Solidarität für die jüdische Gemeinde

Nach Anschlag in Halle - So äußert sich die Evangelische Gesamtkirche in Heilbronn

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Braucht es mehr Sicherheit für Synagogen ?(Symbolbild)
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Die Evangelische Gesamtkirche in Heilbronn erklärt sich nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle solidarisch mit der jüdischen Gemeinde.

Nach dem mutmaßlich rechtsextremen Angriff auf eine Synagoge in Halle ist eine Debatte über den Schutz jüdischer Gotteshäuser entbrannt. Gegenüber dem SWR erklärte die Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden-Württemberg Barbara Traub: "Die jüdischen Gemeinden sind schon lange davon ausgegangen, dass in der Bundesrepublik ein solcher Anschlag stattfinden kann." Traub kritisierte zudem, dass Gespräche über einen besseren Schutz der jüdischen Gemeinden bisher nicht erfolgreich waren.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Auf Nachfrage von echo24.de erklärte die Heilbronner Polizei, dass bereits vor dem Angriff in Halle die Schutzmaßnahmen in Baden-Württemberg angepasst wurden. Ähnlich äußerte sich auch der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl, der gegenüber dem SWR erklärte, dass ihm der Schutz der jüdischen Menschen und Einrichtungen eine besondere Verpflichtung sei.

Heilbronn: Evangelische Gesamtkirchengemeinde Heilbronn solidarisch

Inzwischen hat sich auch die Evangelische Gesamtkirchengemeinde in Heilbronn geäußert. "Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Heilbronn erklärt ausdrücklich und entschieden ihre Verbundenheit und Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Heilbronn und verurteilt aufs Schärfste den Anschlag auf die Synagoge in Halle", erklärt der Engere Rat der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Heilbronn.

Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch der Ursprung der christlichen Religion im jüdischen Glauben. Dies ist aber nicht der einzige Grund: "Als Christen ist es uns ein elementares Anliegen, dass auch jüdisches Leben – wie alles religiöse Leben – in Heilbronn sicher und frei gelebt werden kann." Der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Frank Otfried July geht sogar noch einen Schritt weiter. Seiner Meinung nach ist "Antisemitismus ist Gotteslästerung".

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