Storchenberingung

So haben die Storchenbabys im Tripsdrill Regen und Kälte überlebt

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Storch im Nest.
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Das Wetter im Mai war vor allem für Storchenbabys ziemlich gefährlich. Ute Reinhardt führt die jährliche Storchenberingung im Tripsdrill durch und verrät wie es die Jungtiere überlebt haben.

+++ Update 31. Mai : So haben die Storchenbabys im Tripsdrill Regen und Kälte überlebt

Störche hatten es im Monat Mai gar nicht so einfach. In manchen Regionen Baden-Württembergs kam es aufgrund von Kälte und starken Regenfällen zum Tode vieler Storchenbabys. 

Auch die vielen Jungtiere im Tripsdrill in Cleebronn waren gefährdet. Auf Anfrage von echo24.de konnte Pressesprecher Birger Meierjohann keine bekannten Fälle von toten Storchenbabys im Tripsdrill nennen. Die jährliche Storchenberingung sollte genaue Erkenntnisse bringen. 

Vergangenen Mittwoch war es dann soweit. Ute Reinhardt ist die Storchenbeauftragte des Landes und beringt auch die Störche im Tripsdrill. Jeder Storch bekommt von ihr eine individuelle Kennung, die registriert wird. Damit können Experten den Weg der Vögel lückenlos nachverfolgen.

Die Expertin schaut sich vor allem die Jungtiere an, wiegt sie, säubert den Schnabel und kontrolliert das Nest. Laut Reinhardt gab es vor allem im Allgäu viele Fälle von toten Storchenbabys. In Baden-Württemberg sei die Situation "durchwachsen", wie stimme.de berichtet. Die gute Nachricht: Die Storchenbabys im Tripsdrill haben die Nässe gut überstanden.

+++Ursprungsmeldung: 23. Mai Tote Storchenbabys auch in Heilbronn und Region?+++

Kühler Wind, starke Regenfälle und kalte Nächte - das alles einen Monat vor dem kalendarischen Sommeranfang. Vielerorts kam es zu starken Überschwemmungen. Doch nicht nur Flüsse und Bäche sind übergelaufen, auch Störche hatten mit dem Wetter ziemlich zu kämpfen. 

Deshalb ist zu viel Regen und Kälte gefährlich für Storchenbabys

Störche brüten in der Zeit von März bis Juni. Das diesjährige Mai-Wetter wurde vielen Storchenbabys aber zum Verhängnis. Denn durch das dicht gebaute Nest kann das Wasser nur langsam abfließen. Das Problem: Durch das Wasser im Nest kühlen die Köper der Storchenbabys ab. Sie bekommen kalte Füße, hinzu kommt die Kälte in der Nacht. Die Jungtiere bekommen Fieber und sterben an einer Unterkühlung. 

So zuletzt unter anderem in Crailsheim geschehen. Über eine Webcam wurde das dramatische Ausmaß im Storchennest deutlich. Die Küken kamen alle ums Leben.

Haben die Strochenbabys im Tripsdrill überlebt?

Ob es dieses Problem auch in der Region gibt? Im Erlenbnispark Tripsdrill in Cleebronn machen es sich viele Störche jedes Jahr gemütlich. Wie haben denn die Strochenbabys im Tripsdrill das schmuddelige Wetter überstanden?

"Das ist schwer zu sagen auf den ersten Blick. Bisher ist noch nicht bekannt ob die Storchenbabys alle überlebt haben. Das wird sich erst nächste Woche bei der Storchenberingung zeigen. Störche werfen ihre toten Jungtiere aus dem Nest. Das konnten wir bis jetzt nicht beobachten", erklärt Pressesprecher Birger Meierjohann.

BUGA 2019: Wie geht es den Schwanenküken?

Auf der BUGA wurde eine Schwanenfamilie gesichtet. Wie geht es den Schwanenküken nach diesen stürmischen Tagen? "Ich war gestern vor Ort und habe nach der Schwanenfamilie geschaut. Vaterschwan, Mutterschwan und Küken schwammen im Schilf. Es geht ihnen gut", sagt BUGA-Pressesprecherin Suse Bucher-Pinell.

BUGA-Schwan mit seinem Jungtier.

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