Corona-Kalender der Formel 1!

Formel 1 zurück am Nürburgring: Aber kein Deutschland-GP!

  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die Formel 1 werkelt weiter am Corona-Kalender für die laufende Saison. Doch noch fehlt der Hockenheimring. Jetzt äußern sich die Verantwortlichen!

  • 2019 war die Formel 1 zuletzt auf dem Hockenheimring zu Gast.
  • In diesem Jahr war kein Grand-Prix vorgesehen.
  • Statt in Hockenheim fährt die Formel 1 jetzt auf dem Nürburgring.

Hockenheimring-Aus: Formel 1 am Nürburgring - Aber kein Deutschland-GP!

Update 24. Juli: Das Sensations-Comeback des Nürburgrings scheint perfekt. Bislang gibt es aber noch immer keine offizielle Bestätigung der Formel 1 und der Streckenbetreiber der als "Grünen Hölle" bekannten Strecke.

Die Rückkehr der Formel 1 nach Deutschland ist nach dem Aus des Hockenheimring - der im letzten Jahr Austragungsort eines Formel-1-Rennens war - laut motorsport-total.com aber dennoch sicher. Wie das Fachmagazin berichtet, gastiert die Königsklasse am 11. Oktober auf dem Eifel-Kurs.

Hockenheimring-Aus: Rückkehr der Traditionsstrecken in die Formel 1

Einen "Großen Preis von Deutschland" wird es laut motorsport-total.com allerdings nicht geben! Denn: Die Namensrechte liegen beim Automobilclub von Deutschland (AvD), am Nürburgring übernimmt allerdings der ADAC die Schirmherrschaft über das Rennen. Auch der "Große Preis von Europa", den die Strecke lange beheimatet hat, wird nicht reaktiviert. Stattdessen trägt die Formel 1 den "Großen Preis der Eifel" aus. 

Im Oktober gastiert die Formel 1 zum ersten Mal seit 2013 auf dem Nürburgring

Auch der ehemalige "Große Preis von San Marino" in Imola am 1. November - der zusammen mit dem Nürburgring und Portugal-Grand-Prix am 25. November den nächsten Europa-Schwung komplettiert - bekommt einen neuen Namen. Auf der Traditionsstrecke in Italien findet der "Große Preis der Emilia-Romagna"statt. Vorbild für die Namensgebung ist das zweite Rennen auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg, das als "Großer Preis der Steiermark" ausgetragen wurde.

Hockenheimring: Formel-1-Comeback  - So sehen es die Verantwortlichen!

Update 23. Juli: So schnell kann es gehen. Noch vor zwei Wochen schien es so, als wäre ein Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring nur noch reine Formsache. Nun ist klar, die Königsklasse wird nicht in Baden-Württemberg fahren.

"Wir haben immer versucht, eine Lösung zu finden. Wir sind aber immer bei unserer Maßgabe geblieben, dass wirnicht auf Kosten sitzen bleiben dürfen", erklärte Veranstalter Jorn Teske der dpa. "Wir sind am Ende nicht zusammengekommen." Diese Wendung hatte sich bereits am Mittwoch abgezeichnet.

Hockenheimring: Fährt die Formel 1 nun in der Eifel?

Denn wie das Online-Portal motorsport-magazin.com berichtete, galt plötzlich der Nürburgring als Austragungsort für ein Rennen der Formel 1 in Deutschland. Es wäre das erste Rennen der Königsklasse seit 2013. Das Comeback der Eifel-Strecke sollam 11. Oktober stattfinden.

Doch auch am Nürburgring möchte man die Formel 1 nicht um jeden Preis zurück, wie Pressesprecher Alexander Gerhard betont: "Wie wir in der Vergangenheit immer betont haben, muss die Austragung einer Formel 1 auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten für den Nürburgring sinnvoll sein. An dieserMaßgabe hat sich nichts geändert."

Hockenheimring: Ist die Entscheidung über Formel-1-Comeback getroffen?

Update 10. Juli: Der Saisonstart der Formel 1 in Österreich ist geglückt, doch noch immer steht die Frage im Raum: Wie geht es nun weiter? Bislang umfasste der Corona-Kalender der Formel 1 lediglich acht Rennen in Europa. Immer wieder wurde aufgrund der Situation auf den anderen Kontinenten über weitere Rennen in Europa spekuliert. Ein Name, der dabei immer wieder viel: der Hockenheimring.

Bei den Verantwortlichen stieß das auf viel Gegenliebe und so bot man sich mehrfach für einen Ersatz-Grand-Prix an. Bislang sucht man die Strecke aus Baden-Württemberg aber noch vergebens im Kalender der Formel 1. Dafür sind nun mit Mugello und Sotschi zwei weitere Rennen bestätigt worden. Doch wie Auto, Motor und Sport berichtet, ist auch das Comeback des Hockenheimrings beschlossene Sache. Demnach soll der "Große Preis von Deutschland" im Oktober stattfinden und zusammen mit Imola und Portimao Teil eines weiteren Europa-Dreierpacks sein. Der genau Termin steht aber noch nicht fest!

Hockenheimring: Formel-1-Comeback nur eine Frage der Zeit?

Update 13.  Juni: Nach den Absagen der Formel-1-Rennen in Japan, Singapur und Aserbaidschan darf sich der Hockenheimring wieder berechtigte Hoffnungen auf den Grand-Prix machen. Die Betreiber der Strecke wünschen sich allerdings eine schnelle Entscheidung der Formel-1-Bosse. "Es ist nicht neu, wenn ich sage, dass je später eine Entscheidung fällt, umso schwieriger wird es auch", erklärt Hockenheimring-Geschäftsführer Jorn Teske der Deutschen Presse-Agentur.

Auch der Formel-1-Sportchef Ross Brawn hatte bereits vor den Absagen erklärt "eine ausgedehnte Europa-Saison mit einem oder zwei weiteren Rennen" sei eine Option. Am Hockenheimring wäre man jedenfalls bereit in die Presche zuspringen und ein oder zwei Ersatz-Rennen auszutragen: "Es ist bekannt, dass wir schnell, gewissenhaft und mit hoher Qualität einen Grand Prix ausrichten können." Mit Imola  und Mugello hat der Hockenheimring allerdings harte Konkurrenz, außerdem könnte das Rennen im kanadischen Montreal möglicherweise doch ausgetragen werden.

Hockenheimring: Zweite Chance für Formel-1-Rückkehr?

Update 12. Juni: Als die Formel 1 Anfang  des Monats die ersten acht Rennen für die aktuelle Saison bekannt gab, war bei vielen Fans die Enttäuschung groß. Denn trotz Verhandlungen mit den Formel-1-Bossen hatte es der Hockenheimring nicht in den Kalender geschafft. Stattdessen waren je zwei Rennen in Spielberg und Silverstone, sowie WM-Läufe in Budapest, Spa-Francochamps und Monza vorgesehen.

Allerdings handelte es sich dabei lediglich nur um einen Teil des Kalenders - ein Hoffnungsschimmer, dass die F1-Boliden doch noch auf die Strecke in Baden-Württemberg zurückkehren blieb. Mit der Absage der Rennen in Japan, Singapur und Aserbaidschan besteht wieder die Chance, dass es auch 2020 einen Großen Preis von Deutschland geben könnte. Geht es nach BBC Sport ist es nahezu sicher, dass die Formel 1 im September doch noch in Hockenheim gastiert. Allerdings ist auch Mugello in Italien ein Kandidat. 

Gegenüber BBC Sport betonte  Formel-1-Sportchef Ross Brawn, dass weitere Absagen nicht auszuschließen sind: "Wenn wir das Sicherheits- und Gesundheitsrisiko als zu hoch einschätzen, werden wir vielleicht nicht dorthin reisen, selbst wenn wir die Verpflichtungen des Landes erfüllen können." Gemeint sind hier Länder wie Mexiko, Brasilien oder die USA, die immer noch schwer mit dem Coronavirus zu kämpfen haben.

Hockenheimring: Rückkehr der Formel 1 wird konkreter!

Update, 15. Mai: Noch immer schweigen die Motoren der Formel-1-Autos in den Fabriken der Teams, denn wegen des Coronavirus wurden bisher alle Saisonrennen abgesagt oder verschoben. Erst im Juli soll es mit zwei Rennen am Red-Bull-Ring in  der Nähe von Salzburg weitergehen. Wie es dann weitergeht, ist noch unklar.

Eine Option ist laut der dpa weiterhin ein Rennen auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg. Bereits im April wurde bekannt, dass die Traditionsstrecke - die in diesem Jahr nicht im Kalender der Formel 1 vertreten ist - ein Kandidat für einen Ersatz-Grand-Prixs ist. Diese Gespräche wurden inzwischen offenbar intensiviert. Bisher wurden aber nur organisatorische Abläufe besprochen, die finanziellen Rahmenbedingungen waren indes noch kein Thema.

Möglicherweise könnte sich das aber schnell ändern, denn laut motorsport.com ist der Hockenheimring ein Kandidat als Ersatz für den Großen Preis von Großbritannien - der im Notkalender der Formel 1 für den 26. Juli und 2. August vorgesehen ist - sollten die Verhandlungen mit dem dortigen Veranstalter scheitern.

Hockenheimring: Kehrt die Formel 1 wegen des Coronavirus zurück?

Erstmeldung, 30. April: Eigentlich sollte in diesem Jahr kein Rennen der Formel 1 auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg stattfinden. Eigentlich. Denn durch den Ausbruch des Coronavirus hat sich viel verändert. Seit der Absage des Saisonauftakts in Australien befindet sich die Formel 1 - wie viele andere Sportarten auch - in einer Zwangspause. Diese haben einige Formel-1-Teams genutzt, um sich im Kampf gegen das Coronavirus zu engagieren.

Bis Ende Juni bleiben die PS-starken Boliden der Königsklasse in den Fabriken der Formel 1 Teams. Das erste Rennen des Notkalenders soll dann am 5. Juli am Red-Bull-Ring in Österreich stattfinden. Auch dieser Notkalender soll 15 bis 18 Rennen umfassen. Aber Formel-1-Chef Chase Carey betont gegenüber der dpa: "Alle unsere Pläne können sich offensichtlich ändern, da wir viele Probleme zu lösen haben." 

Formel 1 am Hockenheimring: Kommt es zum Ersatz-Grand-Prix ohne Zuschauer?

Doch was hat das alles mit dem Hockenheimring in Baden-Württemberg zu tun? Bekanntlich wurde dessen Vertrag nach zuletzt drei hochspannenden Rennen im vergangenen Jahr nicht verlängert, da sich die Hockenheimring GmbH nicht mit der Formel-1-Gesellschaft einigen konnten.

Durch diezahlreichen Absagen der Rennen im Kalender der Formel 1, ist ein Ersatz-Grand-Prix  - womöglich ohne Zuschauer - auf der Traditionsstrecke in Baden-Württemberg laut dem SWR wieder ein Thema. Wie die Hockenheimring GmbH dem SWR mitteilte, befindet man sich derzeit in Gesprächen mit der Formel 1.

Hockenheimring: Noch keine konkreten Gespräche

Diese seien allerdings aufgrund des bis Ende August geltenden Verbots von Großveranstaltungen noch nicht konkret. Aber: "Wir würden eine konkrete Anfrage prüfen und uns Gesprächen nicht verschließen", sagte Jorn Teske, der zusammen mit Jochen Nerpel Geschäftsführer des Hockenheimrings ist gegenüber der dpa. "Wir stehen ohnehin mit den Rechteinhabern in unregelmäßigem und lockerem Austausch."

Die Geschäftsführer der Hockenheim-Ring-Bosse Jorn Teske (l) und Jochen Nerpel tauschen sich unregelmäßig mit den Rechteinhabern aus.

Wie die dpa zudem berichtet, müssten zuvor zahlreiche Fragen geklärt werden. Denn noch ist unklar, ob ein Geisterrennen unter den aktuellen Bestimmungen der Corona-Verordnung überhaupt umsetzbar ist. Denn auch ohne Zuschauer sind neben den Fahrern und Teams hunderte Menschen für die Durchführung eines Formel-1-Rennens am Hockenheimring nötig. Zudem ist unklar, ob überhaupt alle im Ausland beheimatete Teams einreisen dürfen. Bis es weiter geht, sind einige Formel-1-Piloten virtuell unterwegs und liefern sich unter dem Motto "We Race On" zahlreiche Rennen.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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