300 Meter von der Piste entfernt

Ludwigsburger vor Gericht: Skifahrer lösen vermeintliche Lawine in Südtirol aus - zwei Menschen sterben

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Eine Skigruppe aus Ludwigsburg soll eine Lawine ausgelöst haben, durch die zwei Menschen starben.
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In Südtirol steht eine Skigruppe aus Ludwigsburg vor Gericht. Sie sollen eine Schneelawine ausgelöst haben, bei der zwei Menschen starben. 

  • Vor zwei Jahren sind zwei Personen aus Ludwigsburg in einer Lawine gestorben. 
  • Das Unglück ereignete sich in Südtirol. 
  • Jetzt wird eine Gruppe von Skifahrern angeklagt, das Unglück mit verschuldet zu haben. 

Ludwigsburger Skifahrer in Italien angeklagt - Lawine tötete zwei Menschen

Vor ungefähr zwei Jahren riss eine Schneelawine zwei Menschen aus Ludwigsburg aus dem Leben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft in Bozen eine Anklage gegen eine Gruppe von Skifahrern aus Ludwigsburg erhoben. Bei Bozen handelt es sich um eine Stadt in der norditalienischen Provinz Südtirol. Der Vorwurf: Fahrlässige Tötung und das Auslösen einer Lawine. In Italien zählt das Auslösen einer Lawine zum Strafbestand. Was war vor zwei Jahren genau passiert? 

Am 3. Januar 2018 war eine Gruppe von Skifahrern aus Ludwigsburg auf der Haideralm in Südtirol unterwegs. Die Skigruppe bestand aus zwei Kindern und sieben Erwachsenen. Die Skifahrer kannten sich in der Gegend gut aus, denn sie organisierten regelmäßig Ausflüge auf der Haiderhalm. Deswegen liegt die Vermutung nahe, dass die Gruppe genau aus diesem Grund von der vorgeschriebenen Piste abgewichen ist, um im Tiefschnee zu gleiten. Grundsätzlich ist es nicht verboten, doch es herrschte zur Unglückszeit Lawinengefahr der Stufe drei von fünf.

Skifahrer aus Ludwigsburg missachten Lawinenwarnschilder im Südtirol 

Die Anklage wirft den Überlebenden der Gruppe vor die Warnschilder auf der Piste missachtet zu haben. Sie haben sich bewusst auf 2.600 Metern auf unwegsames Gelände gewagt, wie StN.de berichtet. Die Skigruppe kam nicht weit, denn nur 300 Meter von der Piste entfernt passierte das Unglück. Bis dahin bewegte sich die Gruppe nacheinander durch das schwierige Gelände. 

Beim letzten Skifahrer löste sich plötzlich eine 150 Meter breite Schneelawine. Sechs der neuen Fahrer konnten sich in ein Waldstück retten. Einer wurde unter dem Schnee gegraben, konnte aber geborgen werden. Für eine 45-jährige Frau und ihre 11-jährige Tochter kam alle Hilfe zu spät. Denn sie wurden auf einer Höhe von 2.200 Metern von der Lawine regelrecht überrollt. Die Mutter soll noch versucht haben ihrer Tochter zu helfen - und schaffte es nicht mehr ihren Lawinen-Airbag auszulösen. Beide starben in den Schneemassen der Lawine. Der anwesende Ehemann und Vater, konnte nichts tun und musste zu sehen wie seine Familie unter dem Schnee begraben wurde. 

Ludwigsburger Ehemann und Vater muss sich vor Gericht verantworten      

Aber auch der Ehemann und Vater der Verstorbenen aus Ludwigsburg muss sich in Bozen vor Gericht verantworten. In der Anklageschrift heißt es, die Gruppe habe nicht die nötige Sorgfalt und Umsicht walten lassen, um andere Personen nicht zu gefährden. Außerdem sein die Wetterbedingungen schlecht gewesen. Es soll zum Zeitpunkt des Unglücks ein Schneesturm gewütet haben. 

Der Verteidiger des Mannes weist die Vorwürfe zurück. Es sei nicht klar wie die Lawine ausgelöst wurde. Es gibt wohl mehrere Ursachen, die eine Schneelawine auslösen können. Es hätten durchaus ein Tier, das Wetter oder schlicht unglückliche Umstände sein können. Ein Termin für den Prozess in Italien ist noch nicht angesetzt.

Weitere Unglücke in Heilbronn und Umgebung

In Neudenau brannte es Ende November in der Altstadt. Der Ursprung des verheerenden Feuers konnte mittlerweile geklärt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an. 

Ein Feuer bricht in Heilbronn-Neckargartach aus. Heißes Fett entzündet sich auf dem nicht ausgeschalteten Herd. Die Feuerwehr rückt mit sechs Fahrzeugen und 25 Mann an. Mehrere Menschen kommen ins Krankenhaus. 

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