Über 100 Überprüfungen an einem langen Nachmittag

Großkontrolle: Polizei und Zoll räumen an der A6 auf 

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Drogen, Medikamente, ungesicherte Ladung oder illegaler Aufenthalt - bei der gestrigen Großkontrolle hatten die Behörden einiges zu tun.

Bei der Großkontrolle an der A6 weiß man am Mittwochnachmittag kaum, wo man zuerst hinschauen soll. Polizei, THW und Zoll sind im Einsatz. Ein Lkw ist mit zu viel Ladung unterwegs, ein Autofahrer steht unter Betäubungsmitteln und hat auch noch eine Portion im Kofferraum, bei einer Familie wird ein illegaler Aufenthalt in Deutschland festgestellt - und dann ist noch lange nicht Feierabend. 

Großkontrolle: Polizei und Zoll räumen an der A6 auf 

Drei Schwerpunkte

Carsten Diemer, Pressesprecher der Polizei Heilbronn erklärt: "Diese Großkontrollen haben drei Schwerpunkte: überregionale Kriminalität bekämpfen, Alkohol- und Drogenüberprüfung und die Schwerverkehrskontrolle." 

Ein Lkw überschreitet an diesem Tag die zugelassen Länge der Ladefläche. Dadurch kann er zwei Autos mehr aufladen. Nach der Kontrolle rechnet sich das allerdings nicht mehr. Denn dieser Verstoß wird teuer. 

Ein Mann wird zur Kontrolle gebeten. Er soll auf einem Bein stehen und schwankt. Er räumt ein, gekifft zu haben und rückt auch seinen Vorrat heraus. 

Viele Fahrer werden an diesem Tag auf ihre Fahrtauglichkeit geprüft. Ein Mann mit Berliner Kennzeichen räumt sofort ein, gekifft zu haben und rückt auch seinen Vorrat widerstandslos heraus. Der Schnelltest der Beamten bestätigt seine Aussage. 

Zur Kasse gebeten wird ein junger Mann. Er ist aus Rumänien unterwegs und hat ein paar Zigarettenschachteln zu viel im Gepäck. "Die darf er gleich vor Ort nachversteuern und dann weiterfahren", erklärt ein Zoll-Mitarbeiter. Aber das hat doch jetzt eine ganze Weile gedauert? "Am längsten dauert hierbei tatsächlich der Papierkram."

Hunde im Einsatz

Achtung, jetzt kommt auch eine Spürnase zum Einsatz. Nachdem ein Drogentest beim Fahrer eines Kleinbusses aus Albanien eine Restmenge Betäubungsmittel anzeigt, geht die Fahrt für die Gruppe nicht weiter. Ein Rauschgift-Spürhund schnüffelt sich zwischen ausgeladenem Gepäck hindurch. Dann inspiziert er auch das innere des Wagens. Nichts. Die Passkontrollen ergeben allerdings, dass der Fahrer bereits aus Deutschland ausgewiesen wurde und sich hier nicht aufhalten darf. Die Reise-Gruppe muss ohne ihn weiterfahren.

Über 100 Kontrollen

Mit 34 Beamtinnen und Beamten der Polizei, zehn Kontrolleuren vom Zoll, sowie zahlreichen Angehörigen vom THW Sinsheim startete die Verkehrspolizeidirektion Weinsberg die großangelegte Kontrollaktion auf dem Parkplatz Bauernwald der Autobahn 6, zwischen Bad Rappenau und Sinsheim in Fahrtrichtung Mannheim. 

Im Rahmen der Kontrolle wurden über 100 Personen und circa 90 Fahrzeuge kontrolliert. Drei Fahrzeugführer standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und mussten nach de Abgabe einer Blutprobe auch ihr Fahrzeug stehen lassen. Ein Autotransporter hatte die zulässige Länge seines Gespanns überschritten was ihm ermöglichte, zwei Neuwagen mehr zu laden. Ihn erwartet eine saftige Geldstrafe. Ein Pärchen aus Österreich muss mit einer Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und dem Ermächtigen hierzu rechnen. Der Fahrer eines hochwertigen Porsches staunte ebenfalls nicht schlecht als ihm mitgeteilt wurde, dass die an dem Sportwagen angebrachten Kennzeichen in Deutschland nicht zulässig sind. Auch für ihn hieß es zunächst Fahrtende. 

Zwei Verstöße gegen das Waffengesetz und die Festnahme eines Albaners, der sich unerlaubt in Deutschland aufhielt, rundeten das Kontrollergebnis aus strafrechtlicher Sicht ab. Die ebenfalls anwesenden Schwerlastkontrolleure brachten insgesamt 12 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten der Lasterfahrer zur Anzeige. Zudem gab es noch einige Verstöße gegen die Anschnallpflicht. Ein Mitfahrer eines Kleintransporters saß sogar ohne Sitz im Ladebereich des Gefährts. 

Das Polizeipräsidium Heilbronn ist zufrieden mit dem Kontrollergebnis auf der stark befahrenen Ost-West Route, der Autobahn 6, und kündigt in der nun folgenden dunklen Jahreszeit weitere intensive Kontrollen an.

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