Hohenlohe lebt!

Beim Mundartgipfel wird der Dialekt zelebriert

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Über 1000 Menschen am Mittwochabend auf der Burgruine in Forchtenberg.

Es ist ein Gipfeltreffen der besonderen Art, der jede Menge eigefleischte Hohenloher zur Burgruine hoch über dem Kochertal gelockt hat. Sechs Bands und Mundartkünstler geben sich bei einem mehr als vierstündigen Musik-Marathon die Klinke in die Hand. 

Während die Künstler auf der überdachten Bühne vor dem Regen geschützt sind, muss das Publikum bei einem Wolkenbruch gleich zu Beginn der Veranstaltung die Regenschirme aufspannen und die Regencapes überstreifen - was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tut.

"Die Sanitäter hemmer hoim gschickt, dafür kommt jetzt die DLRG - die könne jetzt besser helfen", so das Comedy-Duo Ernst und Ernst, das zwischen den einzelnen Bandauftritten durch den Abend führt und mit "hôhelôher Gschichtlich" die Fans bei Laune hält. "I bin froh, dass es grächert hat, weil wenn i net froh wär, häts au grächert", meint Ernst Nr. 2 nach dem Starkregen. 

Das Duo ist die Karikatur des Hohenloher Landwirts im fortgeschrittenen Alter. Bekleidet mit Kittel, Arbeitshose, Schürze und Gummistiefeln stehen sie mit Stock und Rollator auf der Bühne. Die Beiden sind zwar nicht mehr gut zu Fuß, aber das Mundwerk funktioniert noch perfekt.

Andrea Mc Neil ist gerade auf Heimatbesuch in Hohenlohe. Seit über 20 Jahren lebt sie in Michigan/USA und freut sich über die geballte Ladung Hohenloher Mundart - und fühlt sich sofort wieder "dôhoim". Ein Großteil der Besucher ist wegen der Lokalmatadoren Annâweech gekommen - aber auch "Johkurt, Paulaner und Bernd", Werner Pikulski, Kurt Klawitter und Iwwerzwerch - allesamt Hohenloher Originale, versteht sich - haben ihre Fangemeinde und ernten viel Beifall. "Des isch Kultur, des gfällt uns", meint Andrea Kerl aus Niedernhall.

Von Nicole Mücke

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