So schlimm

Unfassbar! Diese Katzenbabys wurden in Flein entsorgt

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Den kleinen Rackern geht es gut, sie wurden rechtzeitig gefunden. Um die Katzenflut einzudämmen, hilft aber auf die Dauer nur die Kastrationspflicht für Freigänger.
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Der Tod der sieben Wochen alten Welpen wurde billigend in Kauf genommen.

Gabi G. aus Flein wollte einen ganz normalen Morgen verbringen. Wie üblich führte sie ihre beiden Hunde Gassi, als ihr in Flein bei den Sportanlagen plötzlich ein Audi in falscher Fahrtrichtung entgegenkam. Er fuhr zum Altglas-Container, bremste, fuhr dann ein Stückchen weiter, hielt an. Gabi G: "Dann hörte ich nur noch, wie eine Tür auf- und kurz danach wieder zugemacht wurde. Dann fuhr der Wagen weg. Ich war mir sicher, dass da etwas nicht stimmte."

Schutzlos ausgeliefert

Zumal ihre beiden Hunde urplötzlich reges Interesse für die Stelle zeigten, an der der Wagen kurz gestoppt hatte. "Eigentlich war ich mir sicher, dass er illegal Müll entsorgt hatte", sagt G. Doch dann traute sie ihren Augen nicht. An der Stelle angekommen, stand eine Transportbox am Boden mit zwei kleinen Katzenbabys. Mitten im freien Gelände - keine Stunde später wäre die Box schutzlos in der prallen Sonne gestanden!

Die Tierfreundin zögerte keine Sekunde, nahm die Box mit nach Hause und brachte die kleinen Fellknäuel umgehend ins Heilbronner Tierheim. Für Silke Anders, Vorsitzende des Tierschutzvereins Heilbronn, sind solche Entsorgungsaktionen kein Einzelfall: "Vergangenes Jahr wurde ein schlecht gesicherter Karton mit 21 Katzenkindern bei uns morgens auf dem Parkplatz platziert, die dann überall frei umherliefen." Oder noch schlimmer: "Ein Kind hatte auf dem Weg zur Schule einen blauen, zugebundenen Müllsack gefunden, in dem Katzenbabys waren."

Respekt vor Leben nicht gegeben

Solch ein Verhalten macht Anders wütend: "An diesem Beispiel sieht man, dass wir offensichtlich so viele Katzen haben, dass selbst die Kinder nicht mehr einfach und problemlos vermittelt werden können. Dieses Problem wird auf dem Rücken der Tiere und der Vereine ausgetragen, sodass eine Kastrationspflicht endlich eingeführt werden muss, um weiteres Tierelend zu vermeiden."

Unerklärlich ist, warum die Besitzer den Weg zu den Containern in Flein finden, aber nicht den ins Tierheim. Hier hätte man sie abgeben können. Anders: "Damit nahmen sie den Tod von zwei Lebewesen billigend in Kauf. Es bleibt die Frage, wie wenig Empathie man haben muss, um eine solche Tat zu begehen, wenn man die beiden winzigen, unschuldigen Katzenkinder einmal in den Händen gehalten und in ihre Augen geschaut hat. Der Respekt vor Leben scheint hier nicht vorhanden zu sein!"

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