Zahlreiche Einsätze

Bei Unwetter "Fabienne": Feuerwehr kann Unglück von Kindergarten noch abwenden

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Zahlreiche umgeknickte Bäume liegen über einer Straße. Der erste schwere Herbststurm in diesem Jahr hat im Süden Deutschlands für Verwüstung gesorgt.
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Feuerwehr und THW hatten alle Hände voll zu tun, um die Schäden wieder zu beseitigen. Bei einem Kindergarten in Morsbach ging gerade noch alles gut.

Der erste schwer Sturm im kalendarischen Herbst ist am Sonntag über Baden-Württemberg hinweggefegt. Auch die Region hat dies deutlich zu spüren bekommen mit Starkregen und Windböen. Im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn kam es am Sonntag zwischen 13.50 Uhr und 22 Uhr aus diesem Grund zu 124 Einsätzen. 

Überwiegend handelte es sich um blockierte Straßen durch Windbruch und umgestürzte Bäume. Nach erster Sichtung der Einsatzlage wurden mindestens 12 Pkw durch umgestürzte Bäume oder herabfallende Äste beschädigt.

Jede Menge umstürzende Bäume sorgen für Gefahr

Besonders erwähnt wurde von der Polizei ein Unfall auf der K 2155 zwischen Talheim und Untergruppenbach. Hier stürzte ein Baum auf einen fahrenden PKW. Der Fahrer hatte mächtig Glück, wurde dabei nur leicht verletzt.

Zusätzlich kam es im entsprechenden Zeitraum zu zwei Unfällen mit zwei Leichtverletzten und vier Unfällen mit Sachschäden. Sämtliche Feuerwehren im Präsidiumsbereich und das THW waren im Einsatz um die Hinterlassenschaften des Unwetters zu beseitigen.

Bilder: Baum wird von Sturm umgerissen und begräbt Auto unter sich

Auch im Hohenlohekreis Unwetterschäden

Auch den Hohenlohekreis ließ das Unwetter namens "Fabienne" am Sonntag nicht aus. Im Revierbereich Öhringen hatten Feuerwehr und Polizei viel zu tun. In der Neuensteiner "Neufelser Mühle" stürzte ein Baum gegen 19 Uhr auf geparkte Autos und beschädigte dabei auch einen Pavillon. Auch in der Öhringer Friedrichsruher Straße fiel ein Baum auf die Fahrbahn. Außerdem blockierte zur selben Zeit ein weiterer Baum die Obersteinbacher Straße im Ortsausgang Michelbach.

Künzelsau blieb ebenfalls nicht von stürzenden Bäumen verschont. Auf der L1045, zwischen Ingelfingen und Künzelsau, wurde ein Baum auf der Straße gemeldet. Genau wie auf der Stecke Nitzenhausen in Richtung Mäusdorf, zwischen Hesselbronn und Goggenbach und auf der B19 im Bereich der Kupfersenke. Im Niedernhaller Bachäcker konnte der Besitzer eines VW Golfs nichts gegen die Naturgewalt tun. Sein PKW wurde unter einem Baum begraben.

Feuerwehr wendet zwei Unglücke ab

Im Stadtbereich Künzelsau machten sich durch die Windböen mehrere Gegenstände selbstständig. Darunter unter anderem Mülleimer und Blumenkübel. Außerdem machten zwei Ampelanlagen entlang der B19 Probleme. An der Anschlussstelle Kupferzell fiel eine Ampel aus und an der Belzhager Kreuzung drohte die Ampel durch den Wind umzukippen. Dies konnte aber noch verhindert werden.

Einem Kindergarten in Morsbach drohte beinahe ein anderes Unglück. Ein Gullideckel in der Nähe lief über, sodass das Wasser drohte in den Kindergarten hineinzulaufen. Auch dieses Unglück konnte abgewendet werden.

Im Rhein-Neckar-Kreis klappte das leider nicht. Dort war ein Vierjähriger in einem Auto von einem umstürzenden Baum lebensgefährlich verletzt worden.

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