Es nimmt kein Ende

Enkeltrickbetrüger treiben im Hohenlohekreis ihr Unwesen: Betroffene reagieren genau richtig

+
Enkeltrickbetrüger wollten Senioren im Hohenlohekreis ausnehmen - ohne Erfolg!
  • schließen

Die Betrugsmaschen werden immer ausgeklügelter. Aktuell sorgen sogenannte Enkeltrickbetrüger im Hohenlohekreis für Aufsehen. Sie geben sich als Enkel aus und fordern hohe Geldbeträge.

Enkeltrickbetrüger sind im Hohenlohekreis tätig.
○ Sie fordern hohe Geldsummen von Senioren.
○ Polizei rät: Bei solch dubiosen Anrufen sofort die Polizei verständigen!

Betrugsmaschen gibt es viele. Eine der wohl beliebtesten ist der Enkeltrick, mit dem angebliche Enkel bei Senioren große Summen an Geld ergaunern

Enkeltrickbetrüger ruft 89-Jährige in Neuenstein an

Update vom 5. Dezember: Am Mittwoch versuchten Enkeltrickbetrüger ihr Glück im Hohenlohekreis. Mehrere Senioren sollten an diesem Tag über den Tisch gezogen werden. Eine 89-jährige Neuensteinerin meldete sich bei der Polizei. Sie berichtete von einem angeblichen Enkel, der 30.000 Euro von ihr wolle. Sie handelte genau richtig und fiel nicht auf den Betrüger herein.

Enkeltrickbetrüger im Hohenlohekreis: Betroffene alarmierten die Polizei

Ebenso wurde eine 65-Jährige von einer unbekannten Frau angerufen. Sie gab sich ebenfalls als Enkelin aus und forderte Geld für einen Wohnungskauf. Ähnliche Szenarien spielten sich bei einer 64-jährigen Öhringerin ab. Auch bei ihr schrillten die Alarmglocken, weshalb sie das Polizeirevier in Öhringen verständigte. Die Polizei ruft alle Betroffenen, die solche Anrufe bekommen, dazu auf, sich über den Notruf 110 an die Polizei zu wenden.

Hohenlohe: Betrüger gibt sich als Hauptkommissar aus

Ursprungsmeldung vom 13. September: Mit den Worten "Hauptkommissar Neumann vom Mobilen Einsatzkommando Heilbronn" meldete sich ein Betrüger am Telefon am Mittwochmittag bei einem älteren Herrn aus dem Kochertal. Der Mann am Apparat meinte, er müsste einen unberechtigten Zugriff auf das Online-Konto des Seniors melden. Es wäre absolute Geheimhaltung angebracht, da es einen "Maulwurf" bei seiner Hausbank gäbe. Der angebliche Kommissar bräuchte deshalb Zugang zum Computer des Mannes. 

Kochertal: Mann gibt Betrügern Zugriff auf PC und überweist Geld mit Online-Bankkonto

Daraufhin gestattete der 76-Jährige dem falschen Polizeibeamten über ein "Fernwartungs-Tool" Zugriff auf seinen PC. Der Betrüger konnte damit auf die Konten und Buchungen sowie den E-Mail-Account des Mannes einsehen und gab an, dass eine Geldüberweisung in die Türkei aus ermittlungstechnischen Gründen notwendig sei. Der Senior vertraute dem Anrufer und überwies online einen vierstelligen Euro-Betrag auf ein türkisches Konto. Er wurde leicht skeptisch und fragte sein Gegenüber, wie er denn sicher sein kann, dass er  es wirklich mit der Polizei zu tun hatte. 

Trotz Zweifel auf Telefonbetrüger hereingefallen

Der Betrüger gab ihm eine Telefonnummer, die der Senior wählen sollte. Dort meldete sich eine "Kollegin" des angeblichen Kommissar Neumann und bestätigte die Zugehörigkeit zur Polizei. Dies gab dem Rentner offenbargenug Vertrauen, sodass erauch am nächsten Tag auf die Forderungen des Kriminellen einging und erneut einen vierstelligen Betrag überwies. Schließlich druckte der Anrufer mittels Fernzugriff auf dem Drucker des Geschädigten eine Bankverbindung aus, um per Auslandsüberweisung auch von einem weiteren Kreditinstitut, wo kein Online-Zugang bestand, Überweisungen ins Ausland zu tätigen.

Kochertal: Mann überweist Betrügern Geld auf Konto in der Türkei

Immer wieder wies der Betrüger auf die strenge Geheimhaltung hin, sodass sich der 76-Jährige zu seiner Bank begab und dort die Auslandsüberweisungsträger verlangte. Wieder rief der falsche Polizeibeamte an und forderte den Mann auf einen großen Geldbetrag zu überweisen. Schließlich wurde die Familie auf das seltsame Verhalten aufmerksam und verhinderte den letzten Geldtransfer. Der Online-Zugang zum anderen Konto wurde sofort gesperrt.

Telefonbetrug: Täter ergaunert hohe Geldsumme

Dennoch konnte der Täter mit seiner perfiden Masche eine hohe Geldsumme erbeuten. Die Polizei rät dringend, auf solche Anrufe nicht zu reagieren und auf keinen Fall einem Zugriff auf den eigenen Computer zuzustimmen. Weder die Polizei noch irgendwelche IT-Unternehmen werden auf diese Art bei den PC-Nutzern auftreten und auch keine Fernzugriffe durchführen. Auch Rückrufe bei durch die Anrufer angegebenen Telefonnummern führen in die Irre. Hat man sich auf eine entsprechende Forderung eingelassen heißt es, schnell zu reagieren. Dabei reicht es nicht, den heimischen PC vom Netz zu nehmen. Auch Kreditkarten- und Bankkonten sollten sofort gesperrt werden. Betroffene sollten solche Betrugsversuche außerdem umgehend bei der Polizei anzeigen.

Ein Senior aus der Region hatte Glück, denn beinahe wäre er ebenfalls auf einen fiesen Betrug reingefallen.

Die Polizei warnt immer wieder vor den neuen Maschen der Betrüger.

Ein älteres Ehepaar fiel auf einen Enkeltrick-Betrug rein und überwies einen hohen Geldbetrag.

In Bad Rappenau wurde ein Mann betrogen. Er übergab den Tätern Amazon Gutscheine

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare