Ständige Optimierung

Darum wechselt Lidl für seine Kunden häufig die Tragetaschen aus

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Lidl hat sich dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit verschrieben. Deswegen ändert sich im Kassenbereich der Filialen ständig etwas.

  • Lidl hat bereits vor drei Jahren die Plastiktüte abgeschafft.
  • Dennoch ändert sich beim Discounter das Tragetaschen-Sortiment stetig.
  • Momentan können Kunden auf sechs Taschen zurückgreifen.

Lidl Neckarsulm: Darum gibt‘s beim Einkauf für Kunden immer andere Taschen

Das Einkaufsverhalten im Lebensmitteleinzelhandel hat sich verändert. Natürlich spielt der Preis der angebotenen Ware für die Kunden weiterhin die größte Rolle - neben der Qualität. Immer mehr Konsumenten legen heutzutage allerdings auch großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Dem zollen Lidl, Kaufland, Aldi und Co. seit geraumer Zeit Tribut. In unterschiedlichsten Varianten. Eines haben sich dabei alle auf die Fahne geschrieben: die Vermeidung von Plastikmüll.

FirmaLidl
UnternehmensformStiftung & Co. KG
Gründung1973
SitzNeckarsulm
BrancheLebensmitteleinzelhandel

Kaufland, das wie Lidl zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehört, geht dabei offensiv im Kampf gegen den eigenen Plastikmüll vor. Mit dem Ziel, bis 2025 den eigenen Kunststoffverbrauch um mindestens 20 Prozent zu verringern. Die Discounter-Schwester hält sich öffentlich etwas bedeckter. Bislang ließ Lidl gegenüber lediglich verlauten, „den Anteil unverpackter Obst- und Gemüseartikel weiter ausbauen“ zu wollen.

Lidl Neckarsulm: Taschen-Maßnahmen beim Einkauf zum Wohl der Umwelt

Zwar gibt es in den meisten Obst- und Gemüseabteilungen der Lidl-Filialen immer noch die aufgestellten Plastiktüten-Rollen - an anderer Stelle hat sich allerdings längst viel mehr getan. Eine Sprecherin des Unternehmens, das im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Rekordumsatz feiern konnte, teilt auf Anfrage von echo24.de mit: „Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsengagements arbeiten wir kontinuierlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette daran, verschiedene Maßnahmen zum Wohl von Gesellschaft und Umwelt umzusetzen.“ Das merken die Kunden bereits seit 2017 im Kassenbereich, wenn sie ihren Großeinkauf verstauen wollen und keine eigene Einkaufstasche dabei haben.

Vor drei Jahren hat Lidl, das sich in Untergruppenbach bei Heilbronn derzeit einen Preiskrieg mit Edeka Ueltzhöfer liefert, die sogenannte Standard-Plastiktüte aus dem Verkehr gezogen. Und zwar bundesweit. Im Laufe der Jahre wurde dann Einkaufstaschen-Sortiment in den Kassenbereichen stetig optimiert. So manche Tasche, die noch vor einem Jahr bei Lidl in den Einkaufswagen gewandert ist, ist mittlerweile bereits wieder eine Rarität.

Lidl Neckarsulm: Momentanes Sortiment für Kunden umfasst sechs Taschen

Doch wie sieht das momentane Sortiment bei Lidl in Deutschland aus? Die Unternehmenssprecherin erklärt: „Aktuell bieten wir unseren Kunden zwei Papiertragetaschen mit FSC-Zertifikat (20 und 28 Liter), zwei Permanent-Tragetaschen (26 und 45 Liter) aus recyceltem Kunststoff, eine Fairtrade-zertifizierte Baumwolltragetasche (30 Liter) und eine Tiefkühl-Tragetasche (23 Liter) aus transparentem und metallisiertem LDPE an.“

Andere Länder andere Sitten gilt aber auch bei Lidl: Während die größte Tasche in Deutschland 45 Liter fasst, geht es bei Lidl Tschechien noch monströser zu. Dort können die Kunden des Giga-Discounters (seine ganze Geschichte gibt es hier) auf eine 60-Liter-Tasche zurückgreifen. Ob die Tschechen mehr einkaufen oder einfach nur alles in einer Tüte haben wollen, kann die Unternehmenssprecherin von Lidl Deutschland nicht sagen. Da verweist sie mit einem Augenzwinkern auf die Kollegen vor Ort.

Bei Lidl Tschechien können die Kunden für ihren Einkauf größere Taschen erwerben als in Deutschland.

Rubriklistenbild: © Mario Berger/stimme.de

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