Das sieht richtig unheimlich aus

Phänomen in der Region: Invasion der gruseligen Spinnennetze

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Solche Gespinste überziehen zurzeit viele Büsche  in der Region.
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Immer öfter fallen in der Region Heilbronn und Hohenlohe  Spinnennetze über ganzen Büschen und Bäumen auf. Was es mit der gruseligen Invasion auf sich hat.

Was ist denn das? Im Augenwinkel sieht der Autofahrer zurzeit immer mehr Büsche und Bäume am Straßenrand vorbeizischen, die von seltsamem weißen Gespinsten überzogen sind. Nicht nur einzelne Blätter oder Zweige – ganze Pflanzen sind davon bedeckt! Wer sich die Sache genauer anschaut, stellt fest: In den unheimlichen, dichten Netzen wimmelt es von kleinen schwarzen Punkten – und Raupen.

Gruselige Spinnennetze: grüne Triebe werden gefressen

In dem bleichen Netzwerk entsteht neues Leben – und es werden grüne Triebe vernichtet. Auch wenn es den Anschein hat: Das Gespinst stammt nicht von einer Spinnen-Art, sondern von der Gespinstmotte. Die nistet sich mir Vorliebe auf Pfaffenhütchen-Sträuchern ein. Ihre Netze können meterhohe Pflanzen bedecken, und sie fressen die jungen Blätter ratzekahl ab. Auch die Heilbronner Stimme berichtete bereits über das seltsame Naturschauspiel.

Aber auch wenn der Anblick der von den riesigen Spinnennetzen überzogenen, kahlgefressenen Pflanzen etwas Erschreckendes hat, handelt es sich bei der Gespinstmotte nicht um einen Schädling. Das stellt Manfred Körner, Pressesprecher des Landratsamts Heilbronn, klar: "Die Gespinstmotte schädigt ihre Wirtspflanze auf Dauer nicht." Auch das Auftauchen der Gespinste überrascht Körner nicht: "Das ist für diese Jahreszeit ganz typisch."

Kahlfraß in der Region: Raupen mit gefährlichen Härchen

Nicht zu verwechseln ist die Gespinstmotte mit dem Eichenprozessionsspinner. Dessen Raupen sorgen gerade aus gutem Grund in der Region für Aufruhr. Ihre Härchen können beim Menschen heftige Reaktionen auslösen. 

Das ist bei der Gespinstmotte nicht der Fall. Wer mit ihren Spinnennetzen in Berührung kommt, muss keine gesundheitlichen Folgen befürchten.

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