Morgen um 15.30 Uhr geht's los

Ludwigsburger Rockfabrik vor dem Aus? Die Fans kämpfen weiter

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Auch Metallica waren vor ihrem Durchbruch schon in der Rofa in Ludwigsburg zu Gast.
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Gibt es doch noch ein Happy End für den Kult-Club?

+++Update 20. September+++

Noch immer keine Reaktion von Immobilien-Unternehmer Max Maier. Noch immer sieht es so aus, als müsse die Ludwigsburger Rockfabrik zum Jahresende schließen. Aber jetzt greifen die Fans nach der Petition mit mehr als 31.500 Unterstützern zum vielleicht letzten Strohhalm: Morgen findet eine große Demo zum Erhalt der Rofa in der Ludwigsburger Innenstadt statt. Auf Facebook hat die Veranstaltung schon mehr als 1.500 Zusagen, mehr als 7.000 weitere Rock-Fans sind "interessiert".

Gegenüber der Bietigheimer Zeitung erklärt Demo-Organisator Götz Arnscheid, dass das Ziel der Demo vor allem sei, endlich eine Aussage von Max Maier, dem Besitzer des Gebäudes, in dem die Rofa seit mehr als 35 Jahren untergebracht ist, zu erhalten. Er hoffe zudem, dass die Demo-Teilnehmer "uns die Bude einrennen".

Demo für die Rofa Ludwigsburg hat nichts mit Politik zu tun

Arnscheid: "Wir Rockfans wollen wissen, warum er uns den Laden dichtmacht. Er macht ihn 'uns' zu, nicht den Geschäftsführern." Nur wenn man wüsste, warum das geschehe, könne man auch etwas dagegen tun, etwas ändern, etwas anders machen. Oder dann ganz am Schluss "verstehen und Verständnis dafür aufbauen." Zudem stellt der 56-Jährige klar, dass es bei der Demo kein bisschen um Politik, sondern nur um den Erhalt der Rofa in Ludwigsburg gehe.

Rockfabrik Ludwigsburg: So läuft die Demo ab

Die Demo, um die Rofa in Ludwigsburg weiter am Leben zu erhalten, beginnt an diesem Samstag, 21. September, um 15.30 Uhr auf dem Rathaushof im Zentrum von Ludwigsburg. Einige Redner werden die aktuelle Situation rund um die Rofa darstellen. Der Demo-Zug setzt sich über den Schillerplatz fort, führt die Hoferstraße entlang und endet an der Rockfabrik Ludwigsburg in der Grönerstraße 25. Die Rofa öffnet dann bereits um 18 Uhr.

+++Update 12. September+++

Mehr als 31.000 Petitions-Unterstützer, zig Anfragen der Rofa-Betreiber beim Besitzer Max Maier und Druck von den Medien haben bislang noch nichts gebracht: Stand jetzt muss die Rockfabrik Ludwigsburg zum Jahresende ihre Pforten schließen.

Doch das wollen die Ludwigsburger Parteien nicht einfach so durchgehen lassen. Die Grünen haben nun eine - vielleicht allerletzte - Möglichkeit ins Spiel gebracht, um die Ludwigsburger Kult-Rock-Disco, in der schon Szenegrößen wie Motörhead, Metallica und Volbeat aufgetreten sind, doch noch zu retten: Die Stadt soll die Ludwigsburger Rofa kaufen - und das Gebäude dann wieder an die Betreiber der Rockfabrik vermieten. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung.

Drei der vier Rockfabrik-Geschäftsführer (von links): Wolfgang Hagemann, Johannes Rossbacher und Roland Bock.

Rockfabrik Ludwigsburg: Was passiert mit dem Gebäude nach dem Aus?

Der erst seit September dieses Jahres agierende neue Ludwigsburger Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht ist sich der Wichtigkeit der Rockfabrik Ludwigsburg für das kulturelle Leben in Ludwigsburg bewusst. Gegenüber echo24.de erklärt er: "Die Rockfabrik ist ein Stück Ludwigsburger Kulturgeschichte und weit über die Stadtgrenzen bekannt und beliebt. Für viele Menschen ist die Rockfabrik ein Teil ihrer Lebensgeschichte. Deshalb ist es wichtig, für deren Erhalt einzutreten. Ich bin mit den Geschäftsführern der Rockfabrik in engem Kontakt und suche jetzt das Gespräch mit dem Vermieter. In der Stadtverwaltung denken wir zudem über alternative Standorte für die Rockfabrik in Ludwigsburg nach."

Unklar ist derzeit, ob der Besitzer des Gebäudes, in dem die Ludwigsburger Rofa untergebracht, Max Maier, überhaupt an einem Verkauf der Immobilie interessiert ist. Zu seinen Plänen mit dem Noch-Rofa-Gelände hat sich Maier bislang weder öffentlich noch gegenüber der Rofa-Geschäftsführung geäußert.


+++Update 6. September+++

Doro Pesch, Saxon, Lordi - immer mehr internationale Stars der Rock- und Metal-Szene setzen sich für ein Fortbestehen der Rofa in Ludwigsburg ein. Doch es sieht düster aus für die Zukunft der Kult-Rock-Kneipe in Ludwigsburg. Denn das Ende der Rockfabrik scheint fast nicht mehr abwendbar zu sein.

Laut Marbacher Zeitung gebe es noch immer keine Verhandlungsbereitschaft von Immobilienunternehmer Max Maier, dem das Gebäude gehört.Nach aktuellem Stand endet der Mietvertrag zwischen Maier und dem Rofa-Team am 31. Dezember dieses Jahres. Nach der Ludwigsburger Kreiszeitunghabe Maier das vor Kurzem bestätigt. Logische Folge: Die Betreiber der Rofa schauen sich nach einem Alternativ-Standort um, haben aber noch keinen gefunden.

Rockfabrik Ludwigsburg: Offener Brief an Rofa-Besitzer Max Maier

Ganz aufgegeben haben die Rofa-Betreiber und Rockfans aber noch nicht. Offenbar setzt man nun auf das Wort des neuen Ludwigsburger Oberbürgermeisters Matthias Knecht, der seine Unterstützung für die Rofa Ludwigsburg zugesichert habe. Die Online-Petition für die Rofa hat mittlerweile fast 31.500 Unterstützer. Und nach wie vor soll am Samstag, 21. September, eine Demonstration in der Innenstadt von Ludwigsburg zugunsten der Rofa stattfinden. Erwartet werden 1.500 Teilnehmer.

Götz Arnscheid, Organisator der Demo, hat auf Facebook einen offenen und sehr sachlich formulierten Brief an Max Maier veröffentlicht. Seine Bitte: Der Unternehmer möge Klarheit schaffen und die Gründe für seine Kündigung offenlegen. Gerüchte gebe es schließlich jede Menge. Arnscheids Appell: "Reden Sie mit uns."

+++Update 24. Juli+++

Bis jetzt haben mehr als 30.000 Menschen die Petition unterschrieben, damit der Kult-Club, die Rockfabrik Ludwigsburg, auch weiterhin am seit 36 Jahre bekannten Standort bestehen bleibt. Diese Unterstützung ist ein "überwältigendes Ergebnis", wie Götz Arnscheid, einer der Initiatoren der Petition, auf Facebook erklärt.

Doch nun geht der Kampf um den Erhalt der Rofa Ludwigsburg in die nächste Runde. Arnscheid fragt auf Facebook: "Wieviel Leute bekommen wir nun für die Verlängerung des Pachtvertrages auf die Straße?" In knapp zwei Monaten, am Samstag, 21. September, soll eine Demo zugunsten der Rockfabrik Ludwigsburg stattfinden. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr auf dem Rathausplatz. Danach geht's durch die Stadt bis zur Rockfabrik. Die genaue Route soll noch abgeklärt werden.

Rockfabrik Ludwigsburg: Friedliche Demo geplant

Selbstverständlich soll die Demonstration für die Rofa Ludwigsburg friedlich ablaufen. Arnscheid: "Lasst uns dem Vermieter zeigen, wie wichtig die RoFa für Ludwigsburg und die gesamte Region ist. Und vor allem : FÜR UNS !"

Ob die Petition und später auch die Demo Erfolg haben, ist offen. Eine rechtliche Basis für ein sicheres Rofa-Fortbestehen hat keines von beiden. Der Besitzer des Rofa-Geländes, die Max-Maier-Immobiliengesellschaft, hat den Mietvertrag mit den Rofa-Chefs bislang nicht verlängert - er läuft zum Jahresende aus. Und wie Wolfgang Hagemann, einer der Rofa-Geschäftsführer, gegenüber echo24.de diplomatisch erklärt: "Grundsätzlich darf die Max-Maier-Immobiliengesellschaft als Besitzer der Rofa mit der Immobilie machen, was sie will."

+++Update 08. Juli+++

Scorpions, Atrocity, Lordi, Doro Pesch... die Liste der Solidaritätsbekundungen gegenüber der Rockfabrik (Rofa) Ludwigsburg ist schier endlos. Und auch die Petition, die sich für das Fortbestehen der Kultdisco einsetzt, hat nun schon fast 30.000 Unterstützer. "Diese Anteilnahme ist unwahrscheinlich toll", sagt Wolfgang Hagemann - einer der vier Rofa-Geschäftsführer.

Rockfabrik Ludwigsburg: Besitzer Max Maier stellt sich quer

Doch ist all der Support leider nichts Handfestes, wenn der Besitzer des Gebäudes, in dem die Rofa seit 36 Jahren untergebracht ist, nicht einlenkt. Und dieser, die Max-Maier-Immobiliengesellschaft, stellt sich quer.

Hagemann erklärt: "Wir haben den Mietvertrag immer auf fünf Jahre geschlossen." Stets eineinhalb Jahre vor dem Ende des Zeitraums hat man sich bislang zur Verlängerung zusammengesetzt. Hagemann: "Seit mehr als einem Jahr suchen wir ein Gespräch mit Max Maier." Ohne Erfolg. Der Inhaber verlangt jedoch, dass die Rofa-Betreiber den Standort zum 31. Dezember verlassen - und die Räume in den Ursprungszustand versetzten. Begründung? Gibt es nicht.

Hagemann: "Wir haben immer unsere Miete bezahlt. Die Zusammenarbeit klappte immer reibungslos." Auch auf Nachfrage von echo24.de gibt die Max-Maier-Immobiliengesellschaft keinen Kommentar ab. Was mit dem Noch-Rofa-Gebäude in Zukunft passieren soll, weiß Hagemann nicht.

Rockfabrik Ludwigsburg: Bald endgültig Geschichte?

Ebenso wenig, wie es mit der Rofa weitergehen soll, falls zum Jahresende tatsächlich Schluss sein sollte in der Grönerstraße 25 in Ludwigsburg. "Bis Jahresende läuft der Betrieb wie gewohnt weiter", erzählt Hagemann. Die Rofa-Betreiber haben schon zaghaft die Fühler nach einem neuen Standort ausgestreckt, aber das sei nicht einfach. Eine neue Location müsse gut erreichbar sein, ausreichend Parkplätze vorweisen und auch eine gewisse Distanz zu Wohngebieten haben, um Lärmbelästigungen zu vermeiden. Hagemann: "Ob die Besucher einen neuen Standort akzeptieren, ist ebenfalls nicht sicher."

Falls sich in Ludwigsburg keine neue Location findet, ist auch beispielsweise Stuttgart ein Thema. Auf jeden Fall wollen die Betreiber aber in der Region bleiben. Hagemann: "Eine Rockfabrik Berlin zum Beispiel macht für uns keinen Sinn."

Auch Metallica waren vor ihrem Durchbruch schon in der Rofa in Ludwigsburg zu Gast.

Und was passiert, wenn die Max-Maier-Immobiliengesellschaft dabei bleibt, dass die Rofa raus muss und sich kein neuer Standort auftut? Hagemann: "Dann ist es zumindest möglich, dass es komplett aus ist mit der Rofa."

Rofa Ludwigsburg: Gibt der Inhaber nach?

Aber dazu muss es nicht unbedingt kommen. "Natürlich kann der Besitzer mit seinem Grund und Boden machen, was er will. Aber wir hoffen, dass die Petition und die vielen Unterstützer Max Maier zum Umdenken bringen."

Vielleicht wird ihm ja erst jetzt klar, welch einen bundesweit bekannten Szenetreffpunkt er mit der Rofa in seinem Besitz hat. Und dass für viele Musikfans ein wichtiger Kultur- und Erinnerungsort verloren ginge. Schließlich haben in der Rofa in Ludwigsburg schon Größen wie Metallica, Whitesnake, Iron Maiden und Volbeat vor dem großen Durchbruch ihren Fans großartige Konzerte beschert.

+++ Update 04. Juli +++

Die Rockfabrik in Ludwigsburg steht wohl kurz vor dem Aus. Aber: Einen Lichtblick gibt es. Eine Petition, die schon Mitte Juni begonnen hat. Inzwischen sind dort über 29.000 Stimmen zusammengekommen. Ins Leben gerufen hat die Petition die Rockfabrik Ludwigsburg und hat als Sammelziel 50.000 Stimmen angegeben. Die Hälfte ist also nun geschafft. 

Hier geht es zur Petition.

In der Beschreibung der Petition steht unter anderem: "Stand jetzt ist, dass der Mietvertrag der Rockfabrik Ludwigsburg trotz unseres Bestrebens nicht verlängert wurde und bislang von Seiten des Immobilieneigentümers auch keine Bereitschaft dazu signalisiert wurde. Wir brauchen eure Hilfe, eure Stimme und euren Druck." Ein Hilferuf des Betreibers, der den Mitevertrag wohl gerne verlängern würde. Ob es hilft?

+++Update 19. Juni 12.30 Uhr+++

Noch vor Kurzem schien die Kuh vom Eis und die Zukunft der Rockfabrik in Ludwigsburg gesichert zu sein. Doch nun sieht es düster für die Rofa aus. Nur eben leider nicht so düster, wie es die meist in Schwarz gekleideten Besucher der Rockfabrik gerne hätten.

Das Rock-Magazin Metal Hammer spricht davon, dass die Existenz der seit 36 Jahren bestehenden Rofa "ernsthaft bedroht" sei. Der Mietvertrag werde offenbar nicht verlängert. Laut Stuttgarter Zeitung soll sogar eine Räumung des Rofa-Gebäudes anstehen. Zu weiteren Verhandlungsgesprächen zwischen den Rofa-Betreibern und dem Vermieter, der Max-Maier-Immobiliengesellschaft, sei es aufgrund der Verweigerung des Letzteren bislang nicht gekommen.

Auch Metal-Queen Doro Pesch ist schon in der Rofa in Ludwigsburg aufgetreten.

Ludwigsburger Rofa: Szenetreff seit mehr als 30 Jahren

Ein Ende der Rofa wäre für viele Seiten ein Verlust: Die Rock- und Metalszene würde einen bundesweit bekannten Treffpunkt verlieren, die Stadt Ludwigsburg wäre um eine Kult-Kultur-Institution ärmer - und auch die Musikfans aus dem Heilbronner Raum, die zum Beispiel gerne zu den regelmäßig stattfindenden Konzerten in der Ludwigsburger Rofa gepilgert sind, müssten sich nach einem neuen Szenetreffpunkt in der Region umsehen. Nun soll laut Stuttgarter Nachrichten eine Petition die Rofa-Katastrophe verhindern.

+++Ursprungsmeldung 26. April+++

Die Rockfabrik wartet auf die Verlängerung des Pachtvertrags und die Gerüchteküche brodelt: Muss die Kultdisco umziehen oder wird die "Rofa" sogar abgerissen? Plant die Immobiliengesellschaft einen Neubau oder hat Porsche das Areal gekauft? Rockmusik-Fans dürfen sich freuen. Denn nach langer Zeit der Ungewissheit steht nun fest, wie es mit der Rockfabrik in Ludwigsburg weitergeht: Sie darf bleiben! 

Rockfabrik Ludwigsburg: Das sagt der Immoblilienmanager zum Rofa-Gebäude

Die Max-Maier-Immobiliengesellschaft, der das Gebäude gehört, ist nun doch bereit den Pachtvertrag zu verlängern, berichten die Stuttgarter Nachrichten. Immobilienmanager Andreas Naumann, der für Max-Maier arbeitet, versichert dass das Unternehmen "keine Ambitionen habe, das Rockfabrik-Gebäude anderweitig zu verwenden oder zu vermieten.

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