Am Ende ist es Platz sechs

Kleiner Patzer kostet Öhringer Visagistin wohl das Podium

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Marina Burmistrow (re.) und ihr Model auf der "Beauty" Düsseldorf.
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Die Nervosität war schuld. Und trotzdem ist Marina Burmistrow mit ein wenig Abstand mächtig stolz auf ihre Leistung.

Neun mickrige Punkte fehlten am Ende zu Platz eins. Noch weniger Abstand war es zum Podium. "Natürlich hätte ich mir gewünscht, aufs Treppchen zu kommen", erklärt Marina Burmistrow mit ein paar Tagen Abstand. Bei der Deutschen Make-up-Meisterschaft in Düsseldorf hatte die Öhringerin den sechsten Platz belegt. Doch von Enttäuschung keine Spur: "Es war eine tolle Erfahrung teilzunehmen. Ich blicke durchweg positiv auf das Erlebnis zurück."

Dabei musste die 29-Jährige ganz schön schwitzen. Denn der Make-up-Wettbewerb hatte es in sich. 30 Minuten Zeit, Blitzlicht und Kameras, die alles festhalten, eine Jury, die mit strengem Blick ihr Urteil fällt. Eine völlig andere Situation als im Kosmetiksalon Beautique Stefanie, in der die freie Visagistin nebenberuflich arbeitet. Burmistrow: "Ich war so aufgeregt. Meine Hände haben total gezittert."

Leider kostete sie das wohl die entscheidenden Pünktchen. Das war Burmistrow schon kurz nach dem Wettbewerb klar: "Die Lippenkontur war nicht ganz sauber gezogen. Und darauf kam es eben an."

Die Öhringerin und ihre neun Konkurrentinnen hatten bei der Meisterschaft unter dem Motto "Avantgarde" besonders die Aufgabe, die Lippen hervor zu heben. Beerentöne standen ganz im Fokus. Dazu verlieh Burmistrow ihrem Model ein dezentes Augen-Make-up und ein zartes Contouring. Obwohl das Duo von allen Models favorisiert worden war, reichte es dann am Ende leider nicht.

Kleiner Patzer kostet Öhringer Visagistin wohl das Podium

Trotzdem: Das Team der Beautique Stefanie ist mächtig stolz auf Marina! "Sie ist so eine tolle Frau. Empathisch, bescheiden und unglaublich talentiert. Sie hat sich alles selbst beigebracht und schafft es trotzdem mit dem Make-up die natürliche Schönheit jedes Einzelnen zu betonen", erklärt Salon-Chefin Stefanie Schäfer.

"Beauty": Bilder von der Make-Up-Meisterschaft 2016

Seit knapp zwei Jahren arbeitet Burmistrow als freie Mitarbeiterin für das Kosmetikstudio. Die Leidenschaft für dekorative Kosmetik entwickelte sie schon als Kind. "Wenn meine Mama sich geschminkt hat, habe ich als kleines Mädchen immer total gerne zugeschaut." Make-up ist und bleibt trotz allem ein Hobby, "wenn auch ein sehr intensives". Denn ihren Beruf als Betriebswirtin will die Öhringerin auf keinen Fall aufgeben.

Allein das hob Burmistrow von den Konkurrentinnen auf der Messe "Beauty" ab. Denn viele von ihnen besuchen Make-up-Schulen, wollen einmal hauptberuflich als Visagistinnen arbeiten. Das sollte doch ein Ansporn sein, auch im nächsten Jahr wieder anzutreten? "Naja, das lasse ich mir noch offen. Ich möchte mich jetzt noch nicht festlegen."

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