Kolumne: Nachgehagt

Sprichwörter: Achtung, Verwechslungsgefahr!

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Oft herrscht einfach nur völliges Chaos im Kopf.
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Fängt der frühe Vogel den Wurm, hat er Gold im Mund oder doch eine Taube auf dem Dach?

Neulich im piekfeinen Restaurant: Das Ambiente - super. Das Essen - noch viel besser. Selbstbewusst fragt der Herr Ober: "Schmeckt es den Herrschaften?" Und plötzlich entgleisen ihm die Gesichtszüge. Denn aus der Runde heißt es: "Der Hunger treibt's rein."

Ausgesprochen von einer ausgesprochen gebildeten Dame, deren akademische Titel schon fast ein eigenes Klingelschild füllen. Sprichwörter gehören aber entschieden nicht zu ihrem Fachgebiet. Schließlich hat ihr das Essen vorzüglich gemundet und sie hat sich wie "Gott in Frankreich" gefühlt. Oder zumindest wie im Schlaraffenland.

Was haltet ihr von Sprichwörtern?

Nicht immer treffen Sprichwörter den Nagel auf den Kopf: Wenn es auswärts ein appetitanregendes Festmahl gibt, ist es dann wirklich nötig, daheim zu essen? Das Motto "Du bist, was du isst", trifft auch eher selten zu. Wer massenhaft Schokolade und Pralinen in sich hineinstopft, wird schließlich auch nicht automatisch süß.

Genauso wenig hält Essen Leib und Seele zusammen – zumindest, wenn sich das Bäuchlein vom kräftigen Zulangen voluminös nach vorne wölbt. Doch egal wie groß oder klein der Genuss beim Mahl war - eines gilt immer: "Aus Speis' und Trank wird Scheiß' und G'stank."

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