Ursache noch unklar

Tiere vergiftet! Rätselhafte Killerserie in Eppingen

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Symbolbild.
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Die Tiere werden immer im Eppinger Ortsteil Hellberg getötet.

Fünf Hunde und zwei Katzen. Das ist die traurige Bilanz einer rätselhaften Killerserie, die für ein mulmiges Gefühl bei vielen Tierhaltern in Eppingen sorgt. Seit Jahren schon verenden Tiere qualvoll an den Folgen einer Vergiftung. Immer im selben Eppinger Ortsteil: in Hellberg. Michaela Markewitz vom Tierschutzverein Eppingen erklärt: "40-Kilo-Hunde sterben innerhalb von wenigen Minuten."

Doch wer oder was treibt in Eppingen sein Unwesen? Noch seien die Köder und die Ursache nicht gefunden. Eine mögliche Theorie seien Spritzmittel auf Feldern. Dem steht Markewitz jedoch skeptisch gegenüber: "Nicht nur in Eppingen Hellberg wird gespritzt, aber nur bei uns sterben die Tiere. Teilweise auch in Gärten. Das ist schon auffällig."

Die rätselhaften Vorfälle häufen sich. 2012 wurde der erste Fall bekannt, erst im Mai sorgte der neuste Fall für Aufregen, bei dem die Labrador-Mix-Hündin Juna vestarb, wie der SWR berichtet. Der Polizei wurde erst vor fünf Wochen ein Vorfall gemeldet. Frank Belz, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Heilbronn, sagt: "Aktuell ist der Polizei aber nichts bekannt." Das könne laut Belz aber auch daran liegen, dass die betroffenen Tierbesitzer die Fälle nicht zur Anzeige bringen. 

Auf der Homepage des Tierschutzvereins Eppingen machen die Tierfreunde auf die rätselhaften Vorfälle aufmerksam. Die betroffenen Hunde würden unter den selben Symptomen, wie Krampfanfälle, Fieber, Erbrechen und Durchfall leiden - und anschließend sterben. Sie rufen dazu auf, die verstorbenen Tiere oder deren Mageninhalt für Untersuchungen zur Verfügung zu stellen, um die Art der Vergiftung zu ermitteln. Markewitz: "Wir möchten alle betroffenen Hundebesitzer dazu bitten, ihre Tiere zur Obduktion freizugeben. Wir wollen eine schnelle Aufklärung. Dazu brauchen wir Tatsachen und Fakten - alles andere ist Spekulation."

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