Ermittler werten weiteres Material aus

Missbrauch im Kreis Ludwigsburg: Mann verging sich wohl an fünf Kita-Kindern

+
Symbolbild.
  • echo24.de Redaktion
    vonecho24.de Redaktion
    schließen

Im Alltag soll sich der 20-Jährige laut seiner ehemaligen Chefin völlig normal verhalten haben.

Ein wegen mutmaßlich sexuellen Missbrauchs von Kleinkindern beschuldigter 20-Jähriger hat sich nach Worten seiner Chefin ganz normal im Kita-Alltag verhalten. "Weder auffällig noch unauffällig", sagte Julia Uebachs, die Leiterin der privaten Einrichtung in Schwieberdingen.

Der junge Mann soll sich an fünf in der Tagesstätte betreuten Kindern im Alter von ein und zwei Jahren vergangen haben. Bislang schweigt der Verdächtige zu den Vorwürfen. "Alle waren entsetzt", sagte Uebachs über die Reaktionen der Eltern, die ihre Kinder in der Kita betreuen lassen. Etwa 80 Krippenkinder besuchten die Einrichtung.

Verdächtiger war auch allein mit den Kindern

Der 20-Jährige habe im Schuljahr 2016/17 seine Ausbildung zum Erzieher in dem Haus begonnen, sagte Uebachs. Bei seiner Arbeit sei er auch mit Kindern alleine gewesen, so wie es in anderen Kitas ebenfalls der Fall sei. Die Polizei sei am 14. März in das Haus gekommen und habe nach dem Mann gesucht. An diesem Tag sei er jedoch zur Ausbildung in der Schule gewesen.

"Ich habe ihn gesucht", sagte Uebachs. Schließlich habe sie den 20-Jährigen auf der Straße getroffen. "Ich habe ihm die Schlüssel sofort abgenommen." Zu den Vorwürfen der Ermittler habe er sich damals nicht geäußert. Dem Mann sei sofort gekündigt worden.

Kinderpornografisches Material wird ausgewertet

Nach Polizeiangaben sind die Ermittler derzeit weiter damit beschäftigt, Datenträger des Verdächtigen auszuwerten. Auf diesen sollen unter anderem von dem Mann angefertigte, kinderpornografische Bilder von fünf in der Tagesstätte betreuten Kindern sein. Der Mann wurde am 6. April festgenommen.

Mehr zum Thema:

Azubi in U-Haft: Kita-Kinder im Kreis Ludwigsburg missbraucht?

Das könnte Sie auch interessieren