Schlange gesichtet

Nach Schlangensichtung bei Ludwigsburg: Tierrettung Unterland gibt Entwarnung

Giftschlangen
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Die Ringelnattern zählt zu den heimischen Schlangenarten.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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In der Nähe von Ludwigsburg wurde eine Schlange gesichtet. Die Tierrettung Unterland gab nun Entwarnung.

Update, 22. August; 17:18 Uhr: Bei der gestern im Kirbachtal gesichtete Schlange handelt es sich doch nicht um eine giftige Kobra. Das teilte die Tierrettung Unterland am Sonntagnachmittag in einer Pressemitteilung mit.

Am Nachmittag gab es demnach eine Videokonferenz aller Beteiligten. An dieser Schalte nahmen auch mehrere Reptilienexperten teil, mit deren Hilfe die Schlange anhand von „digital aufbereitetem Bild- und Videomaterial nun mit hoher Sicherheit als einheimische und ungefährliche, wenn auch bedingt atypische, ‚Ringelnatter‘ identifiziert werden“ konnte.

Giftige Killer-Kobra entdeckt: Polizei Ludwigsburg warnt

Erstmeldung, 22. August: In Deutschland leben zahlreiche Schlangenarten, darunter zwei Giftige. Doch die Aspisviper und Kreuzotter sieht man hierzulande nur noch selten, da sie vom Aussterben bedroht sind. Noch seltener sind Kobras, die eigentlich in Deutschland eigentlich nur in Terrarien leben, da sie hier nicht heimisch sind. Im Kirbachtal wurde nun aber eine Kobra in freier Wildbahn gesichtet.

Entsprechend wurde das Gebiet zwischen Ochsenbach und dem Kirbachhof am Samstag abgesperrt und die Bevölkerung über Lautsprecher gewarnt. Wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet, hatte ein Spaziergänger mit seinem Hund die giftige Schlange am Samstagmittag in einem abgetretenen Feld entdeckt.

Kobra bei Ludwigsburg gesichtet: Polizei warnt Anwohner

Mithilfe seines Smartphones machte den Mann ein Video von dem 1,50 Meter langen Tier und informierte die Polizei. Diese holte sich von der Tierrettung Unterland in Heilbronn und einem Fachmann der Stuttgarter Wilhelm Informationen und konnte das Tier so als giftige Kobra identifizieren.

Zusätzlich zu den Lautsprecherdurchsagen in Ochsenbach und Spielberg löste die Polizei auch in der Warnapp „Nina“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz Alarm aus. Noch am späten Samstagabend folgte eine aufwendige Suche nach dem Tier, an der neben der Feuerwehr auch die Tierrettung Unterland teilnahm. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz*, wie auch bw24.de* berichtet.

Kobra bei Ludwigsburg gesichtet: Biss für Menschen tödlich

Die Tierrettung Unterland war zudem mit vier Fahrzeugen und Spezialausrüstung an den Kirbach gekommen. Bevor der Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, wurde das Feld bereits mit Lampen abgesucht. Doch alle Maßnahmen blieben erfolglos, sodass die Suche gegen 22:30 abgebrochen wurde, wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtete.

„Wir werden auch am Sonntag nicht mehr weiter suchen“, sagte Marcel Reinke. Stattdessen wolle die Feuerwehr darauf das Gebiet, in dem die giftige Schlange entdeckt wurde, überwachen und die Bevölkerung warnen. Wie die Bild berichtet, sollen sich Anwohner auch im eigenen Garten nur sehr vorsichtig bewegen, um einen Schlangenbiss zu verhindern. Denn anders als bei der Aspisviper und der Kreuzotter ist der Biss der Kobra für den Menschen tödlich.

Zudem soll man der Schlange unbedingt fernbleiben, wenn man sie sieht und den Notruf alarmieren. Wie die Bild unter Berufung auf die Polizei schreibt, ist ein Gegengift nur in Berlin verfügbar. Woher die Giftschlange stammt, ist bislang unklar. Bislang hat sich niemand bei der Polizei gemeldet, der die Kobra vermisst, berichtet die Ludwigsburger Kreiszeitung. echo24.de und bw24.de sind ein Angebot von Ippen.Media.

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