Zu viel Wut

Wegen Beleidigungen auf Instagram - 24-Jähriger muss in den Knast! 

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Der junge Mann ließ seine Aggressionen wohl schon öfters online aus. 
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Ein 24-Jähriger rastet bei Instagram aus und muss jetzt dafür büßen.  

Rassistische Aussagen, Beleidigungen und Verleumdungen! Vor allem in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram sind sie allgegenwärtig. Und scheinbar kann man nichts dagegen tun - oder etwa doch? Dass Beleidigungen im Internet auch strafrechtliche Konsequenzen und sogar Gefängnisstrafen mit sich bringen können, muss nun ein 24-Jähriger aus dem Kochertal am eigenen Leib erfahren. 

Denn das Amtsgericht Künzelsau hat den jungen Mann wegen Verunglimpfungen auf Instagram zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt - und als Wiederholungstäter fällt seine Strafe noch höher aus. Aber was war der Grund für die Beleidigungen? 

Künzelsau: Wegen Beleidigungen - 17 Monate Gefängnis

Das Motiv des 24-Jährigen war rasende Eifersucht! Denn am Anfang des Jahres soll der Angeklagte seine Ex-Freundin und ihren Arbeitskollegen aufs Übelste per WhatsApp-Nachrichten und auf Instagram beschimpft haben. Angeblich soll die Ex-Freundin ein Verhältnis mit ihrem verheirateten Arbeitskollegen gehabt haben - und das hat dem Angeklagten wohl gar nicht gefallen. 

Der junge Mann ließ seine Aggressionen schon öfters online raus, denn er wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach für ähnliche Vergehen verurteilt. Die Strafen wurden jedoch auf Bewährung ausgesetzt. Nun will der Richter hart durchgreifen. Da der Angeklagte vorher seine Bewährungsauflagen nicht erfüllte, wurde die Bewährung zu einer Haftstrafe umgewandelt. Somit muss der 24-Jährige für ganze 17 Monate ins Gefängnis, wie stimme.de berichtet. 

Künzelsau: Beleidigungen auf Instagram - Mehrfach geteilt

Der Verurteilte bestreitet jedoch, dass er die Beleidigungen öffentlich gepostet habe. Denn schließlich seien seine "Storys" auf Instagram nicht öffentlich. Und nur 150 Abonnenten hätten den Post gesehen. Die Staatsanwaltschaft sieht es jedoch ganz anders. Denn der 24-Jährige hätte mehr als 3.000 Abonnenten bei Instagram und einige seiner Follower hätten die Geschichte weiter geteilt. Unter diesen Umständen bekam auch der Chef der ehemaligen Freundin Wind von der Sache. 

Mittlerweile sieht der Verurteilte sein Verfehlen ein und hat eine Therapie zur Aggressionsbewältigung begonnen. Das stimmte den Richter jedoch nicht milde. Denn er sehe keine positive Sozialprognose für den 24-Jährigen. Und die selbst-verordnete Psychotherapie reiche ihm nicht. "Vielmehr besteht die Gefahr, dass es so weitergeht", erklärt der Richter. 

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