Am Dienstag findet Kabinettssitzung statt

Shutdown-Szenario: Verhängt Landesregierung Katastrophenfall für BaWü?

  • schließen

Bundesregierung empfiehlt deutschlandweites Shutdown. In Bayern wurde bereits der Katastrophenfall ausgerufen. Könnte es auch Baden-Württemberg drohen?

  • Bundesregierung empfiehlt deutschlandweites Shutdown. 
  • Diese knallharte Maßnahme sollen Coronavirus-Epidemie eindämmen. 
  • Bayern befindet sich mittlerweile im Katastrophenfall - wird Baden-Württemberg nachziehen?

Baden-Württemberg - Das Bundesland Bayern hat am Montag, dem 16. März bereits Katastrophenfall ausgerufen. Ab Mittwoch soll das öffentliche Leben auf das Minimum reduziert werden. Denn das Coronavirus breitet sich rasend schnell aus - auch in Baden-Württemberg.

Katastrophenfall: Bayern trifft eine knallharte Entscheidung 

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in Bayern seit Montag der Katastrophenfall. Um das Virus einzudämmen, müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden. Der Katastrophenfall gebe der Staatsregierung umfangreiche Steuerungs-, Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten. 

Als Grund für die Ausrufung nannte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Tatsache, dass die Infektionskette bei Coronavirus-Infizierten nicht mehr nachvollzogen werden könne. Mit diesem knallharten Schritt folgt Bayern Italiens Beispiel. Könnte das auch Baden-Württemberg treffen?

Katastrophenfall: Was beutetet das für Bayern?

In Bayern wurde der Katastrophenfall ausgerufen aber was heißt das genau? Im Klartext: Das öffentliche Leben soll verlangsamt werden. Denn unabhängig vom Katastrophenfall sind seit Montag schon alle Schulen und Kindergärten in Bayern geschlossen - ab Dienstag gilt es auch für ganz Baden-Württemberg.  

Darüber hinaus weitet der Freistaat in dieser Woche die Beschränkungen weiter aus. Ab Dienstag werden Bars, Kinos, Gaststätten und Schwimmbäder geschlossen, auch Sportplätze und Spielplätze sollen gesperrt werden. 

Ab Mittwoch gilt das auch für ausgewählte Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung notwendig sind. Speiselokale und Betriebskantinen sollen nur noch von 6 Uhr bis 15 Uhr und mit größeren Sitzabständen öffnen. Anschließend seien aber durchaus noch Auslieferungen möglich, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet. 

Katastrophenfall: Verstöße ziehen strenge Strafen nach sich

Bei Verstößen gegen die Ladenöffnungszeiten sollen empfindliche Strafen verhängt werden. Darunter fallen zum Beispiel: Geldbußen, Geldstrafen aber auch Freiheitsstrafen seien möglich. 

Um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Produkten sicherzustellen, weitet Bayern aber die Ladenöffnungszeiten für Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken und einige weitere Geschäfte aus.

Katastrophenfall: Gibt es eine Ausgangssperre? 

Ausgangssperren soll es zunächst nicht geben. In Bayern appellierte Söder aber an alle Bürger, sich genau zu überlegen, welche Orte man besuchen wolle. "Ich kann nicht versprechen, dass es die letzten Maßnahmen sind", so der Ministerpräsident. Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern und auch in Baden-Württemberg hat am Montagmorgen jeweils die 1.000er-Marke überschritten.

Katastrophenfall in Baden-Württemberg: Liegt im Bereich des Möglichen 

Die Bundesregierung und die Länder beschlossen am Montag, dem 16. März eine harte Linie wegen des Coronavirus zu fahren, wie die bild.de berichtet. Das heißt: Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich. Viele Einzelhandelsgeschäfte und Teile des öffentlichen Lebens sollen komplett lahmgelegt werden. 

In Bayern tritt der Fall im vollen Ausmaß bereits ab Mittwoch, wann und ob Baden-Württemberg nachziehen wird, bleibt dem Land selbst überlassen. Am Dienstag soll eine virtuelle Kabinettssitzung um 9.15 Uhr stattfinden. Es ist noch nicht klar, ob die Sitzung per Telefon oder via Videokonferenz ablaufen soll. Um 12 Uhr sollen die Ergebnisse der Kabinettssitzung bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.  

Rubriklistenbild: © Pixabay (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren