Kabarett-Duo

Bilder: "Frauengold" sorgen für hochprozentige Unterhaltung in Künzelsau

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Die Frisur sitzt, das Kostüm ebenfalls: das feministische Kabarett-Duo "Frauengold" war zu Gast in Künzelsau im Rahmen der Jubiläumsfeier des Frauen- und Kinderschutzhauses im Hohenlohekreis.

25 Jahre Frauenhaus im Hohenlohekreis - und ganz nebenbei auch hundert Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland: dies ist der Kontext für das bejubelte Gastspiel der Kabarettistinnen Birgit Kruckenberg-Link und Susanne Geiger alias "Frauengold". Das Duo aus Herrenberg erweist sich als Glücksgriff für die Jubiläumsfeierlichkeiten des Frauen- und Kinderschutzhauses unter der Trägerschaft des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs am Donnerstagabend in der Künzelsauer Stadthalle.

„Frauengold“ sprechen über die Rolle der Frau in Politik und Gesellschaft

Keine Mogelpackung ist das Programm von "Frauengold" im Gegensatz zum gleichnamigen Megaseller aus den 1950er- bis 70er-Jahre. Das Stärkungselixier für die Frau galt zur damaligen Zeit als Allheilmittel gegen Alltagssorgen, Schüchternheit und Melancholie. Doch der beliebte Kräutertrunk war nichts anderes als hochprozentiger Kräuterschnaps mit betäubender Wirkung und wurde mit teils frauenverachtenden Slogans beworben.

Die Rolle der Frau in der Politik und in der Gesellschaft haben sich die zwei gestandenen Damen von "Frauengold" also in ihrem Programm "Woher wir kommen, wohin wir gehen" vorgeknöpft und genehmigen sich zwischen den Sketchen und Liedern sinnigerweise einen Schluck aus dem Schnapsfläschchen. Dazu dichten sie Märchen wie "Rotkäppchen" um, in dem das Mädel am Ende den Wolf erschießt oder Gretel mit Hilfe eines Navis ihren verirrten Bruder aus dem Wald lotst.

Fröhlicher Abend mit ernstem Hintergrund

Frauen stark zu machen ist auch das Anliegen des Vereins "Frauen helfen Frauen", der einst mit viel Überzeugungsarbeit das Frauenhaus im Hohenlohekreis gründete. Dort finden Frauen Hilfe und Zuflucht bei häuslicher Gewalt, der oft auch Kinder ausgesetzt sind. "Die Auswirkung von Gewalt in Familien wirkt auf Kinder besonders zerstörerisch und hinterlässt tiefe Spuren - mit fatalen Folgen", verdeutlicht Heinrich Schüz vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf Waldenburg in seiner Grußrede die Notwendigkeit von Prävention und Beratung.

Maria Feuersinger aus Weißbach findet es "sehr gut", dass es ein Frauenhaus im Hohenlohekreis gibt, bedauert aber gleichzeitig, dass eine solche Einrichtung überhaupt nötig ist. "Leider gibt es immer noch zu viele Frauen, die den Schutz und die Anonymität eines Frauenhauses brauchen. Man kann nur froh sein, wenn man diese Hilfeleistungen nicht selbst in Anspruch nehmen muss. Dafür bin ich dankbar und unterstütze heute mit meinem Kommen die gute Sache."

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