Personen-Gruppe zeigt wenig Einsicht

Corona-Kontrolle bei Ludwigsburg: Polizisten als "Nazis" beschimpft - dann fliegen Steine

  • Daniel Hagmann
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Wiederholt fordern Polizisten eine Personengruppe in Remseck bei Ludwigsburg auf, sich wegen der Coronavirus-Regeln zu trennen. Doch dann kommt es zu verbaler und körperlicher Gewalt.

  • Immer wieder versammelt sich eine Gruppe oberhalb des Neckarstrandes in Remseck bei Ludwigsburg.
  • Wiederholte Verstöße gegen die Coronavirus-Verordnungen.
  • Widerliche Beleidigungen und Steinwürfe gegen die Polizisten.

Die in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus geltenden Regeln des Kontaktverbots nicht einzuhalten, ist das Eine. Dass man aber, wenn die Polizei vorbeikommt und zum Wohle aller für Recht und Ordnung sorgen will, mit Aggression, Steinewerfen und unglaublichen Beleidigungen reagiert - das geht mal überhaupt nicht. Aber genau das ist am gestrigen Donnerstagabend in Remseck bei Ludwigsburg passiert.

Zunächst hatte eine Streifenbesatzung der Polizei Ludwigsburg gegen 21.20 Uhr bei den Parkbänken oberhalb des Neckarstrandes in Remseck bei Ludwigsburg eine achtköpfige Personengruppe angetroffen. Als sie die Polizisten entdeckt hatten, sind vier Personen sogleich abgehauen. Die Polizisten überprüften das verblieben Quartett und forderten die vier Personen auf, den Platz zu verlassen.

Coronavirus-Kontrolle der Polizei bei Ludwigsburg eskaliert

Eine halbe Stunde später dann die Überraschung: Die gesamte Gruppe derselben Personen hatte sich erneut am Neckarstrand in Remseck bei Ludwigsburg niedergelassen. Bei einer wiederholten Kontrolle der Polizei Ludwigsburg mit Unterstützung von Beamten der Polizeihundeführerstaffel konnten auch die zuvor Geflüchteten nicht mehr davonlaufen. Und dann begann es, widerlich zu werden. Denn ein uneinsichtiger 28-Jähriger beschimpfte die Polizisten als "Hurensöhne" und "verfickte Nazis".

Doch damit noch lange nicht genug: Bei einer weiteren Kontrolle der Polizei Ludwigsburg gegen 23 Uhr an dem Platz in Remseck bei Ludwigsburg wurden wiederum Mitglieder dieser Gruppe angetroffen - und ein 21-Jähriger verhielt sich derart aggressiv, dass er zu Boden gebracht werden musste. Nachdem ein 24-Jähriger dabei die polizeilichen Einsatzmaßnahmen mit seinem Handy gefilmt hatte und von den Polizisten darauf angesprochen wurde, griff sie der 21-Jährige erneut von hinten an und flüchtete dann in Richtung der Fußgängerbrücke über den Neckar.

Ludwigsburg: Acht Verstöße gegen Coronavirus-Verordnungen

Dort konnten die Beamten der Polizei Ludwigsburg den jungen Mann schließlich überwältigen und mit Handschellen fesseln. Während die Polizisten mit dem Festgenommenen auf Verstärkung warteten, wurden sie in Remseck bei Ludwigsburg von Unbekannten aus einem Gebüsch heraus mit größeren Steinen beworfen. Einer der Steine verfehlte den Kopf eines Polizisten nur knapp, ein weiterer traf den 21-Jährigen am Rücken. Die Steinewerfer flüchteten unerkannt.

Die Tatverdächtigen von der Versammlung in Remseck bei Ludwigsburg werden sich wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte und Beleidigung verantworten müssen. Daneben wurden acht Verstöße gegen die Coronavirus-Verordnung angezeigt. Die Polizei Ludwigsburg war mit insgesamt acht Streifenbesatzungen und zudem mit zwei Diensthunden im Einsatz. Auch in Heilbronn kommt es immer wieder zu Verstößen gegen das Coronavirus-Kontaktverbot. Die Stadt hat in diesem Zusammenhang Bußgelder in sechsstelliger Höhe verhängt.

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