Familiendrama in der Region

Tragödie in Künzelsau: Weiter unklar, woher das Gewehr stammte

+
Symbolbild.
  • schließen

Ein 16-Jähriger fand seine toten Großeltern im Gartenhaus der beiden.

+++Update vom 16. August+++

Auch einen Tag nach der schrecklichen Tragödie in Künzelsau können die Menschen der Region kaum glauben, was sich dort abgespielt hat. Die Polizei kann weiterhin nicht sagen, woher das Gewehr stammt, mit dem ein 78-Jähriger zunächst seine Frau und dann sich selbst tötete. Darüber hinaus sei der Fall aber leider eindeutig, erklärte ein Sprecher gegenüber echo24.de.

Der erweiterte Suizid in Künzelsau ist aber kein Einzelfall. Ältere Menschen greifen laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend dabei häufig zu brutaleren Methoden als jüngere.

+++Meldung vom 15. August+++

In Künzelsau hat sich ein schreckliches Familiendrama abgespielt. Am Montag entdeckte ein 16-Jähriger seine Großeltern tot in deren Gartenhaus.

Wie einem aufgefundenen Abschiedsbrief entnommen werden konnte, plante das Ehepaar den Tod gemeinsam. Beide sahen sich offenbar mit persönlichen Problemen konfrontiert, denen sie sich nicht länger gewachsen sahen.

Großeltern planten Tod: 78-Jähriger erschießt erst Ehefrau dann sich

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand erschoss der 78 Jahre alte Mann zuerst seine Frau und anschließend sich mit einem gekürzten Gewehr. Woher dieses stammt, ist noch unklar. Für die Beteiligung eines Dritten gibt es bislang keinerlei Hinweise.

Polizei spricht von erweitertem Suizid

Die Polizei spricht in solchen Fällen von erweitertem Suizid. Davon ist die Rede, wenn ein Mensch sich töten will und vorher andere umbringt. Erst am Sonntag hatte ein 86-Jähriger sich selbst und seine Frau in Mössingen (Kreis Tübingen) im Pflegebereich einer Klinik erschossen. Anfang April soll ein 87-Jähriger in Stuttgart seine 91 Jahre alte Frau umgebracht haben und später an den Verletzungen gestorben sein, die er sich selbst zugefügt hat. Ende März tötete ein 90-Jähriger in Reutlingen seine Ehefrau und dann sich selbst. Erweiterter Suizid im Alter kommt nach Einschätzung von Experten immer wieder vor - vor allem wenn einer der Eheleute oder beide krank sind.

Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800/1110111.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare