Vier bestätigte Fälle in Baden-Württemberg

Coronavirus nähert sich Heilbronn: Zwei mögliche Verdachtsfälle in SLK-Klinik untersucht

Zwei Menschen wurden in der Lungenklinik Löwenstein untersucht. 
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Zwei Menschen wurden in der Lungenklinik Löwenstein bei Heilbronn untersucht. 
  • Julia Cuprakowa
    vonJulia Cuprakowa
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In Heilbronn-Löwenstein haben sich zwei Menschen auf das Coronavirus testen lassen. Die Untersuchungen galten als eine Vorsichtsmaßnahme der SLK-Klinik. 

  • Vier bestätigte Coronavirus-Infizierte in Baden-Württemberg.
  • Zwei Menschen lassen sich in SLK-Lungenklinik in Löwenstein bei Heilbronn untersuchen.
  • Vorsichtsmaßnahmen: Man wolle nicht den Patienten Null verpassen.

Heilbronn/Löwenstein: Zwei Menschen lassen sich in SLK-Lungenklinik untersuchen 

Nach der bestätigten Coronavirus-Infektion in Göppingen ließen sich jetzt zwei Menschen in der SLK-Lungenklinik in Löwenstein bei Heilbronn untersuchen. Es gab bereits Untersuchungen von Verdachtsfälle an der SLK-Klinik in Heilbronn (wir berichteten). Diese stellten sich aber als eine reine Vorsichtsmaßnahme heraus und die Untersuchungen fielen wie erwartet negativ aus.   

Aber nun stehen die Ärzte vor einem ganz anderen Ausgangspunkt in Heilbronn und der Umgebung. Denn: Jetzt gibt es bestätigte Infektion mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Und der Infizierte befindet sich in Göppingen, rund 100 Kilometer von Heilbronn entfernt. 

Einen Grund zur Sorge in Heilbronn gibt es aber nicht. Denn bei den zwei Untersuchten in Löwenstein handelte es sich nicht um begründete Verdachtsfälle. Sie seien nicht im Risikogebiet unterwegs gewesen, wie swr.de berichtet. Die SLK-Klinik in Löwenstein bei Heilbronn wollte nur nicht den Patienten Null verpassen. Die Tests auf das Coronavirus waren auch in diesen Fällen negativ

Löwenstein: Heilbronner SLK-Kliniken sind gut auf Coronavirus vorbereitet

Die SLK-Kliniken in Löwenstein und auch in Heilbronn sind gut auf mögliche Infizierte vorbereitet. Das Krankenhauspersonal aber auch die Hausärzte in Heilbronn und der Umgebung hatten eine spezifische Unterweisungund Aufklärung zum Thema Coronavirus (wir berichteten bereits zuvor). 

"Wir haben hier eine Infektionsstation, wo wir in der Regel Tuberkulosepatienten behandeln. Wir haben Unterdruckzimmer, alles, was die Bundesärztekammer als empfehlenswert sieht, ist hier vorhanden", sagt Chefarzt Dr. Axel Tobias Kempa gegenüber swr.de. 

Heilbronn: Mehr Coronavirus-Test-Nachfragen in der Region 

Nach vier bestätigten Coronavirus-Infizierten in Baden-Württemberg scheint die Angst vor einer Infektion bei den Menschen zu wachsen. So wollen auch mehr Menschen einen Test auf das Coronavirus durchführen lassen. Hausarzt Dr. Manfred Frenzel vom "Medizinischen Verbund Bottwar" berichtet vom zunehmendem Wunsch seiner Patienten für Schleimhaut-Abstriche. 

Der Coronavirus-Abstrich unterscheidet sich nicht von einem Grippe-Schleimhautabstrich. Laut swr.de handelt es sich hierbei aber um keine Standard-Untersuchung der Hausärzte.  

Heilbronn: SLK-Kliniken richten eine Coronavirus-Hotline ein 

Die Sorge wegen Coronavirus steigt und damit auch der Informationsbedarf der Menschen in Heilbronn und der Region. Darauf reagieren die SLK-Kliniken mit einer Coronavirus-Hotline

Wer sollte sich tatsächlich Sorgen machen? 

  • Menschen, die gerade aus einem Italien-Urlaub kommen, oder geschäftlich in Italien oder China waren
  • Wer innerhalb von 14 Tagen nach Reisen in Gebiete, in denen Infektionen vorgekommen sind, Fieber, Husten oder Atemnot entwickelt oder Kontakt hatte mit Personen, die in diesen Infektionsgebieten gewesen sind.

Sie sollten sich zunächst telefonisch über die notwendigen Schritte zur Abklärung informieren

Hierfür richten die SLK-Kliniken in Heilbronn und Löwenstein und die Gesundheitsämter der Stadt Heilbronn und des Landkreises Heilbronn eine gemeinsame Hotline ein, die ab Freitag, 28. Februar, geschaltet ist. Unter der Nummer 07131-4933333 können sich Patienten oder auch Hausärzte täglich (auch am Wochenende) zwischen 8 Uhr und 22 Uhr informieren, was im konkreten Verdachtsfall zu tun ist.

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