Teilnahme ist freiwillig 

RKI-Studie in Kupferzell: Wie hoch ist die Dunkelziffer? Unbekannte Infektion entdeckt

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) startet in Kupferzell (Region Heilbronn-Franken) eine Studie zum Coronavirus. Erste Erkenntnisse über Dunkelziffer und unentdeckte Infektionen.

  • Das Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg weiter aus. 
  • Deswegen startet das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Studie über Corona-Hotspots. 
  • In Kupferzell (Region Heilbronn-Franken) haben erste Tests bereits stattgefunden. 

Kupferzell/Heilbronn: RKI-Studie zum Coronavirus - Wie hoch ist Dunkelziffer?

Update vom 3. Juni:Seit Wochen läuft die neue Corona-Studie des RKI in Kupferzell, rund 50 Kilometer von Heilbronn entfernt. Ein Drittel der Bewohner sollen während der Studie getestet werden, um herauszufinden wie viele Menschen in Kupferzell Antikörper gegen das Virus gebildet haben. Damit soll die Dunkelziffer berechnet werden und bislang unbekannte Infektionen ans Tageslicht kommen. 

Laut swr.de wurden 2.800 Menschen zu der Studie von RKI eingeladen und mehr als 1.700 haben entweder bereits teilgenommen oder einen Termin vereinbart. "Wir sehen, dass die Kooperationsbereitschaft und Motivation der Menschen hier sehr groß ist", sagt Claudia Santos-Hövener, RKI-Projektleiterin. Daher ist das Robert-Koch-Institut zuversichtlich die gewünschten 2.000 Teilnehmer zu erreichen. 

Kupferzell: Einer DER großen Hotspots in der Coronavirus-Pandemie, den Experten jetzt in einer Studie genauer unter die Lupe nehmen wollen.

Kupferzell/Heilbronn: RKI-Studie zum Coronavirus - Unbekannte Infektion entdeckt 

Die Corona-Studie zeigt auch erste Erfolge. Denn das RKI hat eine bislang unbekannte Infektion in Kupferzell aufgedeckt. Das heißt, dass dieser Fall unwissentlich andere hätte anstecken können, sagt Santos-Hövener gegenüber swr.de. 

Kupferzell/Heilbronn: RKI-Studie zum Coronavirus: Tests laufen seit Mittwoch

Update vom 21. Mai: Kupferzell: Einer DER großen Hotspots in der Coronavirus-Pandemie, den Experten jetzt in einer Studie genauer unter die Lupe nehmen wollen. Seit Mittwoch testet das Robert-Koch-Institut dort in eigens eingerichteten Teststationen rund 2.000 Freiwillige. Dadurch wollen die Wissenschaftler unter anderem mehr Erkenntnisse über die Dunkelziffer der Coronavirus-Infizierten gewinnen, über die aktuell nur sehr wenig bekannt ist. Getestet werden in Kupferzell ausschließlich Erwachsene. Kinder und Jugendliche werden vorerst nicht berücksichtigt - aber warum?

Kupferzell/Heilbronn: RKI testet nur Erwachsene - Das sind die Hintergründe

Weil eigentlich ist klar: Auch für Kinder kann das Coronavirus gefährlich werden. Davon berichten jetzt mehrere Kinderärzte, die bei ihren jungen Patienten aktuell ein seltsames Syndrom feststellen können. "Wir wollten jetzt sehr schnell vor Ort sein und haben uns deswegen im ersten Zugang auf die Erwachsenen konzentriert", begründet Studienleiter Professor Thomas Lampert die Tatsache, warum Kinder in Kupferzell vorerst nicht berücksichtigt werden. Er schließt damit aber nicht aus, dass man künftig Kinder nicht doch in die Studie mit einbeziehen kann

Das Innenleben der mobilen Teststationen, in der sich rund 2.000 Freiwillige aus Kupferzell auf Covid-19 testen lassen.

Lambert: "Wir werden möglicherweise schon in der nächsten Gemeinde, das wird Rosenheim sein, die Kinder miteinbeziehen oder in einer der weiteren Untersuchungen." Auch wolle man in jeder Gemeinde andere Schwerpunkte setzen. Heißt: Auch wenn Kinder aktuell noch nicht berücksichtigt werden, kann das in einer anderen Gemeinde schon ganz anders sein. Denn insgesamt steuern Lampert und sein Team in den nächsten Monaten vier Gemeinden an, in denen sie mehr über das Coronavirus in Baden-Württemberg herausfinden wollen. Zuvor berichtete der SWR über die RKI-Studie in Kupferzell.

Kupferzell/Heilbronn-Franken: RKI startet neue Coronavirus-Studie

Update vom 19. Mai:Das Robert-Koch-Institut (RKI ) gibt eine Pressekonferenz zu der neuen Corona-Studie. Kupferzell zählte im März zum ehemaligen Coronavirus-Hotspot. Aufgrund dessen ist die Gemeinde im Hohenlohekreis für die neue Studie des RKI hochinteressant. "Wir sind gerne bereit dem RKI Daten zur Verfügung zu stellen und sind gleichzeitig sehr froh, kein Hotspot mehr zu sein", sagt Neth, Landrat des Hohenlohekreises. 

Die Hoffnung des RKI besteht darin, die aktuellen Corona-Maßnahmen mit dem Studienergebnis noch mal zu überprüfen. Was ist wirklich sinnvoll und was nicht. Die Studie soll deutlich verbesserte Ergebnisse über die Ausbreitung des Coronavirus bringen. Die Ergebnisse, die in etwa drei bis vier Wochen auswertbar sein sollen - sind lediglich für Kupferzell bei Heilbronn aussagekräftig und lassen sich nicht auf ganz Deutschland übertragen. "Dazu wäre eine andere Studie nötig", sagt Dr. Thomas Lamm, Sprecher des RKI. 

Kupferzell/Heilbronn-Franken: Neue Coronavirus-Studie - Vorgehen des RKI 

Ab Morgen eröffnen zwei Studienzentren - einmal in Kupferzell und einmal in Eschental. Die Zentren werden jeweils aus einem Bus bestehen, in denen die Tests durchgeführt werden. Es besteht Maskenpflicht und die Studienteilnehmer werden angehalten die Masken mitzubringen, es besteht aber auch die Möglichkeit die Masken vor Ort zu erhalten. "Vor der Untersuchung wird ein kurzes Einführungsgespräch geführt, dann wird müssen die Teilnehmer eine Einverständniserklärung unterschreiben und schließlich eine kurze Befragung ausfüllen", erklärt Dr. Claudia Santos-Hövener vom RKI

Was passiert mit Studienteilnehmern, die nicht zum Studienzentrum kommen können? Dazu hat sich das RKI auf eine Lösung einfallen lassen. Und zwar besteht die Möglichkeit eines Hausbesuchs. Das gilt besonders für ausgewählte Teilnehmer der Risikogruppen. 

Kupferzell/Heilbronn-Franken: Neue Coronavirus-Studie - Bürgermeister hofft auf rege Teilnahme 

Neth hofft auf eine rege Beteiligung und freut sich auf die Ergebnisse, denn aufgrund dessen wird über die nächsten Corona-Maßnahmen in Kupferzell und der Region entschieden. Die ausgewählten Bürger werden gebeten an der Studie teilzunehmen, wenn es aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht geht, sollten sich die betreffenden Teilnehmer melden, damit andere Bürger angeschrieben werden können. 

Kupferzell/Heilbronn-Franken: RKI startet neue Coronavirus-Studie

Das Robert-Koch-Institut (RKI) startet eine neue bundesweite Coronavirus-Studie.Und zwar sollen die ehemaligen Corona-Hotspots näher untersucht werden. Dadurch hofft das RKI mehr Erkenntnisse über das Virus und dessen Ausbreitung zu bekommen. Die Studie soll in Kupferzell in der Heilbronner-Franken Region, starten. Wie soll aber die neue Studie genau ablaufen?

Diese Woche sollen rund 2.000 Einwohner in Kupferzell untersucht werden. Die Einwohner wurden mit Zufallsverfahren für die Studie ausgewählt. Die Studie sieht vor, dass sich die Bewohner einem Corona-Test unterziehen - die Teilnahme an der Studie und folglich auch an dem Test ist freiwillig. Aber wie läuft so ein Corona-Test für die Studie ab? Bei der Untersuchung soll Blut abgenommen und ein Rachenabstrich gemacht werden, teilt das RKI mit. Dabei soll geklärt werden, viele Einwohner aus Kupferzell sich tatsächlich infiziert und Antikörper gebildet haben, berichtet der swr.de

Kupferzell/Heilbronn-Franken: Gemeinden werben für Corona-Test 

Aber wieso wurde ausgerechnet Kupferzell für die neue Corona-Studie ausgesucht? Der Grund: Kupferzell gehört zu den ehemaligen Coronavirus-Hotspots. Bislang gibt es in Kupferzell bei Heilbronn etwa 100 bestätigte Fälle, die meisten davon sind aber wieder genesen. Das RKI geht jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer der Infizierten viel höher sein muss. 

Bei der Untersuchung soll Blut abgenommen und ein Rachenabstrich gemacht werden. 

Das Landratsamt Hohenlohe und die umliegenden Gemeinden sprechen sich ebenfalls für die Teilnahme an der Studie aus. Alleine zu diesem Zweck veröffentlicht das Landratsamt ein Video, darin spricht sich der Landrat des Hohenlohekreises, Matthias Neth, für die Studie aus. 

Rubriklistenbild: © Pixabay Symbolbild

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