Tausende Tiere getötet

Nach Großbrand in Kirchardter Geflügelhof: Brandursache klar

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5.000 Puten fielen dem Feuer zum Opfer.
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Bei einem Feuer auf einem Geflügelhof in Kirchardt verbrennen 5.000 Puten. Nun scheint die Brandursache klar zu sein.

+++ Update 9. August, 11.54 Uhr+++ Brandursache vermutlich geklärt

Wie die Polizei Heilbronn mitteilt, ist die Ursache des Großbrandes in Kirchardt am 29. Juli scheinbar geklärt. Ein Brandsachverständiger fand heraus, dass die Zündquelle eindeutig im Bereich von Kabelsträngen eines Schaltschrankes liegt, weshalb von einem Brandausbruch aufgrund eines Kabelschadens ausgegangen wird. Ob ein Schadnagerfraß oder eine produktionsbedingte Querschnittreduzierung des Kupferdrahts zugrunde lag, kann jedoch nicht gesagt werden. Hinweise auf eine Brandstiftung gibt es keine.

+++ Update 9. August +++ Gutachter findet Brandursache in angenagtem Kabel

Nach dem dramatischen Brand auf einem Geflügelhof in Kirchardt scheint nun die Brandursache klar zu sein. Laut einem Gutachter soll das Feuer von einem durch ein Tier angenagtes Kabel ausgebrochen sein. 

Wie ein Mitbesitzer des Hofes dem SWR erzählte, könnte es sich hierbei um einen Marder gehandelt haben. Demnach könnte menschliches Versagen oder Brandstiftung ausgeschlossen werden. Eine offizielle Bestätigung gibt es allerdings noch nicht.

+++ Update 2. August +++ PETA erstattet Strafanzeige

In der Nacht zum 30. Juli kommt es auf einem Geflügelhof in Kirchardt zu einem folgenschweren Großbrand: Etwa 5.000 junge Puten fallen den Flammen zum Opfer, auch die 145 Einsatzkräfte vor Ort können diese Katastrophe nicht verhindern. Ein Schicksalsschlag für die Besitzerfamilie - und nun könnte sich die Lage weiter zuspitzen. Denn: PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn.

Der Grund: "Aufgrund mutmaßlich unzureichender Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Puten qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen", erklärt die Pressestelle PETA. 

Nach Großbrand in Kirchardter Geflügelhof: PETA erstattet Strafanzeige

Dabei geht Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA, sogar noch weiter: "Der Brandschutz wird bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Außerdem: Wenn Tausende Tiere in einem Stall eingesperrt sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten. Dieses Risiko ist den Betreibern bewusst."

Ob dies tatsächlich auch beim Geflügelhof in Kirchardt der Fall war, wird erst noch geklärt werden müssen. Solange bleiben die Vorwürfe durch PETA Vorwürfe - die allerdings schwer wiegen.

+++Update 31. Juli+++ Wie macht die Besitzerfamilie jetzt weiter?

Tausende toter Tiere, tonnenweise verbranntes Getreide und eine 100 Meter lange Lagerhalle liegt nur noch in Schutt und Asche. Die Folgen des Feuers auf einem Geflügelhof in Kirchardt in der Nacht auf Dienstag sind verheerend. Nach derzeitigem Stand war ein technischer Defekt der Grund für den Brand. Hinweise auf Brandstiftung gibt es offenbar keine. Doch wie geht die Betreiberfamilie des Geflügelhofs mit dem Verlust um?

Wie die Heilbronner Stimme berichtet, möchte sich die Familie aus Kirchardt auf keinen Fall unterkriegen lassen. Der zum Geflügelhof gehörige Hofladen sei weiterhin geöffnet, auch der Partyservice laufe wie geplant weiter. Die Sommerpause auf dem Geflügelhof soll planmäßig erst in knapp zwei Wochen beginnen.

Auf einem Putenhof in Kirchardt ist ein Großbrand ausgebrochen.

Nachdem das Feuer auf dem Geflügelhof in Kirchardt den größten Stall des Anwesens zerstört hatte, waren zwei weitere Gebäude mit Schlachttieren verschont geblieben. Vonseiten der Bevölkerung gebe es jede Menge Anteilnahme für die Familie. Das motiviere nach dem großen Verlust und gebe Kraft für die Zukunft.

+++Ursprungsartikel 30. Juli: Großfeuer in Kirchardt: Flammen töten 5.000 Puten+++

Großeinsatz für die Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag. Gegen 23 Uhr ist auf einem Putenhof in Kirchardt ein Feuer ausgebrochen. Obwohl ein Großaufgebot von 145 Einsatzkräften herbeieilte, konnten sie das Unglück nicht verhindern: Zirka 5.000 junge Puten fielen den Flammen zum Opfer!

Stallbrand in Kirchardt sorgt für Millionenschaden

Neben dem Stall brannte auch eine Halle, in der zirka 500 Tonnen Weizen, 30 Tonnen Mischfutter und 200 Rundballen Stroh lagerten, komplett nieder. Einen weiteren Stall voller Puten konnten die Feuerwehrkräfte schützen.

Doch der Einsatz war nicht leicht: Um genügend Wasser an den Brandort zu bekommen, mussten Löschwassertrassen von über zwei Kilometer aus Kirchardt gelegt werden. Wieso das Feuer genau ausbrach, ist noch unklar und wird untersucht. Die Feuerwehr war bis zum Morgen mit dem Löschen von Glutnestern beschäftigt. Der Sachschaden liegt ersten Schätzungen nach mindestens zwischen dreieinhalb und vier Millionen Euro.

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