Starke Filme in mehreren Sparten

Bildershow: Tolle Streifen beim Kurzfilm-Wettbewerb in Künzelsau

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Als Jury-Mitglied ist ein bekannter Comedian vor Ort.

Eben wurde der rote Teppich noch glatt gestrichen, da betreten schon die ersten Gäste das Foyer des Prestige-Filmtheaters in Künzelsau. Unter den Studenten der Fachhochschule Künzelsau herrscht geschäftiges Treiben. 15 junge Männer und Frauen aus dem Studiengang Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Kultur- und Freizeitmanagement haben zum zweiten Mal unter der Anleitung ihrer Dozentin, Professor Raphaela Henze, ein Kurzfilmfestival auf die Beine gestellt.

Kurzfilm-Festival in Künzelsau: Dodokay ist Jury-Mitglied

"Wir haben im Oktober mit der Planung begonnen und uns in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt, die sich jeweils um das Marketing und die Presse, die Jury und die Filmemacher, sowie das Fundraising und das Sponsoring gekümmert haben", erzählt Studentin Jana Ludwig. Dabei ist einer der Jury-Mitglieder kein Unbekannter: den Reutlinger Produzenten und Regisseur Dominik Kuhn kennen seine Fans als schwäbelnden Comedian Dodokay.

Ein bisschen wegen ihm sind Patrick, Jens und Philip gestern Abend ins Künzelsauer Lichtspielhaus gekommen. Aber auch, weil sie generell gern und oft ins Kino gehen. Jetzt sind die drei Freunde gespannt auf die Beiträge des Kurzfilmwettbewerbs. Dieser wird in drei Sparten ausgetragen, in denen insgesamt acht Filme nominiert sind.

Kurzfilm-Festival: Rassismus und innere Zerrissenheit

Filmemacherin Abini Gold, die derzeit an der Filmakademie in Ludwigsburg studiert, sitzt während der mehr als zweistündigen Filmvorstellung im Saal und ist gespannt, wie ihr Beitrag in der Sparte "Spielfilm" angenommen wird. "Man verbringt viel Zeit mit dem Film, bis er auf der Leinwand gezeigt wird", erzählt sie, "und am Ende ist man glücklich, wenn ihn möglichst viele Menschen sehen".

"Crossing Borders" heißt ihr Streifen, in dem die innere Zerissenheit einer 17-Jährigen aufgezeigt wird, die sich gegen den Rassismus ihres Vaters auflehnt. Der 30-minütige Beitrag überzeugt sowohl die fünfköpfige Jury als auch das Publikum im Saal und landet auf dem ersten Platz in seiner Kategorie.

"We will survive" als Publikumssieger

In der Sparte Animation ist der Jury-Sieger der Zeichentrickfilm "Pooky" von Mariia Prokopenko um einen selbstverliebten Papagei, der "das Zeug zum Serienstar hat", wie Jury-Mitglied Kurt Schneider sagt, während das Publikum hier den Stop-Motion Beitrag "Nö!" von Christian Kaufmann zum Sieger krönt.

Auch bei den Dokus, die mit Abstand heitersten Beiträge des Abends, gehen die Meinungen auseinander. "So hell die Nacht" von Julius Schmitt potraitiert Menschen, die nachts arbeiten (Jury-Sieger), während "We will survive" von Nele Dehnenkamp den Alltag in einem außergewöhnlichen Altersheim zeigt (Publikums-Sieger). Beide Filme punkten mit authentischen Protagonisten und unverfälschten Bildern.

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