Weniger Anarchie als früher

Nach Hexenkessel-Fall: Starke Änderungen beim Eppinger Leiergassen-Umzug

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Der Leiergassen-Umzug in Eppingen findet am 3. März statt.
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Erstmals sollen Wagenengel für Sicherheit sorgen.

Im vergangenen Jahr wurde er offiziell abgesagt. Doch heute in zwei Wochen, am Sonntag, 3. März, findet er wieder statt: der beliebte Eppinger Leiergassen-Umzug. Doch bevor es rund geht, müssen die Teilnehmer sich in diesem Jahr erstmals anmelden und eine zehnseitige Erklärung unterschreiben. Seit dem Vorfall auf dem Eppinger Nachtumzug am 3. Februar 2018 ist man vorsichtig geworden in der "Fachwerkstadt mit Pfiff": Damals war eine junge Frau in einem Hexenkessel verbrüht worden. Bis heute sind die genauen Vorgänge nicht zweifelsfrei geklärt.

Leiergassen-Umzug in Eppingen: Stark Betrunkene bleiben draußen!

Bislang war der Leiergassen-Umzug eine recht spontane Veranstaltung, wie die Heilbronner Stimme berichtet. Ohne die zu leistende Unterschrift der Teilnehmer können die Veranstalter, die Eppinger Kolpingfamilie, bei Unfällen wegen Fahrlässigkeit zur Verantwortung gezogen werden.

Zu den neuen Regeln gehört nun, dass stark Alkoholisierte nicht beim Eppinger Leiergassen-Umzug mitlaufen dürfen. Zudem müssen die Umzugswagen vom Tüv geprüft sein. Neu seien außerdem so genannte Wagenengel - das sind nüchterne Teilnehmer, die neben den großen Umzugswagen herlaufen und ein sicheres Auge auf ihre Umgebung haben. Laut eppingen.org gelten auch auf dem Wicker-Wacker-Umzug im Eppinger Stadtteil Rohrbach, der am 24. Februar stattfindet, in diesem Jahr umfassende Regeln.

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