Zahl der Pflegebedürftigen gestiegen 

Zahl der Pflegefälle in Region steigt: Deshalb sind immer mehr Menschen auf Hilfe angewiesen

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Immer mehr Menschen brauchen Hilfe aus der Pflegeversicherung.
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Im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind immer mehr Menschen auf Leistungen der Pflegeversicherung angewiesen. Das teilt die AOK Heilbronn-Franken in Bezug auf die eigenen Daten mit.

  •  Im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist die Pflegebedürftigkeit stark angestiegen.
  • Immer mehr Menschen, besonders ältere, sind auf Pflegeleistungen angewiesen.
  • Pflegeversicherung: Eine strukturelle Neuaufstellung ist notwendig.

Immer mehr Menschen im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind auf Pflege angewiesen. Laut den Zahlen der AOK Heilbronn-Franken ist der Anteil an Pflegebedürftigen im Zeitraum von 2014 bis 2018 um 5,2 Prozent im Stadt und um 4,5 Prozent im Landkreis gestiegen. Fast 11.000 AOK-Versicherte haben demnach im Jahr 2018 Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten.

Heilbronn: Die Bevölkerung wird älter - Pflegefälle steigen

Eine Hauptursache für den steigenden Bedarf an Pflegeleistungen ist laut AOK Heilbronn-Franken der demografische Wandel und die daraus resultierende höhere Lebenserwartung. Zwei von drei AOK-Versicherten, ab einem Alter von 85 Jahren, beziehen demnach Leistungen aus der Pflegekasse, wie der SWR zuvor berichtete.

Vergessen darf man in diesem Zusammenhang nicht, dass die Leistungen aus der Pflegeversicherung eine "Spürbare Erleichterung für den betroffenen Versicherten, aber auch für seine Angehörigen sind", erklärt Michaela Lierheimer, Geschäftsführerin der AOK-Bezirksdirektion Heilbronn-Franken.

AOK Heilbronn: Pflege muss weiterhin bezahlbar sein

Um eine gute Versorgung der steigenden Anzahl an Pflegefällen zu garantieren, sei es notwendig, komplizierter werdende Bürokratie abzubauen, sagt Lierheimer. Fachgebiete wie Prävention, Rehabilitation, Pflege und Medizin müsse man weiter systematisch verzahnen, erklärt Lierheimer weiter.

Um diese Versorgung aber auch langfristig zu gewährleisten, ist "eine strukturelle Neuaufstellung aufgrund der aktuellen Entwicklung zwingend erforderlich", erklärt Lierheimer. Unabhängig davon, ob jemand zuhause, im betreuten Wohnen oder in einem Pflegeheim lebt: "Pflege darf nicht zur Armut führen", sagt Lierheimer. Trotzdem müssen die Kosten für den steigenden Bedarf an Pflegeleistungen für alle Versicherten stemmbar sein, sagt Lierheimer weiter.

Hilfe - aber nicht nur in der Pflege!

Nicht nur im Alter sind Menschen auf Hilfe angewiesen. Auch Obdachlose aus der Region freuen sich, wenn sie nicht vergessen werden. Besonders an Weihnachten ist eine gemeinsame Mahlzeit oft schon sehr viel wert. Auch Armut im Alter wird in den kommenden Jahren immer mehr zum Problem. Angebote wie "die Tafeln" sind heute schon unersetzlich und versorgen Bedürftige täglich mit einer Mahlzeit. An Weihnachten freuen sich auch diese Menschen auch über Geschenke, die von Helfern aus der Region gespendet werden. Doch nicht immer landen brauchbare Aufmerksamkeiten bei den Bedürftigen. 

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