Ältere Menschen besonders bedroht

Hohenlohekreis: Corona-Neuinfektionen explodieren – acht Pflegeheime betroffen

Die 7-Tages-Inzidenz liegt im Hohenlohekreis derzeit bei 132,3 Neuinfektionen, die meisten Fälle gehen auf Pflegeheime zurück. Es sind bereits acht Pflegeheime betroffen.

  • Im Hohenlohekreis wurden 1.4.12 Corona-Infizierte gemeldet, davon sind 1.210 wieder genesen. 48 Menschen sind bereits an dem Coronavirus verstorben.
  • Aktuell sind 154 Personen im Hohenlohekreis mit dem Coronavirus infiziert. 673 Menschen sind derzeit als Kontaktperson gemeldet und befinden sich in Quarantäne.
  • Inzwischen sind acht Pflegeheime im Hohenlohekreis betroffen. Auch Pflegekräfte haben sich infiziert.

Update vom 19. November, 10.40 Uhr: Im Hohenlohekreis wurden am Mittwoch 26 neue Corona-Fälle durch das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz steigt somit weiterhin und liegt mittlerweile bei 138,5 pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der Corona-Infizierten in ganz Baden-Württemberg explodiert weiterhin.

In drei bereits betroffenen Pflegeheimen wurden zehn Corona-Neuinfektionen bestätigt. Vier Menschen davon sind Pflegekräfte, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Im gesamten Hohenloherkreis sind inzwischen laut Landratsamt acht Pflegeheime beziehungsweise Behinderteneinrichtungen betroffen.  Die Versorgung und Pflege der Bewohner ist in den Einrichtungen weiterhin sichergestellt. Das Gesundheitsamt befindet sich im engen Austausch mit den Einrichtungen.

Am Bildungszentrum Bretzfeld wurde eine weitere Schülerin positiv getestet, diese wurde bereits durch die Fallermittler im Gesundheitsamt als enge Kontaktperson eingestuft und befindet sich in Quarantäne. Durch einen positiven Fall im Main-Tauber-Kreis ist zudem die Andreas-Fröhlich-Schule in Krautheim betroffen, die Ermittlung der Kontaktpersonen dauert weiterhin an.

Hohenlohekreis: Notstand in Pflegeheimen? Zahl der Corona-Neuinfektionen explodiert

Erstmeldung vom 19. November, 7.09 Uhr: Im Hohenlohekreis bedroht das Coronavirus zunehmend wieder ältere Menschen. Wie das Gesundheitsamt des Landratsamtes meldet, sind unter anderem sechs Pflegeheime und zwei weitere Einrichtungen betroffen. Auch am Dienstag wurden weitere Bewohner und Mitarbeiter von zwei bereits betroffenen Pflegeheimen positiv durch PCR-Test bestätigt. Mit allen betroffenen Einrichtungen steht das Gesundheitsamt im engen Austausch, teilte dieses mit.

Bereits am Wochenende hatte das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 24 neue Corona-Fälle gemeldet, 22 davon am Samstag. Betroffen sind unter anderem vier Schulen: die Realschule Öhringen, das Bildungszentrum Bretzfeld, die Georg-Fahrbach-Schule Ingelfingen und die Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau sowie ein Kindergarten in Mulfingen. Es wurden insgesamt 75 Personen neu als Kontaktpersonen ermittelt und müssen nun vorsorglich in Quarantäne.

Im Hohenlohekreis explodieren die Corona-Neuinfektionen: Es herrscht höchste Alarmbereitschaft

Laut des Landratsamtes Hohenlohekreis ist die notwendige Versorgung und Pflege der Bewohner derzeit in allen Einrichtungen sichergestellt. „Die Lage in den Pflegeheimen beobachten wir mit enormer Sorgfalt und höchster Alarmbereitschaft, sie ist sehr besorgniserregend“, so Landrat Dr. Matthias Neth. Einige Bewohner befinden sich mittlerweile in stationärer Behandlung.

Positiv getestete Bewohner aus einem Seniorenheim im Hohenlohekreis wurden nicht nach Öhringen, sondern nach Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) gebracht. In Bad Mergentheim müssen die Kliniken wegen schwieriger Corona-Fälle nun stärker reagieren: Dort sei laut Angaben des SWR am Montag eine komplette Station geräumt worden, um Infizierte aufnehmen zu können. In Berlin hingegen schockte ein Corona-Ausbruch in einem Altenheim mit insgesamt zwölf Toten.

Steigende Corona-Infektionen im Hohenlohekreis: Die Lage ist ernst

Allgemein steigen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg weiterhin drastisch. Für ganz Baden-Württemberg ist wegen steigender Coronavirus-Neuinfektionen die Pandemiestufe 3 ausgerufen In der Region haben sich bereits Esslingen, Stuttgart und Ludwigburg zu Hotspots entwickelt.

„Wie schon bei der ersten Welle ist das oberste Ziel, dass unser Gesundheitssystem funktionsfähig bleibt und nicht überfordert wird. Das passiert aber, wenn die Verbreitung unkontrolliert verläuft und zu viele Personen gleichzeitig erkranken und auf eine stationäre Versorgung angewiesen sind“, appelliert Landrat Dr. Matthias Neth dringend an die Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Verordnungen. „Gemeinsam müssen wir den Anstieg der Infektionszahlen dringend reduzieren. Die Lage ist weiterhin sehr ernst.“

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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