Die Region kränkelt

Studie zu Diabetes: Erschreckende Zahlen für die Region veröffentlicht

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Wer an Diabetes erkrankt, muss regelmäßig den Blutzuckespiegel messen.
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Eine neue Studie untersucht die Häufung von Diabetes in ganz Deutschland. In den Landkreisen Heilbronn und Hohenlohe ist die Krankheit besonders stark verbreitet.

Diabetes Typ 2, auch bekannt als "Alterszucker" ist eine Krankheit, die vor allem in reicheren Industrienationen immer mehr zum Problem wird. Denn unbehandelt kann sie zu Nierenschäden, Erblindung oder gar Amputationen führen.

Im Gesundheitsatlas Diabetes des Wissenschaftlichen Instituts der AOK wurde nun die Krankheit und deren Häufigkeit in bestimmten Regionen genauer betrachtet. Die gute Nachricht: Im bundesweiten Vergleich gehören die Baden-Württemberger mit zu den gesündesten Deutschen. Die schlechte: Die Region rund um Heilbronn ist innerhalb Baden-Württembergs mit am meisten von der Erkrankung betroffen.

Volkskrankheit Diabetes: Die Landkreise Heilbronn und Hohenlohe liegen ganz weit vorne

Von 44 Kreisen und kreisfreien Städten liegt der Landkreis Hohenlohe auf dem vorletzten Platz. 8,8 Prozent der Hohenloher ist an Diabetes Typ 2 erkrankt. Damit liegen die Hohenloher deutlich über dem baden-württembergischen Prozentsatz von 7,9 Prozent. 9.895 Erkrankte leben laut der Studie im Hohenlohekreis mit Diabetes.

Auch der Landkreis Heilbronn liegt weit abgeschlagen auf Platz 41. Hier sind 28.000 Diabetes krank. Das sind ganze 8,5 Prozent. Lediglich der Stadtkreis Heilbronn liegt mit 7,9 Prozent im Baden-Württembergischen Durchschnitt.

Die Häufung von Diabeteserkrankungen kann verschiedene Ursachen haben auch in Heilbronn und Hohenlohe

Woran liegt es, dass viele Stadt- und Landkreise so unterschiedlich von der Erkrankung betroffen sind? Laut Studie liegt es an sozioökonomischen Merkmalen der Region und auch die Häufigkeit von Übergewicht spielt eine wichtige Rolle bei Diabetes.

Besonders deutlich, das zeigen auch die Zahlen aus der Region, ist der Unterschied zwischen Stadt und Land. Gerade das soziale Umfeld habe einen Einfluss auf den Lebensstil, heißt es in der Studie.

Immer wieder werden Impfungen heiß diskutiert. Zuletzt ging es um die Masernimpfung. Auch in Baden-Württemberg gibt es eine große Impflücke. Eine Heilbronner Familie bangte um das Leben ihres kleinen Sohnes. Da er an einer seltenen Krankheit leidet, benötigte er dringend eine zwei Millionen Euro teure Infusion.

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