AOP starten Crowdfunding-Projekt und nehmen im November Live-CD auf

Größte Rockband der Region ist zurück

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AOP aus Bad Wimpfen sind wieder da (von links): Chris Stephan (Schlagzeug), Oliver Pfleger (Gesang, Gitarre) und Philipp Schreiber (Gesang, Bass).
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Sie spielten bei "Rock am Ring", auf dem "Southside"-Festival und vor 500.000 Menschen in Berlin. Jetzt gibt's ein Comeback beim "Geschrubb und Geschepper"-Festival.

Die Bandhomepage zeigte zuletzt nur den Satz "Stay tuned" ("Bleibt dran") - und die Fotos und Andeutungen auf der offiziellen Facebookseite lassen vermuten: Das war's noch lange nicht mit AOP (ehemals: AndiOliPhilipp). Wie denn auch? Wer das Rock-Trio 2015 auf dem "Geschrubb und Geschepper"-Festival ("GuG") in Bad Rappenau erlebt hat, dem sind Hymnen wie "Mutter Theresa" und "Dein Radio" noch heute im Ohr. Nach der Trennung 2013 war der Auftritt vor knapp zwei Jahren das erste Lebenszeichen der Bad Wimpfener. Bis jetzt.

Größte Rockband der Region ist zurück

"Der Gig beim 'GuG' war beeindruckend. Die Halle war voll, und wir waren überrascht, wie viele noch unsere Texte auswendig konnten", sagt AOP-Bassist und Sänger Philipp Schreiber. "Wir hatten Bock, mal wieder auf der Bühne zu stehen und zu schauen, was passiert." Bis zur Bandtrennung hatten die Jungs zehn Jahre lang Musik gemacht. Schreiber: "Nach dem AOP-Ende hat uns allen was gefehlt." Und den Rockfans - nicht nur aus der Region - ebenfalls: "Viele haben uns angeschrieben und gemeint: 'Ey, gebt endlich mal wieder Gas!'"

Rückblick: An mangelndem Erfolg lag es auch nicht, dass sich AOP vor vier Jahren aufgelöst hat. Schließlich spielten die Deutschpunker auf Festivals wie "Rock am Ring", dem "Hurricane", dem "Southside" sowie am Tag der Deutschen Einheit 2009 vor 500.000 Menschen am Brandenburger Tor in Berlin. Dazu gewann AOP mehrere Nachwuchspreise. Schreiber erklärt: "Der Businessbereich hatte irgendwann die Oberhand gegenüber der Musik. Wir hatten große Aufnahmebudgets - und das hat einen wahnsinnigen Druck erzeugt. Der Spaß blieb auf der Strecke." Und dann war Schluss.

Was sagt ihr zur Rückkehr von AOP?

"Seit Januar proben wir wieder. Und wir fühlen uns besser als je zuvor", erklärt Schreiber. Ganz ohne Druck geht's jetzt erstmal auf die Bühne - und zwar dort, wo die Stimmung schon vor zwei Jahren übergekocht ist: Auf dem "Geschrubb und Geschepper" in der Mühltalhalle in Bad Rappenau am 18. November. Und dieser Auftritt soll was Besonderes werden. Schreiber: "Wir werden beim 'GuG' unsere erste Live-Platte aufnehmen."

Ohne Plattenfirma im Rücken, fallen da eine Menge Kosten an. "Daher haben wir ein Crowdfunding-Projektauf der Plattform Startnext ins Leben gerufen." Wer AOP unterstützen möchte, kann die Live-CD "Vor ein paar Jahren" von Chris Stephan (Schlagzeug), Oliver Pfleger (Gesang, Gitarre) und Philipp Schreiber vorab bestellen, ein Ticket zur offiziellen Release-Party ergattern oder die Band für ein privates Wohnzimmerkonzert buchen. 19 Dankeschöns stehen zur Auswahl. Bis Ende September sollen 13.500 Euro zusammenkommen.

Und wie geht's nach dem 'GuG' weiter? Schreiber: "Wir sind entspannt, aber auch gespannt. Gerade buchen wir eine Tour - und auch Anfragen kleiner Festivals für Headliner-Slots kommen immer wieder rein. Wir sind froh, ganz ohne Druck aufspielen zu können."

Auf dem 'GuG' am 18. November teilen sich AOP mit sechs anderen Bands wie Cantus Levitas und Annisokay die Bühne. "Musikalisch haben wir dieses Jahr eine breite Auswahl an Bands: Rockiges, Punkiges aber auch Metallisches", sagt "GuG"-Mitorganisator Domenic Feuchter.

Das Besondere: Seit April dieses Jahres agieren die "GuG"-Macher als Verein. Unter dem Namen "Initiative für Jugendkulturförderung Bad Rappenau" engagieren sich sieben junge Leute für ein bunteres Leben in der Kurstadt. Feuchter: "Unser Fokus liegt  auf Musikveranstaltungen wie dem 'GuG'-Festival. Wenn sich der Verein etabliert hat, möchten wir aber noch mehr Events veranstalten, Bands unterstützen, aber auch andere Projekte starten, die nicht unbedingt was mit Musik zu tun haben. Da sind wir für alles offen." Und das Beste: Jeder kann dem Verein beitreten und Ideen einbringen, die das Geschrubbe und Geschepper um neue Gewächse in andere kulturelle Zweige erweitern.

Information

Mehr Infos zum Crowdfunding-Projekt von AOP gibt es hier.
Alles rund ums "Geschrubb und Geschepper"-Festival und die "Initiative für Jugendkulturförderung Bad Rappenau" gibt es unter diesem Link.

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