Schon kleine Schritte können Großes bewirken

Plastikflut: Aldi verlangt Geld für Obsttüten - so reagiert Kaufland

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In der Diskussion um den Plastikmüll sind immer wieder die kleinen Tüten für Obst und Gemüse ein Thema.
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Discounter und Lebensmittel-Einzelhändler haben unterschiedliche Ideen, um Plastikmüll zu vermeiden.

Müllberge an Land, Plastikfluten im Meer - wenn die Menschheit nicht DRINGEND etwas an ihrem Konsumverhalten ändert, sieht's für die Zukunft der Erde verdammt düster aus. Das haben mittlerweile auch die großen Discounter und Lebensmittel-Einzelhändler erkannt - und einige Maßnahmen zur Müllvermeidung in die Wege geleitet.

Bei Aldi sollen die Kunden zukünftig überall in Deutschland für die kleinen Obst- und Gemüseplastiktüten jeweils einen Cent bezahlen. Im vergangenen Jahr nutzten die Aldi-Kunden mehr als drei Milliarden dieser Plastiktüten. Ob dieser Preis jedoch nennenswert den Müllbergen entgegenwirkt, darüber entbrannte in sozialen Netzwerken eine rege Diskussion.

Neckarsulm: Kaufland reagiert auf Müllflut

Und auch Kaufland ist sich seiner Umwelt-Verantwortung bewusst - und reagiert offenbar konsequenter auf die weltweite Müllflut: Um Plastikmüll zu vermeiden bietet der Lebensmittel-Einzelhändler aus Neckarsulm als Alternative zu den Knotenbeuteln in der Obst- und Gemüseabteilung mehrfach verwend- und waschbare Frischetaschen an.

"So lassen sich bis zu 700 Tonnen Einwegbeutel im Jahr einsparen", erklärt Anna Münzing von der Kaufland-Unternehmenskommunikation auf Nachfrage von echo24.de. Drei solcher Frischetaschen kosten 1,99 Euro.

Kaufland versucht mit unterschiedlichen Methoden, Plastikmüll zu reduzieren.

Kaufland Neckarsulm: So soll Plastikmüll reduziert werden

Zudem hat Kaufland - wie auch andere Lebensmittel-Einzelhändler in der Region - weitere Strategien zur Plastikvermeidung in der Obst- und Gemüseabteilung parat: Seit Anfang März verkauft Kaufland Salatgurken ohne Folie. Dies soll jährlich 120 Tonnen Kunststoff vermeiden. 

Münzing: "Bei den Bananen ersetzt eine Banderole die Plastikverpackung. Bei einem Großteil der Bio-Produkte bei Kaufland wurden die Plastikschalen durch Pappschalen mit einem Grasfaseranteil ersetzt. Weitere regionale Produkte werden dem Kunden zukünftig in Pappschalen angeboten." Eine noch konsequentere Strategie fährt der Heilbronner Unverpackt-Laden, der im kommenden Herbst in der Käthchenstadt öffnen soll.

Kaufland Neckarsulm nimmt ab September Plastik-Einweggeschirr aus dem Angebot

Und auch auf die Diskussion rund um umweltschädliches Plastikgeschirr wird Kaufland reagieren. Münzing: "Im September dieses Jahres werden wir Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment nehmen."

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