Ermittlungen laufen

Anonymer Anrufer hält Polizei Ludwigsburg auf Trab - DAS ist der schändliche Grund

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Nach einem anyonymen Anruf muss die Polizei Ludwigsburg mit einem Groß-Aufgebot ausrücken.

  • Ein anonymer Anrufer meldet sich bei der Polizei Ludwigsburg.
  • Er droht damit, dass sich eine Bombe im Amtsgericht befindet.
  • Die Bombendrohung erweist sich aber als Fake-Anruf.

Ludwigsburg: Polizei evakuiert nach Bombendrohung das Amtsgericht

Es ist eine unfassbare Straftat - und garantiert KEIN dummer Jungenstreich! Heute um 12.50 Uhr griff ein Unbekannter zum Telefonhörer, um bei der Polizei in Ludwigsburg anzurufen. Seine ungeheure Behauptung gegenüber den Beamten: Im Gebäude des Amtsgerichts Ludwigsburg sei eine Bombe versteckt. Obwohl die Polizei ersten Ermittlungen zufolge „nicht von einer konkreten Gefahrenlage“ ausging, nahm sie die anonyme Bombendrohung ernst.

Wie in einem ähnlichen Fall, der sich vor kurzem im SLK-Klinikum in Heilbronn abgespielt hatte, war sie laut eines Polizeisprechers sofort mit „starken Kräften vor Ort“. In enger Abstimmung mit dem Amtsgericht Ludwigsburg sperrten die Polizisten das komplette Gebäude und den davorliegenden Gehweg. Sämtliche Personen mussten das Gebäude verlassen - damit Sprengstoffhunde ihre Arbeit verrichten konnten.

Ludwigsburg: Bombendrohung im Amtsgericht als Fake-Anruf

Wie schon zunächst angenommen, konnten die Sprengstoffhunde keine Bombe erschnüffeln. Christoph Hölscher, Direktor des Amtsgerichts Ludwigsburg, war im Vorfeld ebenfalls von einem Fake-Anruf ausgegangen, betonte aber gegenüber der Stuttgarter Zeitung die Wichtigkeit der Maßnahme: „Zur Sicherheit unserer Angestellten und der weiteren Personen, die sich dort aufhielten, haben wir natürlich das Gebäude natürlich schnell räumen lassen.“

Gegen 14.30 Uhr konnte das Amtsgericht Ludwigsburg den Betrieb wieder aufnehmen. Die Polizei ermittelt nun gegen den anonymen Anrufer. Denn in Deutschland steht eine Bombendrohung als „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ nach Paragraf 126 Absatz 2 des Strafgesetzbuches unter Strafe.

Bombendrohung in Ludwigsburg erinnert an Fälle in Heilbronn

Die Bombendrohung an diesem Mittag in Ludwigsburg weckt Erinnerungen an weitere Vorkommnisse in Heilbronn: Im April des vergangenen Jahres gab es die Drohung, dass im Rathaus von Heilbronn eine Bombe versteckt sei. Und vor über vier Jahren sorgtee ein junger Anrufer für Aufregung - als er während des noch laufenden Heilbronner Volksfests verkündete, dass sich eine Bombe auf der Theresienwiese befände.

Mit einem Großaufgebot muss die Polizei Ludwigsburg zum Amtsgericht ausrücken.

Rubriklistenbild: © Google Maps/Carsten Rehder/dpa/Collage: Kubasik

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