Taschengeld für Betroffene

Nach Brand: Stadt unterstützt Betroffene

+
Stark verrußt ist am 07.08.2017 nach einem Brand ein Zimmer einer Sozialunterkunft in Markgröningen (Baden-Württemberg). Bei dem Brand sind in der Nacht zu Montag zwei Menschen ums Leben gekommen. 
  • schließen

Arme Heiminsassen verlieren durch ein Feuer ihr Dach überm Kopf. Die Stadt hilft mit Unterkünften und Taschengeld.

Nach dem wahrscheinlich vorsätzlich gelegten Brand in einer Sozialunterkunft in Markgröningen hat die Stadt den überlebenden Bewohnern unbürokratisch mit Geld geholfen. Jeder habe 300 Euro aus der Stadtkasse erhalten, um sich Gegenstände des alltäglichen Lebens, beispielsweise eine Zahnbürste, kaufen zu können, erklärte Bürgermeister Rudolf Kürner. 

Dass der Brand, der drei Menschenleben forderte, von einem Bewohner gelegt worden sein soll, sei ein Schock. "Wenn es ein technischer Defekt gewesen wäre oder jemand die Herdplatte vergessen hätte, wäre das eine tragische Geschichte", sagte er. Dass ein 66-jähriger Bewohner das Feuer nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei gelegt hat, gebe dem Geschehen eine andere Dimension.

Das Feuer war in der Nacht von Sonntag auf Montag im Erdgeschoss der Unterkunft ausgebrochen. Zwei Menschen, eine 54-jährige Bewohnerin und ihr 56-jähriger Freund, kamen im Haus ums Leben. Ein 60-Jähriger starb später im Krankenhaus. Ein Schwerverletzter im Alter von 45 Jahren war am Dienstag laut Polizei noch in kritischem Zustand. Der 66-jährige Heimbewohner hat die Brandstiftung am Montag gestanden und wurde in Untersuchungshaft genommen.

Mehr zum Thema:

Nach Brand: Mann schwebt weiter in Lebensgefahr

Brand in Sozialunterkunft: Zwei Tote, drei Schwerverletzte

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare