Der Karlsruher gastiert im Bad Rappenauer Kurhaus

Bildershow: Spitzen-Kabarett mit Gunzi Heil

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George Michael sang von Organhandel und Winnetou war der Erfinder der modernen Technik.

Machen wir uns doch nichts vor: Der moderne Mensch hat die Steinzeit noch laaange nicht überwunden. Man denke nur an Politiker wie Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier. Der genialste Kopf des 20. Jahrhunderts war ein Stein. Und dieser Albert hieß auch noch so. Gerade in der vergangenen Woche haben die rollenden Steine um Mick Jagger und Keith Richards ihre Live-Daten bekanntgegeben. Und überhaupt gilt ja nicht nur im Wasser: Je größer der Stein, desto größer der Plumps.

Bildershow: Spitzen-Kabarett mit Gunzi Heil

Doch bei Gunzi Heil ist bei Weitem nicht alles hart und kantig - auch wenn er bei seinem Auftritt am Freitag-Abend im Kurhaus in Bad Rappenau über zweieinhalb Stunden jede Menge Humor-Spitzen verteilt. Der Puppenspieler, Kabarettist, Liedermacher und Multi-Instrumentalist ist nicht nur am Flügel, an der Melodica, an der Gitarre und an der Mundharmonika ein Virtuose, sondern hat sich auch über seinen Auftrittsort jede Menge Gedanken gemacht.

So macht der Riese mit dem wallenden, engelsblonden Haar klar: Es ist kein Wunder, dass Bad Rappenau eine Kurstadt ist. Denn gegen wehklagende "Au"-Rufe hilft ja immer ein erholsames Bad. Und auch die Vulpius-Klinik und lokale Sanitätshäuser werden bei Heil zu den Handlungsorten seiner amüsanten Geschichten. Der Kleinkunstpreis-Gewinner spult kein auswendig gelerntes Programm von der Stange herunter, sondern holt seine 200 Zuschauer dort ab, wo sie sich am besten auskennen: in ihrer alltäglichen Umgebung.

Wie gefällt euch der Humor von Gunzi Heil?

Von der Steinzeit springt Heil direkt in die Gegenwart und erklärt, was eigentlich offensichtlich, aber bislang kaum jemandem aufgefallen ist: "Wussten Sie, dass 'Last Christmas' kein Liebeslied, sondern ein Song über Organhandel ist? George Michael singt darüber, dass sein Herz vergeblich reihum transplantiert wird." Eher pfui als besinnlich!

Und außerdem basiert die moderne Technik auf Winnetou: Denn der hat mit seinem Ritual der Blutsbruderschaft die erste Schnittstelle erschaffen. Und sein anschließendes "Howgh" ist die Vorstufe zum heutigen Know-how gewesen. Das Resultat: vergnügtes Lachen und tosender Applaus im Bad Rappenauer Kurhaus.

"Es war einfach sagenhaft", erklärt Christel Lörincz aus Bad Rappenau-Babstadt. "Mir hat besonders gefallen, wie Gunzi Heil auf die Eigenheiten in unserer Region eingegangen ist. Vom Lachen tut mir alles weh." Und auch Susana Hemmann aus Bad Rappenau ist restlos begeistert: "Der Abend war sehr kurzweilig. Ganz toll fand ich sein Puppenspiel mit den bekannten Fernseh-Figuren Äffle und Pferdle." 

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