Kolumne: Nachgehagt

Was tun, wenn sich der Nachbar empört?

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Immer wieder erzürnen sich Nachbarn. Oft zu Unrecht.
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Wenn die Nachbarn mal wieder entrüstet sind, hilft nur freundliches Grinsen.

"Einfach unerhört, sowas: Da erdreistet sich der Nachbar doch tatsächlich, mit einer bunten Jogginghose aus dem Haus zu gehen. Am Sonntag! Ja, glaubt der denn, er sei ein Sultan? Der soll lieber mal sein Auto putzen, die Straße kehren – und vor allem: die Blätter aus seinem Vorgarten entfernen. Denn das ist erLAUBt, nicht aber, wie ein Kakadu durch die Welt zu stolzieren. Darf der das überhaupt? Und, wenn ja: warum?"

Leute, die am Fenster stehen und über das Verhalten ihrer Mitmenschen richten, kennt jeder. Oft ist es ganz seltsam: Jene, die sich über die bunte Herbstpracht der Blätter freuen, empören sich im selben Atemzug, dass sich der Nachbar erdreistet, ein, zwei Blättchen länger als ein, zwei Minuten herumliegen zu lassen.

Ungekehrt und unerhört! Dabei machen doch gerade ein paar bunte Tupfer auf der Straße, in der Kleidung und das nicht ganz akkurat geputzte Auto den Alltag ein bisschen abwechslungsreicher und bringen – im wahrsten Sinne des Wortes – Farbe ins Spiel. Steril geht es vor allem in der Intensivstation im Krankenhaus zu. Und eigentlich sollte ja jeder froh sein, solange er weitestgehend gesund ist und dort nicht behandelt werden muss.

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