Ein Hindernislauf der besonderen Art

Sie nahm mit hartem Training 20 Kilo ab - doch das stand gar nicht im Fokus

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Olga Rangnau hat im Obstacle Course Racing ihren Sport gefunden.
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Olga Rangnau hat sprichwörtlich Blut geleckt und im Geländelauf mit Hindernissen ihren Sport gefunden.

Vor knapp einem Jahr fasste Olga Rangnau einen Entschluss: raus aus der Bequemzone und gleichzeitig überschüssige Pfunde loswerden. Mit Erfolg! In nur wenigen Monaten ist sie um 20 kg leichter geworden und hat zugleich eine Sportart für sich entdeckt, die in der Region vor allem durch den Motorman-Run in Neuenstadt einen steigenden Bekanntheitsgrad erlangt hat: das Obstacle Cource Racing (OCR), zu Deutsch: ein Geländelauf mit Hindernissen.

Dass man bei diesem Rennen auch mit Matsch und Schlamm in Berührung kommt, stört Olga Rangnau nicht im Geringsten. "Es reizt mich, auch unter harten, äußerlichen Bedingungen alles aus mir herauszuholen", sagt die zierliche junge Frau, die keine Angst davor hat, dass "danach die Frisur nicht mehr sitzt". Kraft und Ausdauer seien ihre Stärken und sie schwärmt von den körperlichen Herausforderungen, vor die sie beim Obstacle Course Racing gestellt werde. Einfach nur geradeaus laufen wie bei einem Marathon? Das wäre ihr entschieden zu langweilig!

Obstacle Course Racing: Zweiter Platz beim Motorman-Run

Rangnau reizt es, unter harten Bedingungen alles auch sich herauszuholen.

"Während eines OCR-Laufs geht es stets bergauf und bergab, durch Wald und Flur, durch Wasserläufe hindurch, über Hindernisse wie Mauern und Leitern, die man überwinden muss, ohne an Tempo zu verlieren. Das finde ich toll und das liegt mir auch!". In der Tat. Gleich bei ihrem ersten Wettkampf im Obstacle Course Racing, also im Extrem-Hindernislauf, im vergangenen Mai in Bühlertann kommt die 29-Jährige aus dem Stand auf den 8. Platz im Gesamt-Klassement der Frauen. Das spornt die ehrgeizige Sportlerin aus Neuenstein an. Sie ergattert kurzfristig einen der begehrten Startplätze für den Motorman-Run in Neuenstadt und kommt, mit wenigen Sekunden Rückstand auf die Erstplatzierte, auf Rang zwei durchs Ziel.

Die nötigen Fertigkeiten - Rennen, Tempowechsel, Hochspringen, Greifen, Gleichgewicht halten, Klettern, unter Kopf tauchen - hat sie sich selbst angeeignet anhand von Fachbeiträgen im Internet und durch hartes Training. "Mein Alltag ist gut durchgetaktet. Ich trainiere täglich. Entweder auf dem Laufband bei mir im Keller oder in den Waldenburger Bergen. Im Sommer steige ich auch gern aufs Rennrad", erzählt die Autodidaktin, die ihre Trainingspläne akribisch selbst erstellt.

Obstacle Course Racing: Nächste Ziele stehen fest

Matsch und Dreck stören Rangnau überhaupt nicht.

Die Liste der Wettkämpfe, die sie im kommenden Jahr in Angriff nehmen will, steht ebenfalls schon fest. Neben 15 Wettkämpfen im gesamten Bundesgebiet wird sie in der Region in Bühlertann (5. Mai), in Kupferzell (23. Juni) und in Neuenstadt (7. September) am Start sein. Und vielleicht geht bereits im nächsten Jahr ihr Traum in Erfüllung, sich für die Europameisterschaften zu qualifizieren.

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