Folge der Corona-Krise

Galeria Karstadt Kaufhof macht Filialen dicht - bleibt Heilbronner Standort bestehen?

  • Julia Cuprakowa
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  • Simon Mones
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Galeria Karstadt Kaufhof muss im Zuge der Corona-Krise zahlreiche Filialen schließen. Auch in Baden-Württemberg sind fünf Läden betroffen. Was bedeutet das für die Filiale in Heilbronn?

  • Galeria Karstadt Kaufhof schließt Filialen in ganz Deutschland.
  • Ein Grund ist die Corona-Krise.
  • In Baden-Württemberg machen Filialen dicht.

Baden-Württemberg: Galeria Karstadt Kaufhof schließt Filialen - Heilbronn bleibt offen 

Update vom 19. Juni, 22 Uhr: Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof will 62 der 172 Filialen in ganz Deutschland schließen. Fünf davon in Baden-Württemberg. Darunter sind Häuser in Städten wie Stuttgart-Bad Cannstatt, Mannheim und Göppingen. Aber was ist mit Heilbronn? Wie stimme.de am heutigen Abend berichtet, soll Standort Heilbronn erhalten bleiben. 

Das gab Geschäftsleiter der Filiale Wolfram Struth in einer Betriebsversammlung am Freitagnachmittag bekannt. "Ich habe den Mitarbeitern mitgeteilt, dass wir weiter unsere Rolltreppen laufen lassen", so Struth. Die etwa 120 Mitarbeiter der Heilbronner Filiale können also aufatmen und nach vorne blicken. 

Baden-Württemberg: Diese Filialen schließt Galeria Karstadt Kaufhof!

Update vom 19. Juni, 15:20 Uhr: Nun ist es klar: auch in Baden-Württemberg werden fünf Filialen der Warenhausketten Galeria Karstadt Kaufhof geschlossen. In Stuttgart-Bad Cannstatt, Mannheim und Göppingen fällt jeweils ein Kaufhof dem Rotstift zum Opfer, in Leonberg und Singen müssen die Karstadt-Häuser schließen

In Baden-Württemberg verlieren laut dem SWR somit rund 300 der 2.200 Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof ihren Job. Zudem werden  laut der Süddeutschen Zeitung bundesweit auch 100 der 130 Karstadt Reisebüros sowie 20 Läden von Karstadt Sport geschlossen. Die Zukunft der weiteren Filialen hängt demnach auch von einer Minderung der Miete durch die verbleibenden Vermieter ab.

Baden-Württemberg: Welche Filialen schließt Galeria Karstadt Kaufhof?

Erstmeldung vom 19. Juni: Die Corona-Krise hat die Wirtschaft in Deutschland durch wochenlange Schließungen von Geschäften vor eine große Zerreißprobe gestellt. Für die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof, war diese Herausforderung am Ende doch zu groß. Der ohnehin schon angeschlagene Konzern -  der Anfang 2019 durch die Fusion von Karstadt und Galeria Kaufhof entstanden ist - reagiert mit einer drastischen Maßnahme.

In ganz Deutschland sollen 62 der 172 Filialen geschlossen werden, tausende Jobs sind in Gefahr. In Baden-Württemberg betreibt die Warenhauskette mehrere Filialen, unter anderem auch in Stuttgart und Heilbronn. Welche Kaufhäuser von dem Kahlschlag betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa), werden die 28.000 Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof - die im Dezember noch für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze gestreikt haben - darüber am Freitag gegen 14 Uhr informiert. 

Warenhauskette

Galeria Karstadt Kaufhof

Gründer

Leonhard Tietz/Rudolph Karstadt

Mitarbeiter

ca. 28.000

Hauptsitz

Essen

Baden-Württemberg: Städte schlagen Alarm

Ursprünglich waren die Pläne der Warenhauskette sogar noch drastischer. Diese sahen die Schließung von 80 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof vor. Der Kölner-Stadt-Anzeiger berichtet, dass dennoch immer nochrund 6.000 der 28.000 Beschäftigten ihren Job verlieren könnten.

Die Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof haben um ihre Arbeitsplätze gekämpft.

Die drohenden Schließungen der Warenhauskette besorgen auch die Städte die betroffen sein könnten. Gegenüber der dpa sagte Norbert Prinz: "Galeria Karstadt Kaufhof ist nicht irgendwer. Die Warenhäuser sind für viele Innenstädte systemrelevant!"

Baden-Württemberg: Schlimmere Maßnahmen verhindert

Diese Meinung teilt auch die Gewerkschaft Verdi, die ebenfalls davor gewarnt hatte, das die Schließungswelle sich nicht nur auf Galeria Karstadt Kaufhof auswirken würde. Zehntausende weitere Arbeitsplätze und die Attraktivität der Innenstädte seien bedroht.

Seit dem die drohenden Schließungen und Entlassungen in Folge der Corona-Krise Mitte Mai bekannt geworden waren, hatte die Gewerkschaft zusammen mit dem Betriebsrat und der Geschäftsführung über die Rahmenbedingungen verhandelt. Mit Erfolg - so konnten ein Personalabbau in den verbleibenden Filialen und die Ausgliederung des Waren Service Teams abgewendet werden - doch die Schließung zahlreicher Filialen ließ sich nicht mehr verhindern.

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa

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