Wann kann er endlich sein neues Album veröffentlichen?

Knebel-Vertrag? So kämpft Sänger Jeremy Riley um seine Künstler-Freiheit

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Jeremy Riley aus Lehrensteinsfeld möchte endlich neue Songs veröffentlichen. Doch ein Geschäftspartner macht ihm einen Strich durch die Rechnung.
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Der Soul-Sänger hat jede Menge starke Lieder fertig. Aber er DARF sie nicht veröffentlichen.

○ Soul-Sänger Jeremy Riley aus dem Landkreis Heilbronn sitzt auf vielen fertigen Songs.
○ Zweifelhafte Geschäftsbeziehungen machen es ihm nicht möglich, die Nummern rauszuhauen.
○ Im Live-Sektor hat der Lehrensteinsfelder sogar schon auf AIDA-Kreuzfahrten die Gäste begeistert.

Landkreis Heilbronn: Sohn von Soul-Legende hat zweifelhaften Vertrag unterschrieben

Für Jeremy Riley ist es eine Situation zum wahnsinnig Werden: Seit zwei Jahren hat der Sänger aus der Nähe von Heilbronn sein Album "Back and Forth" fertig. "Eine absolut gelungene CD – so wie ich sie immer haben wollte", sagt der 29-jährige Sänger aus Lehrensteinsfeld. Nur: Herauskommen dürfen die Songs nicht. Ein Label-Inhaber, bei dem er einen Vertrag unterschrieben hat, wirft ihm Knüppel zwischen die Beine.

Dabei sah es für den Sohn der Soul-Legende Frank Riley aus Heilbronn anfangs ganz gut aus: Im Glauben, der Label-Inhaber wolle seine Musik und seine Karriere nach vorne bringen, startete Jeremy Riley die Zusammenarbeit – doch er wurde bitter enttäuscht. "Um günstig zu arbeiten, hat mein Geschäftspartner lieber selbst meine Musikvideos gedreht, anstatt externe Kameraleute zu beschäftigen. Die entstandenen Clips, die wir vor einem Green-Screen produziert haben, waren eine einzige Katastrophe."

Stupido aus Heilbronn arbeitet mit Jeremy Riley zusammen

Wenn Riley Lieder vorlegt, lehnt sein Geschäftspartner die Veröffentlichung ab. Woanders darf der Sänger aus dem Landkreis Heilbronn aber nicht veröffentlichen. Riley scharrt mit den Füßen, möchte durchstarten, doch er kommt in Sachen Veröffentlichung nicht vom Fleck!

Dabei ist er auf die neuen Songs stolz. Riley: "60 Prozent des Materials habe ich selbst geschrieben – für den Rest ist mein Produzent Rodolfo Guzman Tenore verantwortlich. Ich habe entweder bei ihm in Waiblingen oder in meinem Studio bei mir zu Hause aufgenommen." Musikalisch sind die Songs eingängig, soulig und genau das Richtige für Fans von Pharrell Williams und Jamiroquai.

Und auch zwei neue Musikvideos hat Riley auf eigene Faust produzieren lassen. Etwa vom Video-Künstler Stupido aus Heilbronn. Dabei entstand der Clip zum Song "Raindrops" an markanten Orten in Heilbronn. Riley hofft, den Zwist mit seinem Geschäftspartner bald beizulegen, frei zu sein und seine Songs im kommenden Sommer veröffentlichen zu können.

Untätig ist der Mann mit der Gänsehautstimme bis dahin freilich nicht. Jeremy Riley: "Das kann ich ja nicht auf mir sitzen lassen! Mit meiner Band Jamrays habe ich jede Menge Live-Auftritte – nicht nur in der Region, sondern auch in Italien, Tschechien und Österreich." Auf der Bühne sind dem Sänger aus dem Landkreis Heilbronn vor allem die Show und der Entertainment-Faktor wichtig.

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Das haben in den Jahren 2016 und 2017 auch die Kreuzfahrt-Gäste auf der AIDAblu und der AIDAaura erlebt. Riley erzählt: "Sechs Mal die Woche bin ich zusammen mit dem Gitarristen Chris Geng aufgetreten. Es war der Wahnsinn! Die Leute sind bei unseren Funk- und Soul-Interpretationen super abgegangen."

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Monatelang wählten die Gäste das Duo auf Platz eins in Sachen Entertainment-Angebot auf den Schiffen. Doch Jeremy Riley aus dem Landkreis Heilbronn konzentriert sich live in Zukunft auf seine Band. Die Tage auf dem Kreuzfahrt-Schiff sind Teil der Vergangenheit. So wie hoffentlich bald auch die Hürden rund um die CD-Veröffentlichung...

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