Unwetter macht Feld-Notlandung nötig

Ludwigsburg/Marbach: Notlandung wegen Unwetter – Totalschaden am Flugzeug

Eine beschädigte Cessna steht nach ihrer Notlandung auf einem Weg
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Eine stark beschädigte Cessna steht nach ihrer Notlandung auf einem Feldweg.
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Ein Kleinflugzeug ist am Sonntag in ein Unwetter geraten und wurde dabei von Hagelkörnern regelrecht durchlöchert. Der Pilot musste in Marbach bei Ludwigsburg notlanden.

Am Sonntag (15. August) gegen 17 Uhr musste laut Polizei eine einmotorige Cessna in Marbach (Landkreis Ludwigsburg) eine Notlandung durchführen. Das Kleinflugzeug mit zwei Insassen war auf dem Weg von Nürnberg in die Schweiz. Die Cessna ist auf dem Flug in ein Unwetter mit starkem Hagelschauer geraten, was den Ausfall des Triebwerkes zur Folge hatte. Der Pilot konnte die Maschine vom Typ „Silver Eagle“ ohne ausgefahrenes Fahrwerk auf freiem Feld, unter Hochspannungsleitungen hindurch, sicher landen.

Notlandung in Marbach: Flugzeug bei Unwetter stark beschädigt

Die beiden Schweizer, der 64-jährige Pilot und sein 32-jähriger Sohn, blieben trotz Unwetter, riesigen Hagelkörnern und Notlandung glücklicherweise unverletzt. So unbeschadet hat es das Flugzeug allerdings nicht aus dem Unwetter geschafft: Durch den Hagelschaden und die Notlandung entstand an der Cessna ein Totalschaden in Höhe von rund 110.000 Euro.

Cessna Flugzeuge

Die Cessna Aircraft Company Inc. – gegründet 1927 von Clyde Vernon Cessna – war ein US-amerikanischer Flugzeughersteller mit Hauptsitz in Wichita, Kansas. Gebaut wurden ein- und zweimotorige kleine Propeller-, Turboprop- und Strahlflugzeuge.

Nachdem die Firma 1985 aufgekauft wurde, wurde die Produktion von Kleinflugzeugen eingestellt. Erst nach dem erneuten Verkauf im Jahr 1992 an die Firma Textron Inc. wurden auch wieder Kleinflugzeuge hergestellt. 2014 wurde das Unternehmen mit Hawker Beechcraft zu Textron Aviation fusioniert. Der Markenname Cessna besteht jedoch für alle bestehenden Produktreihen fort.

Die Feuerwehr Ludwigsburg ist am Sonntag mit sechs Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften zu dem notgelandeten Flugzeug ausgerückt. Vom Polizeipräsidium Ludwigsburg waren fünf Streifenwagenbesatzungen im Einsatz sowie der Polizeihubschrauber des Polizeipräsidiums. Die Sachbearbeitung hat nun die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg übernommen.

Weniger Glück hatte im Juli ein Kleinflugzeug im Kreis Böblingen in der Nähe eines Waldgebiets: Bei dem Flugzeugabsturz starben alle Insassen. Und auch im Jahr 2016 gab es in der Region einen tödlichen Flugzeugabsturz: In Mosbach verbrannte ein Pilot in seinem Leichtflugzeug.

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