisen nachgegangen, wonach der Angeklagte im Vorfeld der Bluttat "mehrfach" von seiner Mutter vergiftet worden sein soll. Dazu sollen nun Krankenhaus-Ärzte aussagen.

Diese Ärzte wurden von der Verteidigung benannt, wie der SWR berichtet. Hintergrund: Die Belege für eine mögliche Vergiftung des Mord-Angeklagten seien im Krankenhaus vernichtet worden - behauptet zumindest der 27-Jährige. Nun geht es darum, ob die Krankenhausärzte dies bezeugen. Denn das Mordmotiv des Mannes soll der Hass auf seine Mutter gewesen sein.

Mordprozess von Rot am See: Angeklagter wird von Rettungswagen abgeholt

Update vom 2. Juli: Am dritten Verhandlungstag ging es um den Tattag. Der Sechsfach-Mörder von Rot am See zeigte erstmals Emotionen während des Prozesses. Der Angeklagte gab wiederholt an, dass mit der Tat sein Leben abgeschlossen sei.  Während einer Sitzungspause brach er dann zusammen. Wie swr.de berichtet, hatte der 27-Jährige hyperventiliert und einen Weinkrampf bekommen. 

Er wurde mit einem Rettungswagen weggebracht. Es wird davon ausgegangen, dass das Verfahren wie geplant in der kommenden Woche fortgesetzt werden kann. 

Rot am See: Prozess um sechsfachen Mord - Notruf-Aufzeichnung schockiert

Update vom 1. Juli: Der Prozess um den Sechsfach-Mörder aus Rot am See geht heute weiter. Der Angeklagte tötete im Januar fast sechs seiner Familienangehörigen. Ihm wird sechsfacher Mord und zweifacher versuchter Mord vorgeworfen. Er gestand die Tat bereits zum Prozessauftakt am Montag.  

Unmittelbar nach der Tat wollte sich der damals 26-Jährige selbst töten - dazu habe er aber nicht den Mumm gehabt, sagte er am 29. Juni vor dem Landgericht in Ellwangen aus. Also stellte er sich, indem er den Notruf wählte.

Am dritten Prozesstag geht es um den Tattag. Dazu wurde im Beisein des zuständigen Notrufbeamten der aufgezeichnete Anruf angehört. Der mittlerweile 27-Jährige meldete sich nach dem brutalen Mord am Telefon sehr schwer atmend: "Ich habe blutrünstige Monster erschossen, die liegen in der Wohnung und draußen." Dem Beamten am Telefon gelang es den Sechsfach-Mörder in ein Gespräch zu verwickeln, sodass die Polizei ihn am Mittag des 25. Januars festnehmen konnte. Es wäre das heftigste Telefonat seines Lebens gewesen, erzählte der Beamte. 

Während das Gespräch abgespielt wurde, saß der Angeklagte mit tief gesenktem Kopf am Tisch. Als ein Video der Body-Cam eines Polizisten gezeigt wird, wie dieser am Tatort ankommt, die Leiche der Mutter entdeckt und seine Kollegen und Rettungskräfte weitere Leichen finden, schluchzt der Angeklagte tief auf und hat Tränen in den Augen - die Bilder der Opfer schaute er sich nicht an, berichtet swr.de.

Auch das Motiv kam heute erneut zu Ansprache. Der Verteidiger beantragte weitere Zeugenvernehmungen, wie Ärzte, die nach einem Krankenhausaufenthalt bezeugen könnten, dass im Blut des Angeklagten Substanzen gefunden wurden, die seine Mutter ins Essen gemischt haben soll. Diese Zeugen sollen nächste Woche angehört werden.

Der 27-Jährige erklärte zudem das den Hinterbliebenen ein mögliches Erbe seiner toten Eltern zustehe, vor allem seinen beiden Neffen, die er am Tattag verschonte. Einer der Nebenkläger fand dies unerträglich, weil das nur anfalle, weil er seine Eltern umgebracht habe. 

Prozess gegen mutmaßlichen Rot-am-See-Mörder: Zeugenaussage wirft Fragen auf

Update vom 30. Juni: Der Prozess gegen den mutmaßlichen Sechsfach-Mörder von Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall geht weiter - heute sagte eine Freundin der getöteten Mutter vor Gericht aus. Sie habe weder für den Hass des Angeklagten auf seine Mutter eine Erklärung noch wisse sie etwas von dem angeblichen Plan, dass die Mutter den Sohn hatte vergiften wollen. Das berichtet der SWR.

Die Aussagen der Freundin der Mutter werfen ein anderes Licht auf die Familienverhältnisse - und stehen in starkem Kontrast zu den Aussagen des Angeklagten. Die Familie habe sich liebevoll um den heute 27-Jährigen gekümmert. Doch warum musste die Mutter dann sterben?

Sechsfacher Mord in Rot am See: Gier als mögliches Motiv

Die Nebenklage deutete erneut an, dass sie Gier für ein mögliches Motiv halte. Denn: Die Geschwister hätten zu gleichen Teilen das Elternhaus erben sollen. Jetzt könnte der Angeklagte möglicherweise alleine erben - falls er für schuldunfähig erklärt wird.

Am Tag nach den tödlichen Schüssen in Rot am See auf sechs Menschen liegen Blumen und Kerzen vor dem Tatort.

Ein Urteil des Prozesses könnte bereits am 10. Juli fallen. Mehrere Zeugen sind noch geladen - zudem ein psychiatrischer Gutachter, der einschätzen soll, ob der mutmaßliche Sechsfach-Mörder zurechnungsfähig ist oder ob eine psychische Krankheit vorliegt.

Rot am See/Schwäbisch Hall: Prozess gegen mutmaßlichen Mörder am Gericht

Update, 29. Juni, 14.25 Uhr: Während des heutigen Prozesses gegen den mutmaßlichen Sechsfach-Mörder von Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall, der im Januar dieses Jahres seine engsten Familienangehörigen umgebracht haben soll, hat der Angeklagte 27-Jährige bereits am ersten Prozesstag am Landgericht Ellwangen gestanden. Und offenbar bereut der Student seine Tat auch - zumindest teilweise: "Ich wünschte, ich hätte es nicht getan", sagte der 27-Jährige laut dpa zum Prozessauftakt. 

Mutmaßlichen Sechsfach-Mörder von Rot am See: Angeklagter dachte an Selbstmord

Er sprach aber auch von "großen Unterschieden, was das Ausmaß der Reue angeht". So habe ihn seine Mutter vergiftet und misshandelt. "Meine Mutter hat für mich mein Leben zerstört." Aber er habe etwa gleich nach der Tat bereut, seinen Vater erschossen zu haben. Unmittelbar nach der Tat habe der 27-Jährige über Suizid nachgedacht. Er habe sich seine Waffe an den Kopf gehalten, den Gedanken dann aber schnell verworfen, weil er gemerkt habe, dass er nicht den Mumm habe, abzudrücken. Deshalb habe er dann den Notruf alarmiert.

Rot am See/Schwäbisch Hall: Prozess gegen mutmaßlichen Mörder am Gericht

Update, 29. Juni, 10.30 Uhr: Angeblich sei die Tat lange geplant gewesen. Er sei von seiner Mutter physisch und psychisch missbraucht worden. Weil er seine Eltern, Halbgeschwister und zwei weitere Verwandte - insgesamt sechs Menschen - erschossen haben soll, muss sich ein 27-Jähriger von diesem Montag an vor dem Landgericht Ellwangen verantworten. 

Dem Angeklagten wird aufgrund seiner Taten in Rot am See am 24. Januar dieses Jahres im Landkreis Schwäbisch Hall Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft soll der junge Mann 30 Schüsse auf seine Familie abgegeben haben. Ein Onkel und eine Tante konnten sich verletzt retten. Der mutmaßliche Sechsfach-Mörder hatte selbst die Polizei gerufen und war daraufhin festgenommen worden. Angebliche Misshandlungen seiner Mutter und Halbschwester sollen ihn zu der Tat getrieben habe.

Ermittler nach der Bluttat in Rot am See im Einsatz. 

Zum Auftakt des Prozesses am Landgericht Ellwangen sprach der Angeklagte an diesem Montag vor Gericht von einer Kindheit voller Leid: Seine Mutter habe ihn schon als kleinen Jungen misshandelt. Er sei bis zum Ende der Grundschule Bettnässer gewesen und habe bis zum Alter von etwa neun oder zehn Jahren Windeln getragen. Die Mutter habe ihn wegen seines Geschlechts verspottet. Sie habe sich zudem gewünscht, dass er ein Mädchen sei und habe ihm weibliche Hormone verabreicht.

Für den Prozess wegen des Sechsfachmordes in Rot am See im Landkreis Schwäbisch Hall soll auch ein psychiatrisches Gutachten des heute 27-jährigen Mannes in Auftrag gegeben werden. Möglicherweise liege eine paranoide Schizophrenie vor, erklärte die zuständige Staatsanwaltschaft. Insgesamt sind sieben Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt. Ein Urteil am Landgericht Ellwangen könnte bereits am 10. Juli fallen.

Rot am See/Schwäbisch Hall: Prozess wegen sechsfachen Mordes startet kommende Woche

Update vom 25. Juni: Rund fünf Monate sind vergangen, seit ein damals 26-Jähriger in Rot am See bei Schwäbisch Hall fast seine ganze Familie erschossen hat. Am Montag beginnt der Prozess wegen sechsfachen Mordes und zweifachen versuchten Mordes vor dem Landgericht in Ellwangen. Im Lauf des Prozesse sollen 41 Zeugen und drei Sachverständige dabei helfen zu klären, was am 24. Januar in Rot am See passiert ist.

Dabei soll auch geklärt werden, ob der 26-Jährige überhaupt schuldfähig ist oder etwa an einer paranoiden Schizophrenie leidet. Gegenüber den Ermittlern hatte der junge Mann laut der Stuttgarter Zeitung angegeben, die Tat lange geplant zu haben, da seine Mutter ihn in seiner Jugend sowohl physisch als auch psychisch missbraucht haben soll, außerdem habe sie versucht ihn zu vergiften. Ob dies sein Motiv war, muss während des Prozesses abschließend geklärt werden.

Sechsfach-Mord in Rot am See/Schwäbisch Hall: Ist das das Motiv des Täters?

Update vom 28. April: Knapp drei Monate ist es her, als ein 26-Jähriger bei einem Familientreffen in Rot am See bei Schwäbisch Hall fast seine komplette Familie auslöschte. Ihm wird sechsfacher Mord und zweifacher versuchter Mord vorgeworfen. Jetzt sprechen die Ermittler erstmals über ein mögliches Motiv, berichtet swr.de.

Der mutmaßliche Täter soll seit längerer Zeit geplant haben, seine Mutter und die Halbschwester wegen angeblicher Misshandlung zu töten. Vor seiner Tat hatte der Angeschuldigte sich, nachdem er in einen Schützenverein eingetreten war, eine Pistole vom Kaliber neun Millimeter gekauft.

Der Angeklagte sei stafrechtlich nicht vorbelastet. Die Taten habe er gestanden. Außerdem ist es möglich, dass der Sechsfach-Mörder unter einer paranoiden Schizophrenie leidet. 

Rot am See/Schwäbisch Hall: Prozess wegen sechsfachen Mordes startet im Juni

Update 22. April: Noch immer ist die Tat unbegreiflich: Am Freitag, 24. Januar, hat mutmaßlich ein 26-Jähriger in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall sechs Menschen in einem Gasthaus umgebracht. Der Prozess gegen den Angeklagten soll noch in diesem Sommer starten - und zwar am Montag, 29. Juni, wie ein Sprecher des Landgerichts Ellwangen an diesem Mittwoch sagte.

Der Angeklagte ist ein junger Mann, der mit den Schüssen seine Eltern sowie Onkel und Tante und zwei weitere Verwandte getötet haben soll. Zwei weitere Angehörige soll er zudem schwer verletzt haben, sodass sie zeitweise in Lebensgefahr schwebten. Die Zusammenkunft der Familie in dem Gasthaus der Eltern des Angeklagten in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall, die in der Katastrophe endete, fand offenbar wegen der anstehenden Beerdigung einer weiteren Person statt.

Der zur Tatzeit der Schüsse in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall 26-jährige Angeklagte hatte nach der Bluttat selbst die Polizei gerufen und war daraufhin festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord und versuchten Mord vor. Weitere Details zum Verfahren sollen laut Gericht Ende Mai folgen.

Der Sechsfach-Mörder ist seit Montag vor Gericht.

Nach Familienmord in Rot am See: Polizei will Mordmotiv nicht veröffentlicht

Update vom 13. Februar: Am 24. Januar war es in Rot am See zu einem furchtbaren Familienmord gekommen (wir berichteten): ein 26-Jähriger erschoss sechs Angehörige und verletzte zwei weitere schwer. Der mutmaßliche Täter sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.

Wie der SWR berichtet, habe sich der 26-Jährige gegenüber der Polizei zu seinem Mord-Motiv geäußert. Doch: Die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Polizei wollen diesen nicht veröffentlichen. Der Grund: Die Veröffentlichung des Motivs könnten "die weiteren Ermittlungen oder sogar die eventuelle Hauptverhandlung gefährden", so der SWR weiter. Im Vorfeld hatte die Polizei davon berichtet, dass der Tatverdächtige davon ausgegangen war, dass seine Familie ihn vergiften wolle.

Nach Familienmord: Großer Zulauf an Trauerfeier in Rot am See

Update vom 1. Februar, 17.26 Uhr: Nach Polizeiangaben kamen heute Mittag rund 1.000 Menschen zur Trauerfeier in die örtliche Veranstaltungshalle. Siegfried Gröner, der Bürgermeister von Rot am See, sagte, wie tieftraurig er darüber sei, wie so viele Menschen auf so tragische und brutale Weise hätten getötet werden können. Er kommentierte: "Welche Sinnlosigkeit!" Er fragte, wie dunkel es im Inneren eines jungen Menschen sein müsse, wenn dieser so hasserfüllt und kaltblütig sechs Menschen ermorde. Gröner resümierte: "Von jetzt auf gleich, ohne Vorwarnung, einfach so."

Nach Bluttat in Rot am See: Bevölkerung enger zusammengerückt

Bis auf den letzten Platz war das Forum in Rot am See heute Mittag um 13.30 zur Trauerfeier gefüllt. Pfarrer Matthias Hammer sagte, dass die Menschen im Ort nach der Tat enger zusammengerückt seien. Und der Bürgermeister betonte, dass es tröstlich sei, dass es nach dieser schlimmen Tat sehr viele Menschen gab, die spontan geholfen haben.

Nach Tragödie in Rot am See: Trauerfeier und Bestattungen

Update vom 1. Februar, 11.54 Uhr: Nach der grausamen Tat vor über einer Woche ist im Kreis Schwäbisch Hall heute große Trauer angesagt. Im Forum in Rot am See wird um 13.30 Uhr eine offizielle Trauerfeier abgehalten. Vier der sechs Opfer sollen laut Angaben der Polizei an jenem Tag auch bestattet werden. Nach Polizeiaussagen werden am Samstag die Eltern des 26-jährigen Täters bestattet, außerdem die Tante und der Onkel. 

Sechsfacher Familienmord in Rot am See: Täter sitzt in U-Haft

Der Täter sitzt währenddessen in Untersuchungshaft. Nach Polizeiangaben hat er sich dazu geäußert, warum er zur Waffe griff. Ein Polizeisprecher aber sagte, dass aufgrund der laufenden Ermittlungen, keine Angaben dazu gemacht werden könnten.

Nach Familienmord in Rot am See: Einbruch am Tatort

Update, 31. Januar: Was wollten die Unbekannten? Nachdem sich in Rot am See ein fürchterliches Blutbad ereignet hat, kehrt in dem Ort, der rund 75 Kilometer von Heilbronn entfernt ist, keine Ruhe ein. Jetzt muss die Polizei zusätzlich wegen eines Einbruchs am Tatort ermitteln. 

Wie die Südwestpresse berichtet, hebelten Unbekannte eine Nebentür mit Gewalt auf. Zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen ereignete sich die Tat. Auf zwei Stockwerken wurden wohl alle Räume und auch die Gaststätte durchsucht. In und an eben dieser wurden am vergangenen Freitag sechs Menschen erschossen. Zwei weitere wurden angeschossen und dabei schwer verletzt.

Ob etwas entwendet wurde, ist noch nicht bekannt. Die Einbrecher in Rot am See haben allerdings einen ordentlichen Sachschaden hinterlassen: Geschätzt werden rund 2.500 Euro.  

Familienmord in Rot am See bei Schwäbisch Hall: "Meine Eltern wollten mich vergiften"

Update vom 30. Januar: Nach der schrecklichen Tragödie in Rot am See bei Schwäbisch Hall ist die Gemeinde immer noch fassungslos über die Tat des 26-Jährigen. Der Tatverdächtige, der sich mittlerweile in Untersuchungshaft befindet, tötete fast seine ganze Familie: seine Eltern, seinen Onkel und dessen Frau und seine Stiefgeschwister. Aber was trieb den 26-Jährigen dazu eine Waffe in die Hand zu nehmen und sechs Menschen kaltblütig zu ermorden? 

Es gab Vermutungen, dass Erbstreitigkeiten in der Familie der Grund für die schreckliche Tat sein könnten. Jetzt gab die Polizei bekannt, dass der Schütze bereits kurz nach der Verhaftung über sein Motiv gesprochen haben soll, wie Bild.de berichtet. Was veranlasste also den Todesschützen dazu seine Familie auszulöschen? Der 26-jährige Tatverdächtige soll der Polizei gegenüber ausgesagt haben, dass seine Eltern ihn vergiften wollten und das schon als Kind. In dem Städtchen Rot am See bei Schwäbisch Hall scheint jedoch niemand diese Aussage zu bestätigen. 

Diesen Tag wird die Gemeinde Rot am See bei Schwäbisch Hall lange nicht vergessen. Sowie die schreckliche Tat in Güglingen bei Heilbronn vielen Menschen im Gedächnis bleiben wird. Denn nur wenige Stunden nach dem Familienmord ereignete sich ein weiteres Familiendrama in der Region. Ein 15-Jähriger soll von seinem Bruder getötet worden sein. Der Vater ging dazwischen und wurde dabei schwer verletzt.

Aber nicht nur in Güglingen und in Rot am See kam es zu einer schrecklichen Tat. Vor kurzem begann der Prozess um einen Schwert-Mörder aus Stuttgart. Der Täter erstach einen 36-jährigen Familienvater in Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof auf offener Straße mit einem Samuraischwert. Die 11-jährige Tochter des Opfers musste die schreckliche Bluttat mitansehen. Welches Motiv könnte einen Menschen zu so einer Tat verleiten? Im Fall vom Schwert-Mörder könnte es eine vermeitliche Vergewaltigung sein. 

Für die Opfer des Familienmordes: Trauerfeier geplant

Update 29. Januar: Sechs Menschen sterben, zwei sind schwer verletzt. Ein 26-jähriger Sportschütze schießt mit einer halbautomatischen Waffe in Rot am See um sich und richtet ein Blutbad an.

Nach dem Familiendrama in Rot am See wird es nun eine Trauerfeier geben. Im Forum in Rot am See wird am Samstag um 13.30 Uhr der Opfer des 26-jährigen Schützens gedacht, berichtet swp.de.

Rot am See / Kreis Schwäbisch Hall: Schützenverein ist "fassungslos"

Update vom 28. Januar, 14:30 Uhr: Mit einer halbautomatischen 9 Millimeter Luger Schusswaffe hat ein 26-jähriger aus Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall seine Eltern, einen Onkel, eine Tante und zwei Stiefgeschwister nach ersten Erkenntnissen kaltblütig ermordet

Laut Vereinsangaben war der mutmaßliche Todesschütze seit drei Jahren Mitglied im Schützenverein Rot am See-Beimbach. Dieser hat sich jetzt zu Wort gemeldet. „Fassungslos stehen wir, die Vorstandschaft des Schützenvereins Beimbach und unsere Mitglieder, vor den Ereignissen in Rot am See.", erklärt der Schützenverein in seiner Stellungnahme. Zuvor hatte die Südwestpresse sowie der SWR die Stellungnahme zitiert.

Schützenverein Rot am See-Beimbach: Todesschütze war "stets hilfsbereit und freundlich"

Der Verein habe den Tatverdächtigen als zurückhaltenden Menschen kennengelernt, der pflichtbewusst seinen Aufgaben nachging und stets hilfsbereit und freundlich war. Sein Onkel habe ihn wohl lange Zeit zum Training gefahren und auch wieder abgeholt, erklärt der Verein in seiner Stellungnahme.

Der Verein könne nicht fassen, "was (im Tatverdächtigen) vorgegangen sein muss. Die Gedanken von Vorstand und Mitgliedern seien bei den Hinterbliebenen und Trauernden".

Rot am See/ Kreis Schwäbisch Hall: Todesschütze äußert sich zu Vorwürfen

Update vom 28. Januar: Nach dem Blutbad in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall am Freitag sitzt der Todesschütze in Untersuchungshaft. Inzwischen hat er sich, laut Polizei, zu den Vorwürfen geäußert. Er habe auch erklärt, warum er zur Waffe griff. Weitere Details konnte die Polizei aus Ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben. Er löschte seine Familie fast komplett aus, tötete Mutter und Vater, einen Onkel, eine Tante und zwei Stiefgeschwister. Zwei weitere Verwandte erlitten durch den 26-Jährigen ebenfalls Schussverletzungen und kamen nur knapp mit dem Leben davon. 

Die zwei Kinder der Halbschwester, seine zwölf und 14 Jahre alten Neffen, hatte der Tatverdächtige verschont. Er hat sie offenbar aufgefordert wegzurennen. Die zwei Jungen konnten sich bei der Tat bei Nachbarn retten. Mittlerweile sind die beiden traumatisierten Kinder bei ihrem Vater. Dieser reiste am Tag der Tat so schnell wie möglich aus Freiburg nach Rot am See, wie die Stuttgarter Nachrichten in der Ausgabe vom 28. Januar berichten.

Die Tat des 26-Jährigen hat viele Einwohner der Gemeinde erschüttert. Der Vater des Schützen betreibte die Gaststätte "Deutscher Kaiser", die am Freitag zum Tatort wurde. Viele kannten ihn dort. Auch die anderen Opfer waren in der Gemeinde bekannt. Der Schwager des Wirts engagierte sich ehrenamtlich. Der Tatverdächtige hingegegen galt als introvertiert und lebte eher zurückgezogen. Er war erst vor wenigen Jahren wieder bei dem Vater eingezogen. Die Familienmitglieder hatten sich in der Gaststätte in Rot am See getroffen, um gemeinsam zu einer Beerdigung nach Ostdeutschland zu fahren - dort kamen sie jedoch nie an.

Rot am See/ Kreis Schwäbisch Hall: Tatverdächtiger vernommen - Erbstreitigkeiten als Motiv?

Update vom 27. Januar, 14.30 Uhr: Der 26-Jährige Tatverdächtige, der am Freitag sechs Angehörige in Rot am See tötete wurde nun von der Polizei vernommen. Er hat offenbar auch Angaben zu seinem Motiv gemacht. Dazu kann die Polizei jedoch bislang keine Angaben machen, berichtet tag24.de

Laut Bild wollte sich die Familie am Freitag in Rot am See treffen, um Familienangelegenheiten zu klären. Es könnte sich dabei um Erbstreitigkeiten gehandelt haben. Die Halbgeschwister des Tatverdächtigen, sowie die Großeltern der Kinder reisten aus dem Landkreis Offenburg an. 

Die Obduktion der Leichen ist soweit abgeschlossen. Das Ergebnis: Die sechs Opfer starben an den Schussverletzungen. Ein 68-jähriger Mann, der am Freitag schwer verletzt wurde, ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Wie swr.de berichtet, soll die Tatwaffe eine halbautomatische 9 Millimeter Luger gewesen sein. Der Sportschütze hat seit 2019 eine Berechtigung für diese Waffe und soll sie am Mittwoch, zwei Tage vor der Tat, in Nürnberg gekauft haben. 

Nach Blutbad in Rot am See: Staatsanwaltschaft will sich heute äußern

Update 27. Januar, 11 Uhr: Ein 26-jähriger tötet am vergangenen Freitag sechs Angehörige mit einer halbautomatischen Waffe. Mittlerweile sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt. 

Wie der SWR berichtet, wird die Staatsanwaltschaft voraussichtlich im Laufe des Tages ihre Ermittlungsergebnisse vorstellen.

Nach Schüssen in Rot am See: Verletzter weiterhin in Lebensgefahr

Update, 27. Januar: Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Rot am See schwebt ein angeschossener Mann immer noch in Lebensgefahr. An dem kritischen Zustand des 68-Jährigen habe sich nichts verändert, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. 

Eine Frau, vermutlich die Ehefrau des Schwerstverletzten, wurde ebenfalls wegen Schussverletzungen im Krankenhaus behandelt.

Tatverdächtiger soll in Rot am See mit halbautomatischer Waffe geschossen haben

Ein 26-Jähriger soll in dem kleinen Ort im Nordosten Baden-Württembergs am Freitag seine Eltern, einen Onkel, eine Tante und zwei Stiefgeschwister erschossen sowie die beiden weiteren Verwandten angeschossen haben. 

Die Polizei gab nicht bekannt, ob der in Untersuchungshaft sitzende Mann sich zu den Vorwürfen des sechsfachen Mordes und des zweifachen versuchten Mordes geäußert hat. Der Sportschütze soll mit seiner halbautomatischen Waffe überdies zwei Jungen (12 und 14) bedroht haben. Diese brachten sich bei Nachbarn in Sicherheit.

Die Ermittlungen zu dem Fall gehen weiter. Die Beamten wollen nach Motiven für das Verbrechen suchen. Auch der Anlass für das Aufeinandertreffen der Verwandten in Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher. Nach dpa-Informationen war der Hintergrund die für Samstag geplante Beerdigung der Großmutter des 26-Jährigen mütterlicherseits in Sachsen. Wie die Bild am Sonntag berichtete, fand die Beisetzung in Schwepnitz statt.

Der mutmaßliche Täter hatte am Freitag der Polizei die Tat gemeldet. Er wurde kurz darauf vor dem Gebäude festgenommen, in dem und vor dem zwei beziehungsweise vier Leichen entdeckt wurden. Der Mann, der in dem Haus mit seinem Vater lebte, war bislang strafrechtlich nicht aufgefallen. Der Deutsche ließ sich ohne Widerstand festnehmen.

Nach Blutbad in Rot am See: Richter erlässt Haftbefehl - Tatverdächtiger in Haft  

Update vom 26. Januar: Der Todesschütze von Rot am See bei Schwäbisch Hall ist nun in Haft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Samstag einen Haftbefehl gegen den Todesschützen in Rot am See bei Schwäbisch Hall. Der Vorwurf: Sechsfacher vollendeter Mord und versuchter Mord in zwei Fällen. Die zuständigen Beamten setzten den Haftbefehl sofort in die Tat um. Der Beschuldigten befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Dem 26-jährigen Tatverdächtigen wird vorgeworfen am Freitag, 24. Januar seine beiden Eltern, seine Stiefgeschwister, sowie eine Tante und einen Onkel getötet zu haben. Die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Ellwangen dauern an.

Nach der grausamen Tat in Rot am See bei Schwäbisch Hall nahm die schreckliche Gewalt kein Ende. Denn: Am Samstag wurde in einem Wohnhaus eines Aussiedlerhofs bei Güglingen ein 15-jähriger Junge getötet. Der Bruder und der Vater kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Wieder Schüsse in Rot am See: 38-Jähriger festgenommen

Update vom 25. Januar, 17.33 Uhr: Gegen 10.45 meldeten Anwohner, dass ein Mann mit einer Schusswaffe Schüsse abgegeben habe. Danach verbarrikadierte sich der 38-Jährige in seiner Wohnung. Die alarmierten Polizeikräfte umstellten das Gebäude daraufhin. Da eine Kontaktaufnahme nicht möglich war, wurde der 38-Jährige von Kräften des SEK in seiner Wohnung festgenommen. Da er sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er auf richterliche Anordnung in eine Spezialklinik gebracht. In der Wohnung des Mannes wurden mehrere Schreckschuss- und Druckluftwaffen gefunden. 

Rot am See: schon wieder Schüsse gemeldet

Update vom 25. Januar, 13.40 Uhr: Nach der grausamen Tat gestern kehrte in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall keine Ruhe ein. Gegen 10.45 wurden Schüsse gemeldet. Ein Mann soll sich in einer Wohnung verschanzt haben. Vom SEK wurde der Mann festgenommen. Hierbei blieb er unverletzt. Über sonstige Verletzte liegen keine Informationen vor. Laut Polizei gebe es keinen Zusammenhang zu dem Verbrechen gestern. Auch sei unklar, ob die gemeldeten Schüsse aus einer Waffe kamen. Möglich sei, dass ein Trittbrettfahrer die Aufmerksamkeit auf sich habe ziehen wollen, sagte ein Polizeibeamter.

Nach Tragödie in Rot am See: Bürgermeister geschockt über Tat

Update vom 25. Januar, 12.27 Uhr: Gegenüber der Stuttgarter Zeitung äußerte sich der Bürgermeister von Rot am See, Siegfried Gröner, nach der entsetzlichen Bluttat gestern. Er habe den Schützen direkt nach der Tragödie noch gesehen. Die Trauer in der Stadt sei groß. Gröner sagte: Es ist unfassbar, ich kann das alles nicht verstehen." Völlig teilnahmslos und introvertiert sei der Schütze bei der Festnahme gestern Nachmittag gewesen. "Da hat sich überhaupt nichts angedeutet", betonte der parteilose Bürgermeister gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

Nach Bluttat in Rot am See: Trauergottesdienst in Planung

Gröner bestätigte, dass es sich bei den Toten um die Eltern des 26-Jährigen handelten. Über viele Jahre hatte der 65-jährige Vater die Kneipe "Deutscher Kaiser" betrieben. Sehr beliebt sei er in der Gemeinde gewesen. Die getrennt lebende Mutter sei zu Besuch da gewesen: gemeinsam mit ihren zwei erwachsenen Kindern aus einer früheren Beziehung. Zwei Jugendliche, zwölf und 14 Jahre alt, konnten vom Tatort fliehen. Es handelte sich um die Kinder der Stiefschwester des Schützen. 

Zu den Toten zählten zudem der Bruder des Wirts und dessen Frau. Sie waren 69 und 62 Jahre alt und wohnten nur wenige Häuser weiter. Ein Trauergottesdienst sei geplant, so Gröner. Kommenden Montag werde er sich mit den Gemeinderäten und den Kirchenvertretern hierüber beraten.

Rot am See/Schwäbisch Hall: 26-Jähriger tötet sechs Angehörige und lässt sich festnehmen

Update vom 24. Januar, 20.58 Uhr: Nach der schrecklichen Tat in Rot am See, rief der Tatverdächtige die Polizei an. Wenige Minuten später traf diese ein und nahm den 26-Jährigen widerstandslos fest

Er erschoss sechs Menschen - darunter seinen 65 Jahre alten Vater und seine 56-jährige Mutter. Das Verwandtschaftsverhältnis der weiteren Opfer - zwei Männer und zwei Frauen - muss noch ermittelt werden, berichtet tz.de.

Der Schütze bedrohte auch zwei Jugendliche im Alter von 12 und 14 Jahren. Der 26-jährige Beschuldigte hatte bisher keine Vorstrafen. Am Samstag soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei war mit 100 Kräften, bestehend aus Schutz- und Kriminalpolizei, im Einsatz.

Blutbad in Rot am See: Die meisten Opfer sollen mit dem Täter zusammengewohnt haben

Update vom 24. Januar, 19.27 Uhr:  Zum Motiv des 26-Jährigen, der seine Eltern und Verwandten am Freitagmittag in der Gemeinde Rot am See tötete, kann die Polizei bislang keine Angaben machen. Der Schütze hatte auch, als er bei der Polizei die Tat telefonisch meldete, keinen Grund  genannt. Derzeit befindet sich der Tatverdächtige auf der Dienststelle. Sobald der Rechtsanwalt des 26-Jährigen da ist, kann eine Befragung durchgeführt werden. Laut der Polizei konnte aber wohl schon ein "geordnetes Gespräch" mit ihm geführt werden, berichtet tz.de.

Die Tat ereignete sich am Wohnort des 26-Jährigen. Vier der Opfer hatten mit dem Schützen im Gebäude zusammengewohnt. Zum Auffindungsort der Leichen hatte die dpa sich auf Polizeiangaben berufen. So sollen zwei Leichen im Gebäude gefunden worden sein, vier weitere davor. 

Rot am See/Schwäbisch Hall: 26-Jähriger richtet Blutbad an - neue Details

Update vom 24. Januar, 17.43: Am Freitag, gegen 12.45 Uhr fielen in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall mehrere Schüsse. Die Polizei hatte dazu eine Pressekonferenz um 17 Uhr im Rathaus von Rot am See einberufen. 

Nach dem neusten Ermittlungsstand ist nun bekannt, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 26-Jährigen handelt, der einen Waffenschein besitzt. Laut der Polizei Aalen soll der Mann ein Sportschütze sein. Die Tatwaffe sei eine halbautomatische Kurzwaffe mit Kaliber neun Millimeter gewesen. Nach der Tat soll er selbst die Polizei telefonisch darüber informiert haben.

Der Täter tötete sechs Menschen und verletzte zudem weitere. Die Polizei gehe von einem Familiendrama aus, heißt es in der Pressekonferenz. Bei den erschossenen Personen handelt es sich um drei Männer und drei Frauen. Die Männer sollen 36, 65 und 69 Jahre alt sein, die Frauen 36, 56 und 62. Unter den Opfern sollen neben Verwandten auch Mutter und Vater des Täters sein, berichtet dpa.de. 

Schüsse in Rot am See: Pressekonferenz verschoben

Update vom 24. Januar, 16.30 Uhr: Die angekündigte Pressekonferenz, die um 16.30 Uhr im Rathaus von Rot am See stattfinden sollte, wurde nun auf 17 Uhr verschoben, teilte die Polizei Aalen über Twitter mit.

Rot am See: Mindestens sechs Menschen tot 

Update vom 24. Januar, 16 Uhr: Nach dem neusten Ermittlungsstand sollen sechs Menschen durch die Schüsse in Rot am See ums Leben gekommen sein. Die Todesopfer sollen vor und in einer Gaststätte in der Bahnhofstraße gelegen haben. Nach Angaben der Polizei wird vermutet, dass es sich dabei um eine Beziehungstat handelt. Es soll ein Beziehungsverhältnis zwischen Täter und Opfer vorliegen, berichtet tz.de

Nähere Einzelheiten zur Tat soll die Polizei auf einer Pressekonferenz um 16.30 Uhr im Rathaus von Rot am See bekannt geben. 

Rot am See: Schüsse fallen - Polizei berichtet von mehreren Toten 

Erstmeldung vom 24. Januar 14.47 Uhr: In Rot am See im Landkreis Schwäbisch Hall sind vor wenigen Stunden Schüsse gefallen. Nach Polizeiangaben sind wohl mehrere Menschen entweder schwerverletzt oder gestorben.

Zu möglichen Hintergründen äußerten sich die Ermittler zunächst nicht. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden.

Mehr Informationen folgen im Kürze.

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Rubriklistenbild: © Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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