Als Silverstone Ersatz?

Formel 1 am Hockenheimring - geht jetzt alles ganz schnell?

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Die Formel 1 strickt wegen des Coronavirus einen Notfallkalender zusammen. Der Hockenheimring könnte dabei sein.

  • 2019 war die Formel 1 zuletzt auf dem Hockenheimring zu Gast.
  • In diesem Jahr war kein GrandPrix vorgesehen.
  • Das könnte sich jetzt durch das Coronavirus ändern.

Hockenheimring: Rückkehr der Formel 1 wird konkreter!

Update, 15. Mai: Noch immer schweigen die Motoren der Formel-1-Autos in den Fabriken der Teams, denn wegen des Coronavirus wurden bisher alle Saisonrennen abgesagt oder verschoben. Erst im Juli soll es mit zwei Rennen am Red-Bull-Ring in  der Nähe von Salzburg weitergehen. Wie es dann weitergeht, ist noch unklar.

Eine Option ist laut der dpa weiterhin ein Rennen auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg. Bereits im April wurde bekannt, dass die Traditionsstrecke - die in diesem Jahr nicht im Kalender der Formel 1 vertreten ist - ein Kandidat für einen Ersatz-Grand-Prixs ist. Diese Gespräche wurden inzwischen offenbar intensiviert. Bisher wurden aber nur organisatorische Abläufe besprochen, die finanziellen Rahmenbedingungen waren indes noch kein Thema.

Möglicherweise könnte sich das aber schnell ändern, denn laut motorsport.com ist der Hockenheimring ein Kandidat als Ersatz für den Großen Preis von Großbritannien - der im Notkalender der Formel 1 für den 26. Juli und 2. August vorgesehen ist - sollten die Verhandlungen mit dem dortigen Veranstalter scheitern.

Hockenheimring: Kehrt die Formel 1 wegen des Coronavirus zurück?

Erstmeldung, 30. April: Eigentlich sollte in diesem Jahr kein Rennen der Formel 1 auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg stattfinden. Eigentlich. Denn durch den Ausbruch des Coronavirus hat sich viel verändert. Seit der Absage des Saisonauftakts in Australien befindet sich die Formel 1 - wie viele andere Sportarten auch - in einer Zwangspause. Diese haben einige Formel-1-Teams genutzt, um sich im Kampf gegen das Coronavirus zu engagieren.

Bis Ende Juni bleiben die PS-starken Boliden der Königsklasse in den Fabriken der Formel 1 Teams. Das erste Rennen des Notkalenders soll dann am 5. Juli am Red-Bull-Ring in Österreich stattfinden. Auch dieser Notkalender soll 15 bis 18 Rennen umfassen. Aber Formel-1-Chef Chase Carey betont gegenüber der dpa: "Alle unsere Pläne können sich offensichtlich ändern, da wir viele Probleme zu lösen haben." 

Formel 1 am Hockenheimring: Kommt es zum Ersatz-Grand-Prix ohne Zuschauer?

Doch was hat das alles mit dem Hockenheimring in Baden-Württemberg zu tun? Bekanntlich wurde dessen Vertrag nach zuletzt drei hochspannenden Rennen im vergangenen Jahr nicht verlängert, da sich die Hockenheimring GmbH nicht mit der Formel-1-Gesellschaft einigen konnten.

Durch diezahlreichen Absagen der Rennen im Kalender der Formel 1, ist ein Ersatz-Grand-Prix  - womöglich ohne Zuschauer - auf der Traditionsstrecke in Baden-Württemberg laut dem SWR wieder ein Thema. Wie die Hockenheimring GmbH dem SWR mitteilte, befindet man sich derzeit in Gesprächen mit der Formel 1.

Hockenheimring: Noch keine konkreten Gespräche

Diese seien allerdings aufgrund des bis Ende August geltenden Verbots von Großveranstaltungen noch nicht konkret. Aber: "Wir würden eine konkrete Anfrage prüfen und uns Gesprächen nicht verschließen", sagte Jorn Teske, der zusammen mit Jochen Nerpel Geschäftsführer des Hockenheimrings ist gegenüber der dpa. "Wir stehen ohnehin mit den Rechteinhabern in unregelmäßigem und lockerem Austausch."

Die Geschäftsführer der Hockenheim-Ring-Bosse Jorn Teske (l) und Jochen Nerpel tauschen sich unregelmäßig mit den Rechteinhabern aus.

Wie die dpa zudem berichtet, müssten zuvor zahlreiche Fragen geklärt werden. Denn noch ist unklar, ob ein Geisterrennen unter den aktuellen Bestimmungen der Corona-Verordnung überhaupt umsetzbar ist. Denn auch ohne Zuschauer sind neben den Fahrern und Teams hunderte Menschen für die Durchführung eines Formel-1-Rennens am Hockenheimring nötig. Zudem ist unklar, ob überhaupt alle im Ausland beheimatete Teams einreisen dürfen. Bis es weiter geht, sind einige Formel-1-Piloten virtuell unterwegs und liefern sich unter dem Motto "We Race On" zahlreiche Rennen.

Rubriklistenbild: © woi hak kay

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