Premiere von "Die Blaue Maus" am 16. Juni

Freilichtspiele Neuenstadt: So geht's in die Zukunft

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Allein in der Bühnenkulisse stecken mehr als 1.300 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Erst kommt der Parkplatzanweiser, dann die Ticketabholung - und bevor der Blick in aller Ruhe über die Kulisse schweift, bekommen die Besucher der Freilichtspiele Neuenstadt ein freundliches "Hier entlang, bitte" zu hören. "Die Bühne ist bei Weitem nicht das Erste, was die Zuschauer zu Gesicht bekommen", sagt Antje Leverenz-Bätz von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Freilichtspiele. "Zuerst kommt die freundliche Begrüßung der Serviceleute."

Das Theaterstück ist nur die Spitze des Eisbergs. Ein Stück vom Ganzen, sozusagen. Bei der diesjährigen Boulevard-Komödie "Die Blaue Maus" stehen nur 15 Leute auf der Bühne. Insgesamt sorgen fast 100 Menschen - seit Jahresbeginn - für das Gelingen der 24 Aufführungen zwischen 16. Juni und 30. Juli.

Freilichtspiele Neuenstadt: So geht's in die Zukunft

"Das ganze Team läuft wie eine gut geölte Maschine", sagt Spielbetriebsvorstand Lars Tönnies. "Die Leute verbringen den Feierabend und die Wochenenden hier." Textproben, Bühnenarbeit, Maske... und alles ehrenamtlich. Allein in der diesjährigen Bühnenkulisse stecken mehr als 1.300 Stunden Arbeit. Leverenz-Bätz: "Das ist ein Wert von fast 30.000 Euro. Ohne Material." 

Der Run auf die Tickets ist auch in diesem Jahr wieder groß. Wer dabei sein und eine der gut 21.000 Karten will, muss sich sputen. Leverenz-Bätz: "Viele kaufen Tickets - und fragen erst danach: 'Sagt mal, was spielt ihr eigentlich?'" Publikum und Ensemble vertrauen auf die jahrelang gewachsene Qualität.

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Ausruhen auf dem Erreichten? Is' nicht! Denn: In diesem Jahr übernimmt erstmals ein Profi-Duo die Regie: Cosima Greeven und Christian Marten-Molnár. "Die beiden zeigen uns viele neue Facetten und Details der Figuren - und man denkt: 'Wow, so hab' ich den Charakter noch gar nicht gesehen!'" Denn: "Die blaue Maus" ist Boulevardtheater - und damit psychologischer als die Inhalte in der Vergangenheit der Freilichtspiele.

Den leichten Stoffen bleiben die Neuenstadter auch in der 60. Spielzeit treu. Leverenz-Bätz: "Die Leute wollen einfach einen unterhaltsamen Abend bei uns verbringen und 90 Minuten herzlich lachen." Und damit belegen die Freilichtspiele eine Nische in der Region, die jedes Jahr neue Besucherrekorde aufstellt. Die Mischung aus wildromantischem Ambiente, lustigem Verwechslungsspiel und Amateur-Darstellung voller Herzblut macht's möglich.

Der Blick geht in die Zukunft. Tönnies: "Aus unserer Jugendarbeit rücken Talente nach und spielen auch im Sommerstück mit." Und das neu gebaute Verkaufshaus ersetzt den alten Bretterschuppen, an dem die Besucher bislang ihre Karten abgeholt haben. Leverenz-Bätz: "Das ist ein weiterer Beitrag zur Barrierefreiheit." Genauso wie das alljährliche Bühnenprogramm: Einfach spaßige Unterhaltung - für alle und jeden.

Information

Tickets gibt es online - und zwar hier.

Offizielle Stückbeschreibung "Die Blaue Maus"

Ein humorvoll-heiteres Sittenbild aus den Zwanziger Jahren

Martin Werner hat es wirklich nicht leicht: während seine Frau und Schwiegereltern eine Reise unternehmen, soll er sich um die Mitgliedschaft bei dem exklusiven Herrenclub "Die Artusritter" bemühen. Doch stattdessen zieht er lieber mit seinem Freund Gustl bis in die frühen Morgenstunden durch die Kneipen.

Als die Reisenden vorzeitig zurückkehren, Martin eine Vorladung der Polizei wegen unsittlichen Verhaltens in der vergangenen Nacht bekommt und der Portier des zwielichtigen Nachtclubs "Die Blaue Maus" ihn zu sprechen wünscht, gerät er vor Frau und Schwiegereltern in Erklärungsnot. Aber auch bei seinem Schwiegervater ist nicht alles so, wie es den Anschein hat.

Als eine angebliche Tochter auftaucht, die sich als Mann entpuppt, beginnt ein urkomisches Durcheinander. Ein humorvoll-heiteres Sittenbild aus den Goldenen Zwanziger Jahren, in denen man es mit der bürgerlichen Moral nicht mehr so ganz genau nahm.

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