120 Mitarbeiter betroffen

Neckarsulm: Lidl will diese Dienstleistung ab November 2020 einstellen

  • Violetta Sadri
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Der Discounter Lidl mit Sitz in Neckarsulm gibt "JT Touristik" und "Lidl holidays" auf. 

• Neckarsulm: Lidl stellt seinen Service als Reiseveranstalter ein.

• Zum 31. Oktober wird der Betrieb eingestellt.

• Das Portal lidl-reisen.de bleibt, soll aber anders genutzt werden.

Neckarsulm: Coronavirus trifft Tourismusbranche hart - Lidl zieht sich als Reiseveranstalter zurück

Die Urlaubssaison rückt immer näher. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie überlegen sich derzeit viele Menschen, ob sie dieses Jahr überhaupt ins Ausland verreisen wollen. In zahlreichen Ländern leidet die Tourismusbranche deutlich unter den Folgen des neuartigen Virus.

Grenzen wurden geschlossen, Flüge gestrichen, Strände abgesperrt, Hotels, Restaurants, Bars und Clubs dicht gemacht. Hoteliers, Gastronomen und Einzelhändler verzeichnen massive Umsatzeinbrüche und die Rückkehr zur kompletten Normalität ist noch nicht einmal absehbar. Zwar sollen jetzt nach und nach Grenzen wieder geöffnet und der Tourismus langsam hochgefahren werden - um die Hygieneregeln wird man aber auch im Urlaub sicherlich nicht drum herumkommen. Doch auch wenn man sich für Urlaub in Deutschland entscheidet, sollte man sich über die Regelungen und Verordnungen des jeweiligen Bundeslandes informieren. Das gilt in derzeit in Baden-Württemberg.

Neckarsulm: Lidl zieht sich als Reiseveranstalter zurück - Urlaubsvermittlung bleibt

Und nicht nur Kleinunternehmen trifft es schwer. Am Mittwoch gab Lidl bekannt, sich aus dem Geschäft als Reiseveranstalter zurückzuziehen. Zum 31. Oktober 2020 wird der Betrieb der eigenen Reiseveranstalter "JT Touristik" und "Lidl holidays" vollständig eingestellt. Danach will Lidl nur noch als Urlaubsvermittler auftreten. Das bedeutet also: Das Portal lidl-reisen.de bleibt, künftig sollen dort aber nur noch Angebote von Partner-Veranstalter vermarktet und vermittelt werden. 

Ob das etwas mit der Corona-Krise zu tun hat, ist nicht bekannt. Aber auch andere Reisebüros trifft es schwer - es herrschen katastrophale Zustände. Die für das Online-Geschäft zuständige Lidl Digital begründet diesen Schritt damit, dass man das Kerngeschäft stärken und die Ressourcen dafür bündeln wolle. Wie die dpa berichtet, sind laut Lidl 120 Mitarbeiter betroffen. Mit diesen werden derzeit Gespräche geführt. Das Ziel sei, möglichst vielen eine Alternative innerhalb der Schwarz-Gruppe anzubieten.

Die weltweite Reisewarnung bleibt bis mindestens Mitte Juni bestehen. Urlaub im Ausland sind also vorerst nicht denkbar. Zumindest für Pfingsten gibt es Alternativen.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa/Archivbild

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